Schlagwort ‘Waldsterben‘

Tiefer geht nimmer: Mathias Müller von Blumencron auf einer Stufe mit Franz-Josef Wagner

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Bild: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben: der rechte Pöbel feiert seinen Helden – die Vorabdrucke im SPIEGEL und in der BILD lassen jedem Stammtischrassisten feuchte Träume bekommen. Endlich einmal das Höchste der sexuellen Gefühle, wenn schon keine Frau in der Nähe ist. Franz-Josef Wagner von der BILD dankte Thilo Sarrazin heute für seine Meinung und die ausgesprochene Wahrheit, verklärt so Rassismus zu einem Meinungsbeitrag und macht sich diesen Rassismus zu eigen – die BILD selbst macht Sarrazin zum Klartext-Politiker.

Rassismus ist in Deutschland wieder en vogue und wird als Meinung deklariert.

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The Afghanistan War Logs – ein Desaster für den Spiegel

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Bild: F!XMBR

Die Veröffentlichung der Afghanistan War Logs auf Wikileaks, journalistisch begleitet und aufbereitet durch den Spiegel, den Guardian und der New York Times ist sicherlich einer der größten Scoops der jüngeren journalistischen Geschichte. Drei der renommiertesten Redaktionen haben wochenlang an der Recherche und der Überprüfung der Dokumente zusammengearbeitet – sie sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass die Protokolle authentisch sind und dass ein großes öffentliches Interesse an der Veröffentlichung besteht. Eine großartige globale journalistische Zusammenarbeit. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat den Redakteuren gemeinsam in der Londoner Redaktion des Guardians die Dokumente übergeben – es drang keine Informationen vorab nach draußen. Selbst als der Spiegel am Sonnabend angekündigt hat, dass das ePaper des Spiegel erst am Sonntagabend erscheinen würde, tippten fast alle Beobachter auf die Berichterstattung zur Tragödie der Loveparade. Nun ist die Bombe geplatzt – und für den Spiegel entwickelt sich die Geschichte zu einem großen Desaster. Das lässt sich an zwei Punkten festmachen.

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Das mit dem Gauck-Hype

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Jens über die Tatsache, wie die SPD und die so genannten Leitmedien die Menschen vergauckeln.

Gauck bei F!XMBR:

Gauck ist überzeugter Neoliberalist
Ich lass mich nicht vergauckeln

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Blogger stürzten Köhler und verhinderten von der Leyen

So manche Bloggerseele fühlt sich in diesen Tagen arg gebauchpinselt ob solcher Berichte wie gestern Abend im heute journal oder in anderen etablierten Medien. Doch ist dem wirklich so? Ein kleiner Realitätscheck.

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Horst Köhler und die zweite Wiedervereinigung

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Bild: Agenda 2013

Zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung war Horst Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Unter seiner Ägide vollzog sich die Währungsunion und die Einheit, die ein ganzes Volk in ein Freudentaumel stürzte. Mit seinem heutigen Rücktritt vereinigt Horst Köhler – sicherlich ungewollt – dieses Land ein zweites Mal. Zumindest bis zum nächsten Morgen. In seltener Eintracht bewerten fast alle Kommentatoren der großen deutschen Tageszeitungen, Magazine und Zeitschriften den Rücktritt des schwarz-gelben Präsidenten. Es gibt keinen Journalisten – oder auch Blogger – der ihm seine heute vorgetragene Begründung wirklich abnimmt.

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Die Perfektionierung des AAL-Prinzips beim Freitag

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Einer der größten Kritikpunkte zu Beginn des neuen Freitag waren neben den technischen Unzulänglichkeiten die von Anwälten und vom Verleger ausgearbeiteten AGB. Blogger auf freitag.de verlieren alle Rechte an ihren eigenen Artikeln, sobald sie sie dort veröffentlichen. Auf die Kritik wurde damals relativierend geantwortet, es wurde versprochen, sich darum zu kümmern – nur passiert ist selbstverständlich nichts. Man kann die damaligen Aussagen der Verantwortlichen durchaus Lügen nennen. Nun hat auch der Freitag Flattr integriert – und in einer Aussage von Jörn Kabisch, immerhin stellvertretender Chefredakteur, zeigt sich, dass das AAL-Prinzip durchaus gewollt ist und sich bereits in den Köpfen der Verantwortlichen des Freitag manifestiert hat. In der Debatte, ob Flattr auf freitag.de auch auf den Community-Seiten integriert werden soll, schreibt Kabisch:

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Deutsche Söldner in Somalia – einmal mehr der Untergang des deutschen Journalismus

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Es war der Aufreger der letzten Woche: Laut einem Bericht des NDR und der Tagesschau sollten deutsche Söldner in Somalia in den dortigen Bürgerkrieg eingreifen. Die Tagesschau schrieb: Mehr als 100 ehemalige Bundeswehrsoldaten sollen nach Informationen von NDR Info und tagesschau.de schon bald in den Bürgerkrieg in Somalia eingreifen. Eine deutsche Firma hat einen entsprechenden Vertrag mit einem somalischen Politiker geschlossen. Experten warnen vor einem «Blutbad». Dass die Geschichte fragwürdig war, konnte man schon auf der Homepage der Asgaard German Security Group sehen. Fefe schrieb als Einziger damals: Deutsche Söldner helfen in Somalia beim Regierungssturz. So berichtet die Tagesschau und nennt die Söldnerfirma «Asgaard German Security Group». Also ich bin da ja vorsichtig. Die Homepage von denen ist eher wenig überzeugend, wie ich finde, der Server steht bei 1&1. Und dann die Somalia-Presseerklärung, aber sonst wollen sie keine Referenzen listen. Das sieht für mich alles nach einer Aktion der Yes Men aus. Deren HQ liegt in einem, wie es auf Google maps aussieht, Wohngebiet in Telgte. Ich vermute ja, die Tagesschau ist da einem Hoax aufgesessen. Das hinderte unsere Qualitätspresse natürlich nicht daran, die Meldung ungeprüft zu übernehmen.

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Leben und sterben für deutsche Wirtschaftsinteressen

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Bild: Agenda 2013

Ich glaube nicht, dass ich noch viel über das Köhler-Interview und seine Folgen im politischen Berlin schreiben muss. Viel mehr sei auf einen anderen Umstand hingewiesen. Für mich war das Thema rund um das Interview mit dem Deutschlandradio schon abgeschlossen. Auf mehreren Blogs waren die Äußerungen Köhlers und die nachträgliche Zensur des Deutschlandradios bereits thematisiert worden: Auf seinem Freitagblog sprach mcmac vom Verlust der Maskenkontrolle, das QuerBlog fragte, wie bitte Herr Köhler, Feynsinn stellte fest, Köhler, Sie Horst, die Oeffinger Freidenken sprachen vom bewaffneten Handelsreisenden und in den Hinweisen des Tages verlinkten die NachDenSeiten diese skurrile Geschichte ebenso. Fünf Tage später hat die Geschichte dann auch die etablierten Medien erreicht. Ich bin mir sicher, dass kein Hahn danach gekräht hätte, wäre die Geschichte nicht durch Twitter und die Blogs getragen worden. So kann sich Horst Köhler damit rühmen, dass sein Interview und die Zensur durch das Deutschlandradio die erste politische Geschichte war, die aus der Blogosphäre und der Twitterwelt in die etablierten Medien getragen wurde, die bundespoltische Reaktionen hervorgerufen hat, eine gewisse Brisanz entwickelt hat. Wenigstens etwas bei dieser Biographie.

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Die Arroganz des Journalismus am Beispiel “Wir-in-NRW”

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Foto: F!XMBR

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben ich nicht nur die Ruhrbarone, sondern auch Wir-in-NRW als die Tops-Blogs aus dem Pott bezeichnet. Für Wir-in-NRW war das ein Fehler. In Wir-in-NRW manifestiert sich für mich nicht nur die Arroganz und Abgehobenheit eines ganzen Berufsstandes, sondern offensichtlich auch gänzliches Versagen beim Schutz der eigenen Informanten. Passend zum NRW-Wahlkampf erschien das so genannte Blog Wir-in-NRW auf der Bildfläche.

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Die Panik der NRW-CDU

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Bild: Agenda 2013

Es hat den Anschein, als würde die NRW-CDU so langsam Panik bekommen. Die etablierten Medien berichten davon, dass Anzeige gegen Unbekannt erstattet wurde. Die Hintergründe sind heute bei den Ruhrbaronen zu finden – es ist bezeichnend, dass unsere so genannten Journalisten kein Wort über die Hintergründe berichten:

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Erstelle Dein eigenes Buch in der Wikipedia

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Foto: F!XMBR

Es gibt etwas neues von der Wikipedia – und diesmal ist es durchaus positiv. Martin Haase machte gestern per Identi.ca darauf aufmerksam, dass man sich aus Artikeln der Wikipedia nun sein eigenes Buch zusammenstellen kann. Das Buch lässt sich per PDF abspeichern oder in gedruckter Version bei PediaPress bestellen. Das ist ja mal eine spannende Sache. Warum ist darauf noch kein Verlag gekommen? Das neue Spielzeug macht wirklich Spaß.

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