Schlagwort ‘USA‘

9/11 — Es war ein ganz normaler Tag

9/11. 2001 war ich Assistent der Geschäftsführung der damals größten TV-Nachrichtenagentur. Es war ein Tag wie jeder andere. Wir sind morgens aufgestanden, doch als wir ins Bett gingen, war die Welt eine andere. Ich saß am frühen Nachmittag in meinem Büro, unser Redaktionsleiter kam vorbei, wir scherzten, lachten, tranken eine Tasse Kaffee und redeten über die nachrichtenarme Zeit. Das Handy unseres Redaktionsleiter klingelte, er meinte nur, da sei wohl eine Cessna ins World Trade Center geflogen. Ich schaltete den Fernseher in meinem Büro ein, wir sahen die Rauchschwaden, 10 Minuten später flog eine weitere Maschine in  den zweiten Turm des WTC. Während unser Redaktionsleiter sofort begriff und von einem Anschlag sprach, war für mich die Situation überhaupt nicht greifbar, ich habe mich innerlich gefragt, wie es sein kann, dass zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme fliegen können. Ein Anschlag diesen Ausmaßes war für mich nicht vorstellbar.

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Osama bin Laden

President Barack Obama and Vice President Joe Biden, along with with members of the national security team, receive an update on the mission against Osama bin Laden in the Situation Room of the White House, May 1, 2011. Please note: a classified document seen in this photograph has been obscured. (Official White House Photo by Pete Souza)This official White House photograph is being made available only for publication by news organizations and/or for personal use printing by the subject(s) of the photograph. The photograph may not be manipulated in any way and may not be used in commercial or political materials, advertisements, emails, products, promotions that in any way suggests approval or endorsement of the President, the First Family, or the White House.
Barack Obama und sein Team verfolgen die Operation Geronimo. Foto: White House @ flickr.

Entgegen vieler anderslautender Tweets: Auch Jack Bauer hätte Osama bin Laden nicht lebend gefangen. Er hätte ihn am 12. September 2001 zwischen 09.00h und 10.00h erschossen.

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Karl-Theodor zu Guttenberg — ein deutscher Sarah Palin

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Agenda 2013

Karl-Theodor zu Guttenberg hat heute angekündigt, dauerhaft auf seinen Doktortitel verzichten zu wollen. Nach der Durchsicht seiner Doktorarbeit sei ihm aufgefallen, dass er wohl den «Überblick über seine Quellen» verloren hat. Das Gute an der Geschichte: es entlässt nicht die Universität Bayreuth aus ihrer Verantwortung, über die Doktorarbeit des Verteidigungsministers zu urteilen, auch wenn es die Situation für die Universität einfacher macht. Das Schlechte an der Geschichte: Karl-Theodor zu Guttenberg denkt gar nicht daran, zurückzutreten. Kai Biermann nennt den Verteidigungsminister Witzfigur und Grüßaugust. Das trifft nicht den Kern der Sache. Zwei Drittel der Deutschen halten zu Guttenberg die Treue, der Axel-Springer-Konzern steht weiter hinter ihrem Minister. Das macht zu Guttenberg nicht zu einer Witzfigur oder zu einem Lügenbaron. Es macht ihn schlicht und ergreifend gefährlich.

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Nothing to hide


Bild: Echelon, Wikimedia Commons

Mehrere Medien, wie Heise, berichten davon, dass die US-Regierung von Twitter die Herausgabe von personenbezogenen Daten verlangt. Konkret geht es um mehrere Wikileaks-Unterstützer, sowie Personen, die  Wikileaks nahe stehen sollen. «Im Einzelnen geht es um User-Namen und Nicknames sowie andere – eventuell nur vorübergehend genutzte – Identitäten, sämtliche Telefonnummern, E-Mail– und Post-Adressen, Aufzeichnungen über Zeitpunkt und Länge jedes Zugriffs, Zahlungsmodalitäten inklusive Kreditkarten-Details und Bankkonten und Angaben zu Datentransfers, darunter das Datenvolumen sowie die benutzte IP-Adresse.» Darunter befindet sich auch Birgitta Jónsdóttir, Abgeordnete des isländischen Parlaments. Diese verteidigt sich auf fatale Art und Weise: «I have nothing to hide».

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das Netz der Verschwörung um Julian Assange

Nichts ahnend las ich heute die aktuellen Einträge auf dem Blog eines bekannten FreeBSD-Entwicklers und entdeckte dort die «geheimen Verbindungen» zu diesem, sowie jenen zu FreeBSD/NetBSD insbesondere. Läßt man all dies Revue passieren und betrachtet zudem noch den Support Mannings1 seitens Berkeley2, so läßt sich daraus bestimmt eine recht hübsche Verschwörungstheorie basteln. Und wer weiß, den einen oder anderen Zufall wird man sicherlich noch finden können, wozu hat man schließlich das Internet und die «Profis» des Journalismus? 😀

Hat sich Richard Stallman, der große Kämpfer für Freiheit, eigentlich schon dazu geäußert oder schweigt er ob Assanges BSD-Verbindungen? Wo bleibt die Wortmeldung eines Eric Raymond, welcher ansonsten kaum durch Sprachlosigkeit auf sich aufmerksam macht? Liebäugelte doch ESR in der jüngsten Vergangenheit desöfteren mit BSD und dessen Lizenz? 😉

Fragen über Fragen, haben wir es gar mit einer FOSS-Loge der Freimaurer zu tun? Oder ist Assange doch nur ein australischer Hacker, der ein wenig naiv Daten befreite und sich nun inmitten eines gewaltigen Shitstorms wiederfindet? 😀

Bild: Wikimedia Commons, Remix F!XMBR

  1. der Whisteblower, der Wikileaks die Daten zukommen ließ []
  2. BSD-Geburtsstätte, Heim mancher Revolte (siehe Studentenunruhen in den 60ern, Bürgerrechtsbewegung ) []

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Wikileaks?

Zugegeben, ich war tatsächlich gespannt auf die neueste Veröffentlichung, obwohl ich es eigentlich hätte besser wissen müssen. Mehr oder weniger haben wir es hier mit diplomatischem Randrauschen zu tun, Dinge die wir entweder schon wußten bzw. vermuteten. Zum anderen sind es Informationen, die auf Einschätzungen vor Ort beruhen, also nicht unbedingt Wahrheiten, aber dennoch erhellend. Den einen oder anderen Historiker in diesem Metier wird diese Informationslage sicherlich erfreuen, umwälzende Fakten wird man wohl mehr im Resort «Top Secret» finden.

Keine Ahnung, wie lange Assange noch den Mythos aufrecht erhalten kann. Es ist gut, wenn Informationen jedweder Natur an die Öffentlichkeit dringen, es ist wichtig, um bestimmte Vorgänge verstehen oder auch einschätzen zu können. Aber der Pathos vor jeder Veröffentlichung, die Geheimniskrämerei, die offen zur Schau getragene Paranoia etc. hinterlassen auf Dauer nur einen Faden Beigeschmack, vor allem wenn danach nicht derart viel kommt.

Und der Spiegel? Nun, der Spiegel ist das selbstdefinierte «Sturmgeschütz der Demokratie», damals, wie auch heute. Warum? Nun, wenn ich von mir behaupte ich sei ein Genie, dann kann dies durchaus stimmen, andererseits benötige ich nur ein hochgradig grenzdebiles Publikum, welches diese Aussage fortwährend postuliert. Et voila, die selbsterfüllende Prophezeiung macht sich auf den Weg. Der Spiegel war schon immer ein Magazin, daß sich verkaufen mußte … mitunter entwickelte sich jedoch deren Publikum weiter und glaubte fortan nicht mehr die Mär vom «demokratischen Sturmgeschütz». Insofern finde ich die Kooperation zwischen Wikileaks und Spiegel durchaus passend, beide sind wie füreinander geschaffen.

In Zukunft also vielleicht weniger «Wikileaks», «Spiegel» und Co., sondern mehr der veröffentlichten Rohdaten ohne schmierigen Pathos :-)

For most of its years Wikileaks attacked journalism as untrustworthy while regularly issuing press releases and complaining of being ignored by the press, now it claims to be journalism for official protection from officials. For most of its years Wilileaks attacked spies as treacherously self-serving, now it voluminously big tweets as a public interest spy service trustworthy for faith-based investment while maintaining paranoid secrecy about its allegedly threatened operations, a spies-like-us signal to its big-brother role model which excells at marketing black magic arts and sciences.

cryptome

Addendum: Auch wenn ich grundsätzlich für jegliches Plus an Information bin, existieren immer zwei Seiten der Medaille: One day, we’ll all hate WikiLeaks. Sollte man ebenso drüber nachdenken …

Ironically, the disclosures made by WikiLeaks might promote access to information, but by doing so, reduce the information that is, in principle, accessible. It will ultimately be counter-productive. Far from making us all equal, the transparency of the internet will push the wielders of power further into the shadows of secrecy and subterfuge.

Update: Wikileaks trotz Botschaftsdepeschen tief in der Krise

Domscheit-Berg und viele weitere frühere Unterstützer planen daher eine Neugründung des Projekts, dieses Mal allerdings mit klaren Strukturen und dezentralem Aufbau. Nicht mehr nur eine Gruppe soll den Datenfluss steuern. «Diese Macht» dürfe es künftig nicht mehr geben, meint Domscheit-Berg.

Erstveröffentlichung: akephalos

Bild: Wikimedia Commons, «les petits secrets», Public Domain

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Post aus Las Vegas

Ich freue mich ja immer wieder auf Snail Mail und erst recht von guten Freunden wie phoibos. Grüße zurück nach Las Vegas und viel Spaß weiterhin :-)

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Barack Obama erhält Friedensnobelpreis — und das ist auch gut so

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White House

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Barack Obama als Sozialist und Joker

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Der regelmäßige F!XMBR-Leser weiß, dass ich Barack Obama sehr positiv gegenüberstehe. Ob er dieses Vertrauen rechtfertigt, wird sich noch zeigen. Eines hat er bereits geschafft: Die (westliche) Welt fasst wieder Vertrauen in die USA — und das ist immens wichtig, müssen die Vereinigten Staaten von Amerika als letzte westliche Weltmacht das Gleichgewicht zwischen den verbliebenen Ostblockstaaten, dem Nahen Osten und dem Westen wahren. Selbstverständlich gibt es auch innerhalb der USA Kritik an Barack Obama — Berichte über die Rechtskonservativen erreichen uns in aller Regelmäßigkeit. Diese schlägt nun wieder einmal zurück — in der Art, wie Barack Obama ins Weiße Haus eingezogen ist: per Streetart. Die zum Kult avancierte Postkarte Hope hat mittlerweile einen ähnlichen Status erreicht wie Andy Warhols Marilyn. Barack Obama wird nun als Sozialist verunglimpft — ein Vorwurf, den einen amerikanischen Präsidenten nicht härter treffen kann.

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Macht

Ich mag es unheimlich, mich durch den flickr-Stream des Weißen Hauses zu klicken. Natürlich ist mir bewusst, dass auch hier jedes Foto explizit zur Veröffentlichung ausgewählt wurde. Nichtsdestotrotz — man stelle sich mal ein ähnliches Projekt mit Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier vor. Das könnte man nun wirklich nicht aushalten. 😉

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100 Tage

100 Tage ist Barack Obama nun Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Und auch wenn einige Leute bereits nach einer Woche gefragt haben, warum es noch keinen Weltfrieden gibt und warum die Straßen noch nicht vergoldet sind, so kann sich seine Bilanz durchaus sehen lassen. Er hat mehr erreicht, als viele seiner Vorgänger in deren gesamten Amtszeit. Die Krönung in diesen Tagen war der Übertritt des Republikaners Arlen Specter in das Lager der Demokraten. Damit haben die Demokraten sehr wahrscheinlich eine 60-Stimmen-Mehrheit im Senat, können so eine Blockade der Opposition verhindern, das Filibuster.

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