Ihre Stellenanzeige in der Coupé hat mich sehr angesprochen, da sie meinen Fähigkeiten und Kenntnissen genau entspricht. Sie suchen einen sexuell aktiven Teamplayer, der die Fremdsprachen Französisch, Spanisch und andere beherrscht? Orale Stärken runden das Profil Ihres neuen Mitarbeiters ab? Meine Teamfähigkeit habe ich in vielen Beziehungen bewiesen, selbstverständlich bin ich auch in der Lage, selbstständig zu arbeiten und ohne Aufforderung Hand anzulegen. Ob an mich selbst oder an Vorgesetzten, ist dabei unerheblich. Mit meinem umfassenden sexuellen Kenntnissen bin ich ihr neuer Mitarbeiter.
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Liebe Telekom
OpenDNS und andere freie DNS-Server

Ich denke, den meisten F!XMBR-Lesern muss ich nicht erklären, wie man den DNS-Server auf dem eigenen System umstellt. Die heute beschlossene freiwillige und bald folgende gesetzliche Internetzensur ist leicht auszuhebeln. Natürlich werden andere staatliche Überwachungs- und Zensurtechniken folgen. Bis dahin hilft betroffenen Kunden der Zensurprovider nur ein stückweit ziviler Ungehorsam. Mehr kann es nicht sein.
1984 war das Leben auf dem Ponyhof
Heute ist 2009 und unsere Elite hat aus den Misserfolge zweier vergangener Systeme gelernt. George Orwell war ein kleiner Witzbold und Kinderbuchautor gegen das, was heute technisch möglich ist und umgesetzt wird. Das wissen wir nicht erst seit Anne Roth und Andrej Holm.
So geht die Freiheit zugrunde – mit donnerndem Applaus.
(Padme, Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith)
Die Staatsratsvorsitzende Merkel, der VEB Telekom und die Kollektivierung der Commerzbank
extra3 wie immer unschlagbar… (via)
Unsere täglich Telekom zum Wochenende
Die Deutsche Telekom hat eine riesige Sicherheitslücke eingeräumt. Daten von mehr als 30 Millionen Handy-Kunden inklusive ihre Bankdaten konnten von jedem Internet-Rechner der Welt mit Hilfe weniger Benutzerangaben und eines Passwortes abgerufen und manipuliert werden, wie ein Unternehmenssprecher einen Bericht des “Spiegel” bestätigte.
AFP – Telekom gibt riesige Sicherheitslücke zu
Wie war das noch? Das sind die, die nun bei De-Mail mit im Boot sitzen. Das sind die, die schon mal gegen die Bürger und deren Recht auf Anonymität vorgehen. Das sind die, über die ich nicht mehr lachen kann, auf die ich nur noch mit Entsetzen schaue. Das sind die, die die Schwächsten der Schwachen im eigenen Unternehmen mit den Füßen treten. Das sind die, wo der Vorstand offensichtlich die eigenen Mitarbeiter für dumm verkauft. Das sind die, die wohl schon vor einem Jahrzehnt die deutsche Bevölkerung nach Strich und Faden ausgenommen hat. Telekom – das beste Beispiel dafür, wie die Privatisierung eines Unternehmens einem Land, den Menschen und Bürger schadet. Telekom, die machen das – alles.
Das magentafarbene T bekämpft weiterhin massiv die Anonymität und die Bevölkerung dieses Landes
Über den Fall T-Mobile ./. simonym.com hatte ich bereits berichtet. Gegen ein kleines Unternehmen, welches anonyme SIM-Karten zum mobilen Telefonieren angeboten hat, wurde mit aller Macht rechtlich vorgegangen. In der Abmahnung, die T-Mobile an simonym.com geschickt war davon die Rede, dass durch die Veräußerung “anonymer SIM-Karten” missbräuchliches Verhalten, von belästigenden Telefonanrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen, gefördert wird, wenn die Nutzer der SIM-Karten “anonym” bleiben. Nun muss der Höhlenbewohner in Afghanistan schon dafür herhalten, wenn ein ehemaliger Monopolist seine Felle davonschwimmen sieht. Dass anonyme SIM-Karten für viele Menschen in diesem Land lebensnotwendig sein können, beweisen gerade die Vorfälle bei T-Mobile und den angeschlossenen magentafarbenen Funkhäusern. Finanzielle Interessen, und nicht der Terrorismus, so zumindest meine Meinung, haben weit vor dem Schutz des Bürgers, dem berechtigten Interesse der Menschen in diesem Land, anonym zu bleiben, zurückzustehen. Aus dieser Sicht heraus manifestiert sich, dass die Vorfälle rund um den Datenschutz eben keine Einzelfälle, sondern Unternehmensphilosophie bei der Telekom sind. Was in den letzten Wochen bekannt geworden ist, ist wohl nur die Spitze des Eisberges. Es gibt ein nun kleines Update bzgl. simonym.com.
Symbolbild des Wochenendes: T-Mobile

Über die 17.000.000 Kundendaten, die bei T-Mobile verloren gegangen sind, wurde schon an der einen oder anderen Stelle geschrieben. Eigentlich sollte dieser Skandal reichen. Eigentlich. Aber hier geht es ja um das magentafarbene T. Die Frankfurter Rundschau berichtet davon, dass bei T-Mobile – ganz im Sinne des großen Bruders – der eigene Aufsichtsrat ebenso überwacht wurde. Wie aus Konzernkreisen bekannt wurde, hat T-Mobile die Einzelverbindungsnachweise der Aufsichtsräte jahrelang aufbewahrt und nach Personen sortiert in Ordnern abgeheftet. Betroffen sind auch ein halbes Dutzend Arbeitnehmervertreter, denen die geheimen Ordner nun ausgehändigt wurden – so das Blatt. Ob Maybrit Illner weiß, wer früher Chef von T-Mobile war, bevor er zum großen Bruder an die Konzernspitze wechselte? Richtig. Rene Obermann, der brutalstmögliche Aufklärer der Deutschen Telekom. Nachtigall ick hör dir trapsen…
Symbolbild: Gadget Virtuoso unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend.
Die Telekom weiß, was Du letzten Sommer geschrieben hast
Wie oft haben wir in den letzten Monaten über die T-Spitzel der Deutschen Telekom geschrieben? Es lässt sich gar nicht mehr alles verlinken, dann wäre ich allein bis heute Abend mit dem mit dem Suchen der einzelnen Artikel beschäftigt. Und immer, wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, braucht man nur die Zeitung aufzuschlagen. Der bisherige Höhepunkt war die Bespitzelung der Telefonate von DGB-Chef Sommer. Nun stellt sich heraus. dass nicht nur die Telefonate der Gewerkschafter überwacht wurden – auch der E-Mail-Verkehr wurde offensichtlich überwacht, mitgeschnitten und den Telekom-Oberen für Verhandlungen zur Verfügung gestellt. Sicherlich keine schlechte Taktik, mag sich der damalige Telekom-Chef Ricke gedacht haben. Sei darauf vorbereitet, welche Strategie Dein Gegenüber fährt – und Du bist ihm einen Schritt voraus. Zudem verfestigt sich wie immer der Eindruck, die Kleinen fängt man, die Großen lässt man laufen. Wir sind sehr misstrauisch geworden, auch, weil wir zunehmend den Eindruck gewinnen, dass bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bisher nur die kleinen Leute und nicht die Auftraggeber im Fokus stehen – mit diesen Worten wie keine geringere als Herta Däubler-Gmelin zitiert. Telekom – die machen das.
Telekom – die machen das
Wir erinnern uns? Bespitzeln, bespitzeln und nochmals bespitzeln – denkt man an die Telekom, schaut man nur Abgründe. Ob es nun die Verarsche der Kleinaktionäre anno tobak war, die bereitwillige Herausgabe von Kundendaten, die Speicherung von Daten wider legislativer Richtlinien, der asoziale Kahlschlag in den Reihen der Angestellten und die gleichzeitigen Expansionsgelüste, die Abmahnung ob Farbmarke oder der Mißbrauch dank quasi-Monopol gegenüber Kunden und anderen Anbietern, das schlechte Karma ist Legion.
Und hierbei offenbart sich auch der Unterschied zu kleinen bis winzigen Anbietern, die ebenso mal Mist bauen: ein quasi-Monopolist eröffnet in derlei Bereichen völlig neue Dimensionen und kommt dank staatlicher Deckelung im Prinzip auch ungeschoren davon. Das nun auch DGB-Chef Sommer von der Telekom überwacht wurde … jo mei … ich mein ja nur, ist das derart verwunderlich? Verwunderlich ist auch kaum die Ruhe die in den Reihen der Politik gewahrt wird, möchte man doch selbst gerne derart handeln. Verwunderlich jedoch ist die stoische Gelassenheit der Bevölkerung, schließlich verweilt die Majorität alternativlos immer noch bei diesem Verein. Wo erklinkt das Jammern, das doch ob ein paar Cent mehr bei Lebensmitteln1 direkt sibirische Hungersnöte erahnen läßt? Solange es nicht weh tut, und der Verlust von Freiheit scheint den Deutschen nie wirklich geschmerzt zu haben, solange wird auch nie wirklich ein Aufschrei zu vernehmen sein. Ich weiß wirklich nicht was es braucht die Masse zu bewegen …
- ich denke da keineswegs an Leute die tatsächlich bedürftig sind, a la Hartz4 oder weniger [↩]
liebe Telekom
Als ich 97 bei euch das erste mal internettig den Weg bereiten ließ, flutschte noch alles mehr oder weniger gut. Man rief an, sprach mit einer netten Person und alles ging seinen Weg. Einwahlprobleme waren an der Tagesordnung, bei jedem, die Technik spielte da vor Ort halt nicht immer mit. Mit der Zeit kam DSL, anno 2000 war es dann soweit, und mit DSL kamen auch die echten Probleme. Probleme wiederum auch nur technischer Natur, es war eben alles neu und so rasant, doch man konnte einiges verschmerzen, schließlich war man Analog/ISDN-gestählt.
die Telekom schnüffelt weiter
Anders kann man es wohl nicht bezeichnen, wenn der überwachungstechnisch gestählte Telekommunikationsriese mit seiner teils recht seltsamen Rechtsauffassung gesammelte Daten weiterreicht, deren Speicherung normalerweise untersagt ist. Zumindest wenn man denn dem vorläufigen Urteil des BVerfG im März diesen Jahres Folge leistet, in diesem heißt es: Die Übermittlung und Nutzung der von einem Diensteanbieter auf ein Abrufersuchen hin erhobenen Daten sind allerdings in den Fällen nicht zu beschränken, in denen Gegenstand des Ermittlungsverfahrens eine schwere Straftat im Sinne des § 100a Abs. 2 StPO ist, [...]1 Im Umkehrschluß bedeutet dies also, daß Bagatellen nicht Gegestand des Auskunftbegehrens sein dürfen.
Um diesen Passus nun geschickt zu umschiffen, bediente sich die Deutsche Telekom just einer Definition, die in deren Fall schon zu einem Gerichtsverfahren führte: Bei den gelieferten Daten handelt es sich nicht um Verbindungsdaten, sondern um Daten des Fernmelderechnungsdienstes. Zwar ist dies rechtlich möglich, jedoch verstößt wiederum die Speicherung dieser Daten gegen geltendes Datenschutzrecht, wenn es sich denn um eine Flatrate handelt!
Was nützen also Gesetze en masse, ja gar häufige maßregelnde Verordnungen des BVerfG, wenn denn der Gesetzgeber und somit auch dem guten Beispiel folgende ehemalige staatliche Konzerne sich einer ureigenen Interpretation befleißigen und somit im Prinzip doch das Gros dieser Dinge mißachten?
via heise
- Seite 4 der Pressemitteilung Nr 37/2008 [↩]
Förderung der Vorbereitung terroristischer Handlungen
So nett umschreibt die Telekom den Vertrieb von anonymisierten SIM-Karten und mahnte auch just entsprechende Firma ab, die sich logischerweise nicht gegen den monopolartig organisierten Branchen-Primus vor dem Kadi erwehren kann. Interessant ist jedoch, das gerade unsere Telekom hier sich einer derartigen Argumentation befleißigt. Wie wir wissen ist dies jene Telekom, die es mit den Daten ihrer Mitarbeiter und auch Kunden nicht so wirklich genau nimmt und u.a. dabei mithalf nicht nur das Sommerloch zu stopfen, sondern die berühmt, berüchtigte Spitze des Eisbergs feilzubieten. Eine Spitze die den Blick auf einen quasi nicht vorhandenen Datenschutz freilegt, sowie das Fehlen jeglichen Unrechtbewußtseins in deutschen Führungsetagen. Und eben jener Branchen-Primus kontert nun mit Recht und Gesetz und befleißigt sich einer Schäubleschen Tristesse. Wer kann, der wird wohl … nämlich Fersengeld geben und zum nächstgelegenen ISP der Wahl wechseln, die Zahlen sprechen seit Jahren für sich. Wer kann der geht und wer sich bisher noch nicht so recht im Klaren darüber war, wird wohl von der jüngst offerierten Öffentlichkeitsarbeit des rosa Riesen mehr als überzeugt sein
via Golem


