Schlagwort ‘Verkauf‘

Warum Facebook del.icio.us kaufen muss

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Yahoo. Dead Man Walking. Ich denke, niemand der derzeitigen Web-2.0-Generation kann sich vorstellen, dass es Google einmal nicht mehr geben wird. Im Hause Googles wird man jedoch das schleichende Ende von Yahoo genau beobachten und analysieren. Dead Man Walking — Yahoo wird vielerorts nur noch als Schatten seiner selbst bezeichnet. Diese Woche wurde wieder einmal bekannt, dass mehrere Hundert Mitarbeiter ihre Kündigung unter dem Weihnachtsbaum vorfinden — zusätzlich wird Altavista, einer der Internetpioniere wohl geschlossen. Auch del.icio.us, so wurde gemutmaßt, sollte geschlossen worden. Nun heißt es, del.icio.us solle «nur» verkauft werden. Yahoo schiebt den schwarzen Peter der Presse zu — doch ist die Posse um del.icio.us nur ein weiteres Beispiel rund um die Unfähigkeit des ehemaligen Giganten. del.icio.us selbst, als eigenständiges Unternehmen, ist meiner Meinung nach nicht überlebensfähig. Deshalb kann es für einen Käufer nur darum gehen, mit del.icio.us sein Angebot an die Nutzer zu erweitern, einen zusätzlichen Service zu bieten, die Nutzer noch enger an das eigene Unternehmen zu binden. Hervorzuheben ist hier sicherlich Facebook, hier würden sich einige Vorteile ergeben.

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Lieber Jakob Augstein #2

Dann noch einmal in aller Ruhe. Ich mag den Freitag – wenn ich schreibe, er ist einer der letzten Bastionen humanistischer und kultureller Gedanken, gibt es wohl kaum ein größeres Kompliment. Allerdings habe ich nach der Übernahme des Freitag durch Sie große Befürchtungen gehabt, die sich nun offensichtlich nach und nach bewahrheiten. Kommen wir als Erstes zu der Werbung, die nun auf freitag.de vorgeschaltet ist – der Auslöser, für meinen – zugegeben — nicht ganz ausgeglichenen Rant.

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Lieber Jakob Augstein

Hier hatte ich bereits über den Verkauf der Ost-West-Wochenzeitung Freitag geschrieben. Ich hatte meine Befürchtungen zum Ausdruck gebracht, dass die Zeitung nun zerstört werden soll. Sie, der offensichtlich nie des Vaters Sohn war, der Herr Detlev Hustedt, ein ehemaliger Springer – das ließt nichts Gutes erahnen. Und wie das so ist, man wird nicht enttäuscht. Sie haben es geschafft. Sie haben die Ost-West-Wochenzeitung Freitag zerstört. Wie fühlt sich das so an, eine der letzten Bastionen humanistischer und kultureller Gedanken in gehobener Qualität auf dem Gewissen zu haben? Wissen Sie, in einem gewissen Rahmen muss man heute mit Werbung leben, auch mit Online-Werbung. Ich kann es als Leser nach wie vor als Belästigung empfinden, aber ich kann auch nachvollziehen, dass Kosten gedeckt werden wollen. Es gibt kleine Banner und es gibt große Banner, es gibt Flash-Werbung, Layer-Ads und so vieles andere, was den Leser ebenfalls belästigt. Was Sie aber heute aus der Ost-West-Wochenzeitung Freitag gemacht haben, spottet jeglicher Beschreibung. Wenn ich freitag.de aufrufe, erscheint quer über den kpl. Bildschirm Werbung, die sich nur über das kleine X schließen lässt – jeglicher andere Klick führt zur Seite des Werbers. Ganz großes Kino.

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