Schlagwort ‘Terror‘

25C3: Fnord News Show 2008

Das wird dieses Jahr ein apokalyptischer Fnord-Rückblick inklusive Georgien-Krieg und Finanzkrise. Wir versuchen, die Geschehnisse in eine Art Mega-Verschwörungstheorie zu weben, sodass eine Gruppe (oder vielleicht zwei oder drei) an allem schuld sind.

25C3

Es bleibt mir (wieder) nur, viel Spaß zu wünschen. Die ultimative Show mit dem grandiosen Felix von Leitner, manchem Leser vielleicht als Fefe besser bekannt, und Frank Rieger, der im Geekheim sein Unwesen treibt. Fein, sehr fein, wenn man sich selbst nicht immer allzu ernst nimmt… 😉

Have phun… 😀

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Taj Mahal

Taj Mahal
A. www.viajar24h.com
| CC-Lizenz

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Mumbai

Mumbai
Humayunn N A Peerzaada | CC-Lizenz

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Der politische Gefangene Christian Klar…

RAFwird aus der Haft entlassen. Ich will seine Taten und Morde ganz bestimmt nicht gut reden oder verharmlosen. Jedoch war gerade die öffentliche Diskussion um Christian Klar jederzeit von ideologischer Verblendung gekennzeichnet. Wenn illustre Gestalten wie Guido Westerwelle, Günther Beckstein oder Markus Söder ein klares Schuldbekenntnis forderten, eindeutige Geständnisse in noch ungelösten Fällen, dann muss man fragen, inwieweit die Herrschaften glauben, sie leben in einer Bananenrepublik. Christian Klar sass 26 Jahre im Gefängnis. Wegen Mordes und Terrorismus sass er dort zurecht. In den letzten Jahren jedoch war er einer der letzten politischen Gefangenen der Bundesrepublik Deutschland. Ein Staat, der gerade in Extremsituationen immer wieder seine hässliche Fratze zeigt.

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Das Ermächtigungsgesetz des Bundesinnenministers

Sollte Ihr demnächst vorhaben, zu demonstrieren — überlegt es Euch gut. Wie mittlerweile bekannt sein sollte, soll demnächst die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden. Wenn man, wie es Burkhard Hirsch getan hat, die Verfassungsänderung in normales Deutsch übersetzt, bleibt nichts anderes als ein Ermächtigungsgesetz für den Bundesinnenminister. Vorbei am Parlament und am Verteidigungsausschuss kann der Bundesinnenminister zukünftig seine Privatarmee einsetzen. Das muss nicht der Terrorismus sein — das kann auch eine Demonstration in Berlin gegen den ausufernden Überwachungsstaat sein.

Es kommt weder darauf an, wie sicher sich der Minister ist, noch ob er meint, das Unglück werde sich aus einer ihm unverständlichen Demonstration gegen ein politisches Top-Ereignis entwickeln, ob der Unglücksfall das Leben von Menschen bedroht, oder wie viele Menschen er durch den Einsatz militärischer Mittel gefährdet […] Das ist der eigentliche Trick des Vorschlags: Während die Polizei an das Polizeirecht gebunden ist […] gibt es solche Bestimmungen für die Bundeswehr im Inland nicht. Der Minister war schon erstaunt, […] dass er nach einem Abschuss eines Passagierflugzeugs wegen Totschlags vor einem Schwurgericht landen könnte. Nun will er zur freien Hand ermächtigt werden.

dieGesellschafter — Burkhard Hirsch: Nothelfer Bundeswehr?

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Der Terror lässt noch ein wenig auf sich warten

Erinnert sich noch wer an den grandiosen Schlag gegen den Terror, nachdem 2 angeblich Verdächtige am Kölner Flughafen festgenommen wurden? Der Terror ist bei uns angekommen, lautete nur eine Überschrift der etablierten Medien. Jens hatte hier die ganze Farce schon zusammengefasst. Nachdem der Anwalt der angeblich Verdächtigen nach Akteneinsicht eine zehnseitige Haftbeschwerde eingelegt hat, kam die beiden Tötungsmaschinen Terroristen Verdächtigen Reisenden nun wieder frei. Ein angeblicher Abschiedsbrief, der sich als Liebesbrief entpuppte, unvollständige SMS, die das Wort Paradies beinhalteten, sich aber auch auf den Trennungsschmerz des einen Reisenden bezog, reichen mittlerweile aus um in Deutschland als Terrorist in einem Flugzeug festgenommen zu werden. Ein Liebesbrief, ein paar SMS, die aufbauen sollen, machen aus 2 jungen Herren Terroristen. Dieses Land mit seinen Führungskräften macht mir immer mehr Angst.

Etwa, dass ein im Reisegepäck gefundenes Schriftstück, das zunächst als Abschiedsbrief gewertet worden war, sich dann aber als Liebesbrief entpuppte, nicht einmal im Haftbefehl aufgeführt wurde. Auch die darin erwähnten Kurznachrichten, die die beiden Verdächtigen sich kurz vor dem Abflug zugeschickt haben sollen, seien nur unvollständig vorhanden gewesen.

Es dürften wohl vor allem diese Mitteilungen gewesen sein, die die Behörden derart beunruhigten, dass sie einschritten, bevor das Flugzeug abgehoben war. Denn in den SMS fand sich das Wort «Paradies». Doch ein versteckter Hinweis auf einen Terroranschlag sei darin schwerlich zu erkennen gewesen, betont Günal. So habe einer der beiden Männer lediglich den Abschiedsschmerz des anderen lindern wollen, indem er diesem per Kurzmittleilung schrieb, er werde seine Freundin doch spätestens im Paradies wieder sehen. «Das sollte als Indiz für einen bevorstehenden Terroranschlag reichen?»

taz — Terrorverdächtige aus Haft entlassen

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Podcast des Tages: SR 2 — Fragen an den Autor, Heribert Prantl — Der Terrorist als Gesetzgeber vom 21.09.08

PodcastWie der Zufall so spielt, habe ich gerade vor ein paar Tagen das Buch Der Terrorist als Gesetzgeber. Wie man mit Angst Politik macht von Heribert Prantl durchgelesen. Wie schon bei Peter Schaar — Das Ende der Privatsphäre: Der Weg in die Überwachungsgesellschaft war für den interessierte und kundigen Leser kaum etwas Neues dabei. Die Argumentationen und Sachverhalte wurden noch einmal ins Gedächtnis gerufen, an der einen oder anderen Stelle die Kenntnisse vertieft — wer aber für Datenschutz und Privatsphäre eintritt, sich mit der Thematik befasst, wer die Texte Heribert Prantl’s in der SZ verfolgt, für den hält das Buch kaum eine Überraschung bereit. Mit einer Einschränkung — und dass dieser Text, auf den er sich bezieht, leider nicht online in deutscher oder englischer Sprache auffindbar ist, ist umso tragischer: Osservazioni sulla tortura heißt die Streitschrift gegen die Folter von Pietro Vierri, die dieser im 18. Jahrhundert veröffentlichte.1 Prantl sieht erschreckende Parallelen zwischen damals und heute — damals war es die Angst vor der Pest, heute ist es die Angst vor dem Terrorismus. Damals wie heute reichte ein bloßer Verdacht und die Panik bricht los. Über Jahrhunderte wurde Folter von den sogenannten zivilisierten Ländern verachtet — heute sprechen diverse Kreise von einer Pflicht zur Folter, wenn man dadurch zum Beispiel Leben retten kann. Heribert Prantl hat am Wochenende Jürgen Albers Rede und Antwort gestanden.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

  1. Italiener hier? Hat wer Lust und Interesse, den Text zu übersetzen? []

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Terrorism: if you suspect it, report it

Klick für höhere Auflösung!

flickr, creative commons, via boingboing

Today I spotted this sign at a Tesco’s grocery store in Islington, London — it might just be the single stupidest salvo in the war on terror to date, courtesy of the London Metropolitan Police.

Wie man dem Plakat entnehmen kann, können Terroristen überall in Erscheinung treten, Überall! Drum ist es für die britische Polizei nicht mehr als recht und billig die Paranoia zu schüren, indem sie diesen Gedanken auch in den Hirnwindungen der Bevölkerung verankert. Denunziantentum ist immer eine gute Sache, im Fall der Fälle hagelt es Fehlalarme und vielleicht lyncht der Mob auch jemanden vor Ort und Stelle. Nicht auszudenken wenn die Sturmtruppen gar höchstselbst kurzschlußerprobt handeln mittels shot to kill–Order. brainfuck!

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Schenkelklopfer des Tages: Schäuble

[…]hält dagegen staatlich erhobene und gespeicherte Daten für «sicherer als die Daten, die im privaten, nicht-öffentlichen Bereich umlaufen. Sie sind auch sicherer als in anderen europäischen Ländern», so der Unionspolitiker.

golem

Natürlich Schäuble wieder einmal, fehlt nur noch die wankelmütige Zypries die in den Tenor einstimmt. In aller Kürze wiederholte Schäuble stoisch sein Propaganda-Gewäsch bestehend aus Daten sind sicher, Bürger soll selbst acht geben und es muß eigentlich nichts gemacht werden. Ich bin es müde hier all die gegenteiligen Beispiele zu verlinken, diese sind Legion und en masse auf dieser Publikation einlesbar bzw. auf zahllosen anderen quer durchs WWW. Nächste Woche wird dann zum Stelldichein mit den anderen Datenakquisiteuren geladen, um diese zu beschwichtigen und mittels politischen Geschenken gefälliger zu machen. Business as usual, die Empörung ist wohl erst dann wieder groß, wenn unsere Kanzlerin in recht privaten Gefilden fotografiert/gefilmt wird.

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Terror als Ursache für viele Dinge

Untersucht würden erstmals per computer-unterstützter Textanalyse die Inhalte von rund 10 000 Gesetzesinitiativen von Regierungen. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich auf die Zeit vor und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA — insgesamt 15 Jahre.

SZ

Untersucht werden soll ob und wie mittels Terror legtimierte legislative Vorstöße umgesetzt wurden. Nun besser wäre es wohl in den 60ern zu beginnen, um das ganze Ausmaß, welches bis heute nachwirkt, zu erfassen. Zudem sollte dies selbst ohne Wortvergleich zumindest jedem Historiker der sich mit den jüngsten, respektive jüngeren Ereignissen beschäftigt unlängst ein Begriff sein. Wir vermuten, dass die Regierungen unpopuläre Anti-Terrormaßnahmen gerne mit politischen Verpflichtungen gegenüber der EU rechtfertigen. Was soll also der exakte Vergleich bringen? Der Computer gibt hierbei allenfalls einen Anhaltspunkt, welcher jedoch auch ohne diesen längst offenbar ist. Der Vater des Gedankens wird selten mittels identischen Inhalten offeriert, sondern durchschritt in der Regel eine langwierige Katalyse.

Es passiert jetzt, die Beweise durchziehen die Gesellschaft in Form mannigfaltiger Kolateralschäden. Wissenschaftler jedweder couleur, diverse Bürger haben die Zeichen der Zeit seit Jahren erkannt und trommeln dagegen. Gerät diese Arbeit also ob der technischen Finesse letztendlich nur zur Kür, welche das eigene wissenschaftliche Ego stählt? Alleine die in den Raum gestellte Frage, die mittels technischer Spielereien bewiesen werden soll, führt Legionen ernsthafter Anliegen die den Beweis antraten und fortwährend antreten indirekt ad absurdum. Es ist eine Zahlenspielerei, welche man letztendlich so oder so interpretieren kann und auch wird.

Die Ansprüche sind ehrenwert, der Zweck der Übung jedoch mehr als fragwürdig — da die Praktiken offenbar sind. Oder wurde man sich jetzt erst der desolaten Lage bewußt, weil vielleicht bisher die Excel-Charts fehlten? Geht der Wissenschaft so langsam das analytische Denken verlustig und weicht somit einem Computer-gestützten Kalkül? Ich bin wahrscheinlich der letzte der nicht dankbar ist bezüglich jeden Hinweises auf diese seit Jahrzehnten andauernde Zurechtstutzung von Demokratie und Freiheit, aber hier entzieht sich mir der direkte Nutzen. Etwas polemisiert ausgedrückt, ein word-count sagt auch nichts über die inhaltlichen Qualitäten eines Textes aus.

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Förderung der Vorbereitung terroristischer Handlungen

So nett umschreibt die Telekom den Vertrieb von anonymisierten SIM-Karten und mahnte auch just entsprechende Firma ab, die sich logischerweise nicht gegen den monopolartig organisierten Branchen-Primus vor dem Kadi erwehren kann. Interessant ist jedoch, das gerade unsere Telekom hier sich einer derartigen Argumentation befleißigt. Wie wir wissen ist dies jene Telekom, die es mit den Daten ihrer Mitarbeiter und auch Kunden nicht so wirklich genau nimmt und u.a. dabei mithalf nicht nur das Sommerloch zu stopfen, sondern die berühmt, berüchtigte Spitze des Eisbergs feilzubieten. Eine Spitze die den Blick auf einen quasi nicht vorhandenen Datenschutz freilegt, sowie das Fehlen jeglichen Unrechtbewußtseins in deutschen Führungsetagen. Und eben jener Branchen-Primus kontert nun mit Recht und Gesetz und befleißigt sich einer Schäubleschen Tristesse. Wer kann, der wird wohl … nämlich Fersengeld geben und zum nächstgelegenen ISP der Wahl wechseln, die Zahlen sprechen seit Jahren für sich. Wer kann der geht und wer sich bisher noch nicht so recht im Klaren darüber war, wird wohl von der jüngst offerierten Öffentlichkeitsarbeit des rosa Riesen mehr als überzeugt sein :-)

via Golem

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