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FORSA und die Zahlen

MerkelWie schon das eine oder andere Mal angedeutet und auch von Chat Atkins nochmal dargestellt, muss man mit den Zahlen von FORSA sehr vorsichtig umgehen. Alle anderen Umfrageinstitute sehen für die SPD zur Zeit 5% mehr auf dem Konto, Allensbach sieht die ehemalige Volkspartei sogar bei knapp 30%. FORSA selbst wird immer eine gewollte politische Aussage der eigenen Zahlen verneinen, ebenso wird natürlich die Tatsache, dass FORSA-Chef Güllner ein guter Freund von Gerhard Schröder ist und seit geraumer Zeit keine Aufträge mehr aus dem Willy-Brand-Haus bekommt, nichts damit zu tun haben, dass die Werte der SPD bei FORSA grundsätzlich in den letzten Monaten, Jahren so schlecht sind. FORSA wendet andere wissenschaftliche Kriterien an, wie der Rest der Kaffeesatzleser Umfrageinstitute. Schauen wir uns mal ein paar Vorhersagen und die tatsächlichen Ergebnisse genauer an:

Partei Bundestagswahl 2005
Ergebnis FORSA Allensbach Emnid
CDU/CSU 35,2% 41–43% 41,5% 42,0%
SPD 34,2% 32–34% 32,5% 33,5%
Grüne 8,1% 6–7% 7,0% 7,0%
FDP 9,8% 7–8% 8,0% 6,5%
Linke 8,7% 7–8% 8,5% 8,0%

Die Bundestagswahl wird als das große Desaster für alle Umfrageinstitute in die Geschichte eingehen. Alle sahen die Union weit vorne, noch kurz vor der Wahl sah es überall nach einer Schwarz-Gelben Regierung aus — hier nun FORSA besonders einen Vorwurf zu machen, hält dem Vergleich nicht stand. Zumal ja hier noch Gerhard mit am Ruder war.

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