Schlagwort ‘Web 2.0‘

Blogger und Medien für Nazis

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Vor ein paar Wochen wurde die wunderbare Kampagne Soziale Netzwerke gegen Nazis gestartet. Fast alle der großen Sozialen Netzwerke waren mit im Boot — es fehlte lediglich Facebook, was entsprechend kritisiert wurde. Auch Flattr war nicht mit dabei — aber dafür ist das Unternehmen wohl noch zu klein. So dachte ich zumindest. Ein typischer Fall von «falsch gedacht». Seit gestern wissen wir, dass Nazis von Flattr geschützt werden.  Die Verantwortlichen wurden darauf hingewiesen, was für Gesellen sich bei ihnen tümmeln. Die Reaktion erschreckt — man kämpfe für die so genannte «Freedom of Speech». Doch nicht nur Flattr selbst beruft sich auf das Totschlagargument Zensur, wenn man die NPD ausschließen würde — erschreckend viele deutsche Blogger behaupteten in den letzten Stunden, die NPD sei doch eine ganz normale Partei. Mir fehlen dazu ehrlich gesagt ein stückweit die Worte — und wenn immer es soweit ist, versuche ich mit Satire zu arbeiten und zu antworten…

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Flattr — Geld verdirbt den Charakter

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Satirisches Logo: F!XMBR

Egal ob man das Prinzip Flattr nun ablehnt oder nicht: es gibt Dinge, die sollte niemand, der mit beiden Beinen innerhalb unseres Grundgesetzes mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Strömungen steht, akzeptieren, tolerieren oder nur einen Ansatz von Rücksicht zeigen. Dazu gehören selbstverständlich die NPD und deren PR-Organ «Deutschlandecho». Ich denke, ich muss das nicht begründen. Man kann die CDU und FDP politisch bekämpfen und doch beim Stadtteilfest gemeinsam einen Kaffee trinken. Bei manchen CDU– und FDP-Wähler ist Hopfen und Malz noch nicht verloren — umgekehrt denken viele Menschen übrigens genauso. Das ist bei den Rechtsextremen nicht der Fall. Und genauso verhält es sich selbstverständlich auch mit den islamfeindlichen Muttersöhnchen von Politically Incorrect, bei denen es natürlich mit der NPD eine große Schnittmenge gibt. Warum ich das gerade jetzt anspreche? Nun, bereits am 30. August wies ich Markus Beckedahl von netzpolitik.org per Twitter darauf hin, dass die NPD und ihr PR-Organ «Deutschlandecho» Flattr nutzen. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass ein paar Berliner Kollegen gute Kontakte zu Peter Sunde & Co. haben. Die Nachricht ist im Übrigen angekommen, es gab eine kurze Rückfrage. Dann habe ich gehofft und darauf gewartet, dass Etwas passiert.

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#MoralKen

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Wie immer vom großartigen Bulo:)

Ich muss zu dem Herrn Niggemeier nicht mehr viel schreiben. Schon vor Jahren schrieb ich: «Wer sich täglich mit dem Boulevardjournalismus auseinandersetzt, wird irgendwann Teil dessen. Bei Stefan Niggemeier ist dieser Prozess abgeschlossen.» Sein Verhalten gegenüber Konstantin Neven DuMont ist auf erschreckende Art und Weise eine Blaupause des Teams von Tatort Internet rund um #MoralBarbie Stephanie zu Guttenberg. Ein interessanter Nebenaspekt an der Geschichte ist das Schweigen so mancher selbst ernannter netzpolitischen Datenschützer. So ist das halt, wenn es um die eigenen Geschäftspartner geht. Oder man schreibt wieder euphorische Artikel über Google Street View…

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Digg.com 4.0 – der erste Sargnagel auf dem Weg ins digitale Nirwana

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Nach einer längeren Betaphase hat Digg.com nun die Version 4.0 freigeschaltet. Ich konnte, wie auch einige andere Kollegen, die Beta testen – und war dabei eigentlich immer von einem, für mich entscheidenden, Punkt ausgegangen: die Kategorie Upcoming wird schon irgendwann wieder eingebaut werden. Kurz erklärt: unter Upcoming konnten alle neuen, eingestellten Nachrichten angeschaut werden, sogar in einzelne Bereiche unterglieder – wie Politik, Technik oder auch unterteilt zwischen Bilder und Videos. Gerade dort hatte ich meinen besonderen Spaß. Dort fand man teilweise wirklich Neuigkeiten, die noch nicht über Twitter und Blogs verbreitet wurden.

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Warum Google Street View gestoppt werden muss


Bild: «Echelon», Wikimedia Commons

Die ersten drei Linktipps übernehme einfach mal von Don Alphonso:

1. You Guys von nnier
Was natürlich auch nicht fehlt, ist der Hinweis darauf, das es «Bedenkenträger» ja schon immer gegeben und «Deutschland» nicht verstanden habe, dass man doch bitte «einfach machen» solle. Es ist zum Würgen.

2. Gugel-di-guck von mark793
Eine digitale Öffentlichkeit, deren nicht gewählte Vertreter und Vorbeter nicht vor irgendwelchen Maßnahmen der Zwangs-Eingemeindung zurückschrecken (oder gar Datenschutz und Privatheit als Diebstahl an der digitalen Öffentlichkeit deklarieren) kann mir jedenfalls gerne gestohlen bleiben.

3. Warum ich mich vor Google schütze von Don Alphonso
Street View […] liefert Anhaltspunkte, wo vorher keine waren. Sie sind nicht gut, aber sie sind für alle Bewohner dieses Landes umfassend und vergleichbar, und deshalb auch für kommerzielle Interessen von Google und vielen anderen attraktiv. Vor Street View musste man persönlich vorbeikommen, um sich vom öffentlichen Raum aus ein Bild zu machen. Mit Street View geht es immer und sofort, sobald man es mit persönlichen Daten verknüpft.

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Articles of War

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Das «will» ich auch für die deutsche Wikipedia… 😀

Matt Hancock, Joe Swainson, James Key | CC-Lizenz

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Die Flattr-Gang: die Rumänen-Gang 2.0

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Die Bettler, die man in deutschen Großstädten immer wieder sieht, sind heutzutage weitestgehend organisiert. Sie werden von Schwerstkriminellen ausgenutzt, oft sogar extra aus Osteuropa eingeschleust um auf den bekannten Meilen in Hamburg, Berlin und anderen Städten Geld einzutreiben. Oftmals sind es Kinder, Menschen mit Behinderungen – und der obligatorische Hund darf auch nicht fehlen. Hauptsache Mitleid wird erzeugt und der Rubel rollt. In den meisten Fällen haben die Bettler selbst nichts vom Geld, sie werden von Hintermännern zu ihrem Einsatzort gefahren, am Abend abgeholt und das Geld wird einkassiert. Wenn man es zynisch sehen will, kann man davon sprechen, dass selbst die Bettelei in Deutschland professionalisiert wurde. Im (deutschen) Internet wird man mittlerweile auch an jeder Stelle angebettelt. Die neue Wunderdroge des Web 2.0 nennt sich Flattr.

Die Flattr-Gang ist die Rumänen-Gang 2.0.

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SocialMediaBlock-Filterliste für Adblock Plus

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Bild: jaycameron | CC-Lizenz

MonztA, einer der bekanntesten Macher für Filterlisten für Adblock Plus, hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: SocialMediaBlock-Filterliste für Adblock Plus. Web 2.0-Gedöns, welches jeden unserer Schritte verfolgt, trackt und auswertet, gibt es mittlerweile wie Sand am mehr. Als Beispiel seien hier Flattr oder die Facebook Like-Button genannt. Dagegen soll die SocialMediaBlock-Filterliste helfen. Sie ist zwar noch im Aufbau, aber es finden sich in ihr bereits die wichtigsten und bekanntesten Dienste.

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Interview: Bloggen ist unendlich

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Foto: savone | CC-Lizenz

Die Jungle World hat mir während der Geschichte rund um den Kontrollverlust des Herrn Seemann bei der FAZ und zum Bloggen allgemein ein paar Fragen gestellt. Ich habe da mal geantwortet. «Ich glaube, mit dem Fall bei der FAZ stehen wir vor einer Zäsur. Michael Seemann, Mario Sixtus, Thomas Knüwer und andere haben das Bloggen in Deutschland endgültig in Verruf gebracht. Wer sich so unprofessionell verhält wie Seemann, wer wie Sixtus völlig hanebüchen von einer »Bücherverbrennung« spricht, wer wie Knüwer die FAZ-Redaktion beleidigt, kann nicht mehr ernst genommen werden. Wir sprechen hier immerhin von Bloggern, die zu den etabliertesten und auch medial bekanntesten gehören.» Nothing more to say: «Auf Blogs kann man lachen und weinen, sich freuen und ärgern, sich informieren und desinformiert werden. Bloggen ist unendlich, es ist subjektiv, es ist politisch, es ist privat, es ist öffentlich, es bedeutet, anderen zu helfen und Hilfe zu bekommen. Bloggen kann man nicht beschreiben. Bloggen kann man nicht in Worte fassen. Bloggen muss man selbst, um es zu verstehen.»

Interview — Bloggen ist unendlich

Artikel der Jungle World — Kontrollverlust im Blogger-Dorf

F!XMBR — Die FAZ konnte gar nicht anders
F!XMBR — Quo vadis, Blogger?

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Krimi 2.0 – Über das Ende eines Projekts

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Bild: Daniel Y. Go | CC-Lizenz

Der Schauspieler Michael Jäger war mir bisher entfernt aus dem Marienhof bekannt. Auf Identi.ca jedoch erschien er durch Retweets von Twitter immer wieder auf meiner Timeline. Michael hat sich sehr gegen Ursula von der Leyen und die Netzsperren engagiert und hat der Bewegung ein weiteres bekanntes Gesicht gegeben. Ich folgte ihm dann auf Twitter, er folgte mir, es wurde gemeinsam gegen Zensursula gewettert, der Lauterer Michael Jäger und der alte Osnabrücker Chris freuten sich über die Auslosung zur ersten Runde des DFB-Pokals, wir stritten uns kurz bei der Bundespräsidentenwahl, sprich: Michael Jäger war für mich nicht mehr der Schauspieler, den ich aus dem TV kannte, sondern eine belebende Größe in meiner Timeline. Sein Blog habe ich in meinem Feedreader  — insbesondere die Geschichten rund um Frau Huber waren schlicht grandios, mitten aus dem Leben gegriffen. Frau Huber wird jetzt von oben schauen und die Daumen drücken.

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Interview: Thematische Präferenzen der deutschen Blogosphäre

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Foto: savone | CC-Lizenz

Im Herbst letzten Jahres hat mir Claudia Becher, Studentin für Kommunikations– und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig, zum Thema Thematische Präferenzen der deutschen Blogosphäre ein paar Fragen gestellt. Heute, ein paar Monate später, könnte man vielleicht das eine oder andere ergänzen, anders sehen – oder auch präzisieren. Mittlerweile hat Claudia Becher ihr Zeugnis und das damit verbundene offizielle Gutachten der Bachelorarbeit bekommen. Dafür meinen herzlichen Glückwunsch. Das heißt, die Fragen und Antworten dürfen auch veröffentlicht werden.

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