Schlagwort ‘Tagesspiegel‘

ein Manifest, ein Manifest

Zugegeben ich schreibe mich so manches mal ein wenig in Rage, so ein klein wenig zumindest. Gestern beispielsweise war so ein Tag, wenn die selbsterklärte Crème de la Crème der Netcitizens, aka Werber und Journalisten, sich wieder einmal aufmacht für alle die Stimme zu ergreifen, die eben nicht bei drei unterm Tisch sind.

Gestern las ich es noch: vor 10 Jahren, ja da wäre solch ein Manifest der Hit per se gewesen. Heute aber? Heute aber zuckt man mit den Schultern, es ist inzwischen usus sich mit derlei Dingen zu profilieren, der Sturm im Wasserglas wird jedoch nur ob der Initiatoren angeregt, von denen einige schon in diesem Mikrokosmos Bloggosphäre den einen oder anderen Fauxpas landeten. Erwähnenswert wären da Vodafail, Adical und auch ein wenig Glanz und Gloria seitens des online Tagesspiegels.

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Die nackte Angst

Man muss die Frage einfach stellen: Pfeift Holtzbrinck aus dem letzten (finanziellen) Loch? Wie steht es um die Zukunft des ehemals ehrwürdigen Verlages? Regiert dort schon die pure nackte Angst ums Überleben? Ich kann es mir nicht anders vorstellen, wenn ich die Pamphlete lese, die dort mittlerweile wöchentlich das Haus verlassen — natürlich geht es um das abgrundtief böse Internet. Den ersten so genannten Artikel von Adam Soboczynski hatte ich noch unkommentiert gelassen — er beklagt den Hass im Internet auf Intellektuelle. Ich habe selten Dümmeres gelesen. Der Autor hat offensichtlich vor dem Spiegel gestanden und seinen eigenen Hass auf den Internet projiziert und dann seine Zeilen geschrieben. Nicht der Rede wert. Heinrich Wefing war dann der nächste, der einmal so richtig draufhauen durfte. Oliver und meine Wenigkeit haben das entsprechend gewürdigt. Ich dachte zuerst die gehen jetzt bei der Zeit mit diesen Tiraden in Serie, so Oliver noch lachend in den Kommentaren. Wenn er da gewusst hätte, wie recht er damit haben sollte. Gestern durfte dann Kulturchef Jens Jessen in die Tasten hauen — und spricht dem Internet die Demokratie ab.

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Warum Journalisten kaum noch Journalisten sind

Die PR-Maschinerie läuft. Holtzbrinck hat heute bekannt gegeben, ZEIT Digital zu gründen. Dem neuen Unternehmen werden in Zukunft ZEIT ONLINE, tagesspiegel.de und zoomer.de angehören. Nach den PR-Desaster von Gruner & Jahr, hat sich Holtzbrinck nun besser angestellt. Kein sogenannter Journalist nennt es, was es wirklich ist:

Zentralredaktion

Wie man aus Mist – Zentralredaktion – Gold machen kann, beherrschen die PR-Mitarbeiter von Holtzbrinck sehr gut. Die Gründung von ZEIT DIGITAL ist ein klares Bekenntnis zu weiteren Investitionen in unsere Onlineaktivitäten und ein gutes Signal für den Qualitätsjournalismus im Internet. So kann man es natürlich ausdrücken. Kann man, muss man aber nicht. Wir nennen es Waldsterben. Schon gar nicht Journalismus. Die Liste des Grauens:

Für die einen ist es Qualitätsjournalismus, für die anderen pure PR…

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Der Tagesspiegel aus Berlin — Ein Synonym für das Verwesen des investigativen Journalismus in Deutschland?

TagesspiegelHier hatte ich mich — zugegeben — süffisant mit einem Artikel aus der SZ befasst. Ich schrieb in dem Artikel unter anderem, dass sich die Artikel aus den Politressorts dieses Landes kaum noch von denen aus den Parteizentralen unterscheiden. Mir persönlich fällt das besonders stark auf: In meinem Feedreader gibt es eine Rubrik Politik, da werden die verschiedenen Redaktionen und die Feeds der Parteien wild gemischt dargestellt. Es ist kaum ein Unterschied zwischen den verschiedenen Headlines zu erkennen. Ein Armutszeugnis sondergleichen, was dort Tag für Tag zu sehen ist. Nun hat Oliver mich auf einen Artikel im Berliner Tagesspiegel aufmerksam gemacht. Im Artikel geht es um Barack Obama — falsch, es ist vielmehr ein Angriff auf ihn, seine Person und seine Politik. Das kann man machen — man muss sogar mit und über ihn streiten. Doch im Artikel selbst heißt es:

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