Fragt Cem nebenan auf der Sprechblase. Google dürfte, gerade in heutiger Zeit, das einzige Unternehmen sein, welches sich das Spielzeug Twitter leisten kann. Risikokapital hat Twitter zwar gerade erst eingenommen – ein Geschäftsmodell hat man aber nicht in der Schublade. Ich persönlich sehe auch kein Geschäftsmodell. Die Diskussionen hier und da verfolge ich laut lachend. Es läuft immer wieder auf die selben Ideen heraus: Premium Accounts, Werbung, etc. pp. Und wenn das Überhand nehmen sollte, wird der Monopolist schnell seine Marktstellung verlieren – bessere Alternativen stehen bereit, gerade für Unternehmen, für geschlossene Systeme. Google wird das natürlich wissen. Bleibt die Frage, ob sich Google Twitter wie YouTube ohne Idee eines Geschäftsmodelles leisten wird. Bei YouTube suchen Horden von Google-Angestellten auch nach einem Geschäftsmodell – und finden es nicht. Sollte Google wirklich Twitter übernehmen, dann ausschließlich wegen dem eigenen Renommee und dem Ziel, Web-Monopolist zu werden. Ich denke nicht, dass Google sich nach YouTube noch einmal verkaufen wird. Aus Erfahrung wird man klug. Harte Zeiten liegen auch vor Google – und die Web-2.0-Blähungen in Form von 140 Zeichen lassen sich nicht wirklich refinanzieren…
Schlagwort ‘Twitter‘
Der Vollständigkeit halber
Das Abendblatt hat heute einen per Google recherchierten Twitter-Artikel veröffentlicht. Online wie auch Print.
Und Chris meint: «Twitter ist der Höhepunkt des Seelenstriptease — welcher Twitterer will denn noch ernsthaft um die Privatsphäre kämpfen oder für den Datenschutz eintreten, wenn er selber weitaus mehr in die Welt bläst, als Schäuble, Bush & Co. jemals wissen wollen?»
Twestival am Donnerstag hier in Hamburg
Ich mache es kurz und schmerzlos: Am Donnerstag finden weltweit Charity-Veranstaltungen zugunsten Charity:Water statt. Da das ganze mit der Zeit gehen soll, wird es halt per Twitter verpackt und nennt sich Twestival. In Hamburg wird das Twestival von zeniscalm organisiert und findet in der Zeit von 19.00h bis 00.00h in der Koppel 66 statt. Wer mich kennt, weiß, dass ich über den Twitter-Hype eher schmunzeln muss – nichtsdestotrotz habe ich mich angemeldet, ist der Gedanke dahinter doch eine gute Sache. Ich freue mich zudem auf das eine oder andere Gespräch. Wer auch kommen möchte, gerne.
Wir haben uns dazu entschlossen den Benefiz-Beitrag von 5€ wird vor Ort zu sammeln, da wir auch Gäste erwarten, die spontan zu uns stoßen. Natürlich werden die Einnahmen trotzdem zu 100% gespendet. Vor Ort gibt es dann Getränke (Bier /Softdrinks etc.) für 2€, wovon jeweils 1 € gespendet wird.
Twhirl 0.9 veröffentlicht
Das Seesmic-Team hat heute Twhirl 0.9 veröffentlicht. Unter Identi.ca funktionieren nun die privaten Nachrichten oder auch die Favoriten. Ein weiterer großer Schritt für Twhirl. Der Client begeistert immer mehr. Im Einzelnen:
Zitat des Tages: Microblogging
For me, Twitter remains a place for casual information. For me, a tweet is still a note I tie to a balloon, which I let go and think, “Who is going to read that one?” Sometimes I look and see where it ended up, sometimes I don’t.
Die beste Definition von Microblogging bisher und den gesamten Text betrachtet (mit einigen winzigen Ausnahmen) auch treffend für identi.ca.
Twhirl – Nicht nur ein Identi.ca-Client
Lange habe ich für Identi.ca das Firefox-Plugin Identifox genutzt. Auf der MBC09 habe ich dann @marcokaiser erlebt – und da musste ich mir mal seinen Identi.ca-Client Twhirl genauer anschauen. Marco ist der Macher von Twhirl, hat Anfang 2008 Twhirl an Seesmic verkauft, arbeitet jetzt aber noch mit vollem Herzen an dem Projekt. Marco ist ein ähnlich verrückter Kerl wie @Evan – bei beiden merkt man, dass da mehr im Kopf ist als die typische Web 2.0-Jubelperserei. Die beiden auf einem Panel zu erleben ist ein echtes Highlight. Ein großer Spaß, sehr viele Informationen und tiefgründige Gedanken. Die aktuelle Version 0.8.7 setzt Adobe Air voraus, läuft demensprechend plattformunabhängig und unterstützt neben Identi.ca ebenso die kleineren Projekte
Twitter, Friendfeed, Seesmic und andere Dienste, die auf Laconica basieren, wie zum Beispiel bleeper.de. Die Konfiguration ist selbsterklärend:
Thorsten Schäfer-Gümbel, die SPD und das mit der Glaubwürdigkeit
Als wenn ich es geahnt hätte. Vor zwei Tagen habe ich mich per Identi.ca wie folgt geäußert: Schäfer-Gümbel: Seit der Hessen-Wahl 3 (in Worten: drei) Tweets. Echt jetzt, das war alles total authentisch und kein Werbegag. Und wie auf Bestellung wird genau das bestätigt, was schon lange vermutet wurde – zumindest in Kreisen derer, die nachdenken: Der Web 2.0-Star der Politik — Thorsten Schäfer-Gümbel — lässt twittern. Ein Stern fällt vom Himmel – und reiht sich in die Reihe derer, die Hessen zu einem Tollhaus haben verkommen lassen. Wenn ein Politiker in heutiger Zeit perfekt zu Hessen passt, dann ist es Thorsten Schäfer-Gümbel. Ich hoffe ja wirklich, dass so mancher Web 2.0-Gläubige nun vielleicht doch einmal darüber nachdenkt, dass der Inhalt eventuell doch wichtiger ist, als das Medium. Die Web 2.0-Junkies Deutschlands sind ihm gefolgt, wie die Jünger Jesus Christus gefolgt sind. Der Unterschied jedoch: Jesus Christus hat sich für seine Jünger geopfert und Thorsten Schäfer-Gümbel schickt seine PR-Agentur vor. Was ist passiert?
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MBC09 – Nachbetrachtung #5
Kennt wer noch Herrn Angelo aus der Nescafé-Werbung? Niemand konnte je so gut Ich ´abe gar kein Auto in die Kameras säuseln. Bis zu diesem Wochenende. Da kam Chris. *g* Ich weiß gar nicht, wie oft ich nach meinem Twitter-Account gefragt wurde – und geantwortet habe: Ich ´abe gar keinen Twitter-Account. Die Verwunderung war immer groß – auch wenn mein Zusatz, aber einen Identi.ca-Account dann zur Kenntnis genommen wurde. Einer der meistgelesenen Artikel auf F!XMBR ist hier zu finden – Mama Google sei Dank. Natürlich könnte man den Artikel mittlerweile löschen – es war ein kleiner Rant, nicht mehr und nicht weniger. Vom Grundprinzip her ist die Kritik selbstverständlich richtig – auch wenn ich mittlerweile einige Punkte differenzierter sehe. Der Rant bleibt online, allein um die ganzen Reaktionen weiter zu beobachten. So mancher Web 2.0-Geselle zeigt da sein wahres Gesicht und lässt die Maske fallen. Natürlich könnte ich mir auf Twitter einen Account zulegen und parallel meine Nachrichten auch dort veröffentlichen. Das werde ich aber aus guten Gründen weiterhin nicht tun.
Twitterlesung und das Zitat des Tages von Frau Schnutinger

In Zeiten, wo jeder Hype zum Geschäft gemacht werden soll, die Bezeichnung linker Neoliberalismus schon fast an die Bezeichnung national-sozial erinnert, sind die Worte der guten Frau Schnutinger ein wahre Wohltat.
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Twitter: cool again?
Über Twitter, welches sich selbst als Geschnatter sieht, wurde schon viel geschrieben: Kritik, Humor, Relativierung, Selbstversuche etc. pp. Ab und an schaue ich gar in ein paar Kanäle hinein, die da im Prinzip nur minütlich feine Links liefern. Aber wie dem auch sei, vielleicht ist das ganze auch irgendwie zu bunt, zu Web 2.0? Wenn ich beispielsweise irgendetwas in Web2-Manier angepriesen sehe bin ich in der Regel schon knapp 50% dagegen *g*, dagegen zieht mich das Informationsextrakt, KISS oder das Zen des Webs geradezu magisch an. Vielleicht wäre Twitter für die Konsole eben dieser Ansatz, um Twitter auch in den Reihen der Hardcore-Nerds zu etablieren? Twitter nutzen in der Konsole mit Twitter Command-Line Client.






