Schlagwort ‘TV‘

Dallas

Ja, auch ich habe damals Dallas geschaut. Und wenn die Jüngeren unter Euch nun lachen — wir hatten damals nur ARD, ZDF und das Ditte. Aber Schluss mit den Rechtfertigungen — wir haben es damals geschaut, weil es einfach geil war und weil Larry Hagmann mir J.R. Ewing den wahrscheinlich sympathischsten Unsympathen der achtziger Jahre geschaffen hat.

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Kirch lässt grüßen

Die Vereine der Fußball Bundesliga freuen sich über den den neuen TV-Deal mit Sky und der ARD. Rund 2,5 Mrd. Euro sollen in den nächsten Jahren in die Kassen der Clubs fließen. Die Champagnerkorken knallen, Spiegel Online fabuliert gar davon, dass demnächst «extrem teure Mega-Stars» in Deutschland spielen werden. Ein böses Erwachen scheint hier vorprogrammiert.

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Panorama stellt komplettes Archiv online

Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man sagt, dass Panorama eines der wichtigsten Politmagazine überhaupt ist und für viele andere Magazine Vorbild ist. Seit 50 Jahren decken die Reporter und Journalisten von Panorama investigativ auf und legen sich mit den Mächtigen unserer Republik an, Filbinger, Stoltenberg und Maschmeyer sind nur wenige Namen. Zum 50. Geburtstag hat sich Panorama etwas Besonderes einfallen lassen: Das komplette Archiv steht online und kann abgerufen werden.

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Warum die Simpsons immer noch die Besten sind

In Folge 20 der 22 Staffel kam es, wie es irgendwann einmal kommen musste: Millhouse bekam eine neue Freundin, die nicht Lisa Simpsons hieß. Die Stimme lieh Millhouse’ Eroberung dabei die US-amerikanische Schauspielerin Kristen Schaal und wurde selbstverständlich im Abspann gewürdigt:

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F!XMBR exklusiv: Was der Terrorfürst Osama bin Laden wirklich im TV schaute

F!XMBR sind exklusiv Screenshots aus den Videos zugespielt worden, die Osama bin Laden zeigen, wie er in seinem Versteck in Abbottabad Fernsehen geschaut hat. Es ist uns anonym zugesichert worden, dass diese Bilder nicht — wie bei den etablierten Medien zu sehen — von den amerikanischen Sicherheitsbehörden verfremdet wurden.

Osama bin Laden hat sich über die Gefahren im Internet aufgeklärt:

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News!

Ein Abgesang auf TV-News, bei denen der Zuschauer in der Regel danach ebenso schlau ist wie zuvor. Man kann sich zwar einbilden, dies sei in Deutschland anders, andererseits spricht dies auch nur für die anhaltende Wirkung stetigen TV-Konsums. Von Darcy Prendergast.

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Krimi 2.0 – Über das Ende eines Projekts

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Bild: Daniel Y. Go | CC-Lizenz

Der Schauspieler Michael Jäger war mir bisher entfernt aus dem Marienhof bekannt. Auf Identi.ca jedoch erschien er durch Retweets von Twitter immer wieder auf meiner Timeline. Michael hat sich sehr gegen Ursula von der Leyen und die Netzsperren engagiert und hat der Bewegung ein weiteres bekanntes Gesicht gegeben. Ich folgte ihm dann auf Twitter, er folgte mir, es wurde gemeinsam gegen Zensursula gewettert, der Lauterer Michael Jäger und der alte Osnabrücker Chris freuten sich über die Auslosung zur ersten Runde des DFB-Pokals, wir stritten uns kurz bei der Bundespräsidentenwahl, sprich: Michael Jäger war für mich nicht mehr der Schauspieler, den ich aus dem TV kannte, sondern eine belebende Größe in meiner Timeline. Sein Blog habe ich in meinem Feedreader  — insbesondere die Geschichten rund um Frau Huber waren schlicht grandios, mitten aus dem Leben gegriffen. Frau Huber wird jetzt von oben schauen und die Daumen drücken.

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Der innere Reichsparteitag des ZDF #2

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Es kommt selten vor, dass ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft zur Nebensache gerät, wenn in der Halbzeitpause die Moderatoren vor die Kameras treten und die Zeit überbrücken müssen. Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn plauderten heute in der Halbzeitpause unsere Mannchaft gegen die Australier über das Tor Miroslav Kloses. Dem im Vorfeld der WM stark kritisierten Spieler muss nach seinem Tor ein Stein vom Herzen gefallen sein. So hätte es man zumindest ausdrücken können. Katrin Müller-Hohenstein wählte eine andere Formulierung: Für Miro Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst. Selten hat man in der Folgezeit Twitter so sprachlos gesehen, in den meisten Fällen folgte erst einmal die Rückfrage, ob man das denn richtig verstanden hätte.

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der «innere Reichsparteitag» des ZDF

Redewendungen, die im Dritten Reich gängig waren und heute noch in der Umgangssprache weiterleben finden nicht nur über eines der reichweitenstärkste Fernsehformat einen Weg in den öffentlichen Sprachgebrauch, sondern werden auch noch als einfache Redewendung entschuldigt[…]

Reichsparteitagmärchen im ZDF

Als Historiker ist man ja vielerlei Geschichtsklitterung in den Öffentlich-Rechtlichen gewohnt, insbesondere bei diesen Spezialexperten des ZDF, gemeinhin ist dies jedoch entschuldigt, wenn größtenteils Laien oder gar Historiker, unter der Führung von Laien, angehalten werden eine größtmögliche Abstraktion zu wirken. In diesem Fall jedoch, wenn von einem inneren Reichsparteitag die Rede ist, muß man sich natürlich fragen, welche Qualitätskriterien überhaupt noch beim ZDF wirken?

Wenn man sich darüber hinaus auch noch dazu entblödet, diesen anfänglich augenscheinlichen Fauxpas zu rechtfertigen als heute übliche Redewendung, dann jedoch muß man sich doch eines Fragen: sieht man mit dem Zweiten tatsächlich besser? Eine historisch-politische Bildung sollte man sich jedenfalls anderswo suchen — nicht beim ZDF und am besten auch überhaupt erst nicht im Fernsehen.

Meiner Meinung nach kein Sturm im Wasserglas, sondern Zeichen für eine unverantwortliche laissez-faire-Attitüde, die Einzug in unsere Gesellschaft gehalten hat.

Update:

Immerhin reagierte hernach endlich auch der Sender. Schadenbegrenzung eben. ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz: »Es war eine sprachliche Entgleisung im Eifer der Halbzeitpause. Wir haben mit Katrin Müller-Hohenstein gesprochen, sie bedauert die Formulierung. Es wird nicht wieder vorkommen.«

Im Eifer dieser Zeilen: Wie zur Hölle fühlt sich so etwas eigentlich an? Ein innerer Reichsparteitag?

via 11 Freunde

Update 2:

Für mich ist das eine alltägliche Redewendung, um einen besonderen Triumph zu beschreiben, ein Gefühl von Schadenfreude oder die Genugtuung, es allen gezeigt zu haben.

Schreibt der Journalist, der auf seinem BILD-Blog nicht nur legitime Kritik übt, sondern auch allerlei Spitzfindigkeiten nachgeht. Also doch nur eine Fehde mit Axel Springer und keine exemplarische Medienkritik wie von mir naiverweise vermutet? Ich hakte auch gleich mal bei einem Bekannten in einer demokratisch gesinnten Burschenschaft nach, weil die haben es da mit vielerlei Traditionen, aber ein innerer Reichsparteitag ist auch dort kein übliches Sprachgut.

Stefan Niggemeier

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Realität und Wirklichkeit

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Schlag den Raab

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Ich gebe zu, ich mag den guten Herrn Raab. Schon als er seine Raabigramme gesungen hat, habe ich herzhaft über ihn gelacht. Er ist meine Generation, er ist einfach ein Macher, der sich immer und immer wieder die verrücktesten Dinge einfallen lässt. Und wenn aus seinen Sendungen dann Dauerwerbesendungen werden, spielt er selbst damit. Heute Abend läuft mal wieder Schlag den Raab — eine Sendung, ein riesen Erfolg, die bereits in alle Herrenländer verkauft wurde. Die Sendung lebt davon, dass sich das Publikum mit dem Underdog, dem Kandidaten, solidarisiert, und dass dieser dann den Raab schlägt. Heute ist dies nicht der Fall.

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