Schlagwort ‘Sueddeutsche‘

Marc Beise — der Untergang des kritischen Journalismus am Beispiel eines SZ-Redakteurs

ZeitungDie SZ wird von manchen sogenannten A-Bloggern gerne ob ihrer Bilderstrecken kritisiert. Wenn es inhaltlich schwerfällt sich mit einer Sache zu beschäftigen, dann muss man halt auf solche Dinge zurückgreifen um mit dem Strom gegen die eigenen Kollegen [sic!] zu schwimmen. Wenn die Bilderstrecken der SZ ein Armutszeugnis für dieselbige ist, ist die Kritik daran dasselbe für die sogenannten deutschen Top-Blogs. Darum soll es aber nicht gehen. Während ich hier fast Woche für Woche Heribert Prantl als letztes Sturmgeschütz der Demokratie, unserer freiheitlichen Rechte feiere, so erschrocken nehme ich Woche für Woche zur Kenntnis, dass die SZ ebenso wie der SPIEGEL, die FAZ oder auch die BILD auf der neoliberalen Welle schwimmt. Eine Welle, die unser Land, unser Miteinander, unsere Gesellschaft so gut wie zerstört (hat). Marc Beise und sein aktuelles Pamphlet Schröder hatte recht stehen dafür meines Erachtens exemplarisch — ich könnte aber auch ins Archiv steigen und den einen oder Rant gegen die Blogger hervorholen, sicherlich an manchen Stellen perfekt pointiert auf den Punkt gebracht, viel mehr jedoch wird gerade im Politikressort der SZ ein Schuh daraus.

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Anonymität, Blogger und andere Gefährder

Ich liebe diese Artikel der Sueddeutschen, wo sonst als bei dieser könnte man sonst diese leicht durchschaubaren wannabe-Tiraden gen Blogger und Anonymität lesen und natürlich gen Busenfreund Wikipedia? Konstruktive Kritik? Weit gefehlt … in Sind Blogger gefährlich? darf man sich wieder einmal davon überzeugen, vom ausichtslosen Kampf ehemaliger Meinungsgiganten, die auszogen dem gemeinen Web-Publizisten das Handwerk zu legen. I know, das ganze ist jetzt natürlich nur ein Bericht von einem tatsächlichen Geschehnis, die Überschrift … ach lassen wir das, ich Hansel urteile hier doch über professionelle Publizisten. Wie kann ich nur, wir sind unwürdig … mea cupla, mea maxima culpa. Aber halt vielleicht ist das ganze auch eine verzweifelte Art von viraler Kampagne, damit möglichst viele Blogs den Online-Auftritt der SZ verlinken? Könnte was dran sein, aber wie will man dem entgegenwirken? Schweigen und dem welken Blätterwald weiterhin das Meinungsmonopol überlassen?

Weitere Infos:

Wikipedia als Zielscheibe von Web-2.0-Gegnern
Blog-Autoren sind so idiotisch, dass die «Süddeutsche» sie als Quelle benutzt
Der Süddeutschen wird das Internet zuviel
Der Blogger-Schreck

etc. pp

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Potential verfehlt

StiftJohannes Boie hat für jetzt.de einen Text verfasst, mal wieder über die böse, anonyme [sic!] Blogosphäre. Der Text hätte wirklich Potential gehabt, und zwar in dem Punkt, an dem er von den sogenannten A-Bloggern, wie Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer angegriffen wird und ohne Möglichkeit zur Reaktion sich wie von einem Mob verfolgt fühlt. Dieses Problem habe ich hier auch schon dargelegt. Nicht umsonst hat das LG Hamburg so geurteilt, wie es geurteilt hat. Stefan Niggemeier nimmt seine Verantwortung allein durch seine provokante Ich-weiß-alles-besser-Schreibe, und das grenzwertige Kommentare ohne Prüfung veröffentlicht werden, meiner Meinung nach kaum wahr. Das ist aber nur eine persönliche Einschätzung, ich kann mich irren. Herr Niggemeier sollte mal überlegen, warum er auf dem BILDblog keine Kommentare zulässt — das Klientel, die Kunden überschneidet sich in großen Teilen. So sehr der Ansatz von Johannes Boie passt, wirklich klasse ist, so sehr folgt er dann dem falschen Weg. Follow the white rabbit. Neo ist den richtigen Weg gegangen. Johannes Boie verliert sich im Folgenden in Nebensächlichkeiten und in — teilweise — faktischem Blödsinn.

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Heribert Prantl — auch die vermeintlich Guten bekennen ab und zu Farbe und zeigen ihr wahres Gesicht

Das Wasser scheint der SZ bis zum Hals zu stehen. Die Angriffe auf das böse und gefährliche Internet nehmen kein Ende — Oliver hatte hier mal einen Text von Johannes Boie in der Luft zerrissen . Seit Monaten ist immer und immer wieder davon zu lesen, wer wie wo die SZ übernimmt — es scheint, als würde diese Diskussion die Redakteure besonders motivieren, den vermeintlichen Feind, das Internet, die Blogs, das Web 2.0 anzugreifen. Wie schrieb Oliver es schon — eine Angstpsychose. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach liebe SZ — liefert qualitativ guten Inhalt, und schon wird kein Weblog in irgendeiner Weise mit Euch konkurrieren können. Es liegt an Euch — vielleicht lasst für einen Neuanfang einfach mal die lächerlichen Bildergallerien weg, dann unterhalten wir uns über die Qualität der von Euch geschriebenen Artikel. Ich mein, wenn Heribert Prantl über den Terror, den Polizeistaat und George Orwell schreibt, ist ja durchaus großes Potential zu erkennen — doch abseits dieses Themas, oh graus, oh graus. Schuster bleib bei Deinen Leisten, will man Euch zurufen. Hans Leyendecker ist auch nur noch ein Schatten seiner selbst.

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die Angstpsychose der alten Medien

Die deutsche Blog-Szene will eine Alternative zu den etablierten Medien werden. Doch zwischen Wunsch und Wirklickkeit klafft eine große Lücke.

SZ

Mal ehrlich liebe Sueddeutsche, wo klafft denn da die Lücke? Es ist eure Angst, euer Unverstand der zu dieser Annahme führt. Die deutsche Blog-Szene existiert per se überhaupt nicht, allenfalls in den Albträumen der Redaktionsleitungen. Die große Masse an Weblogs in Deutschland, informiert, diskutiert, fabuliert, was-auch-immer Spaß macht. Blogger laufen nicht umher und fabulieren von Unabhängigkeit und Überparteilichkeit, wie es die einzelnen Blätter von sich selbst fortwährend behaupten. Das hat man dort nicht nötig, man ist ehrlich, man besitzt eine Meinung und diese gibt man wieder, unverblümt. Thema? Egal, was interessiert eben, abseits irgendwelcher Quoten.

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Das Blabla der SZ

StrickenDie SZ und das Thema Weblogs — da offenbart sich deren Kompetenz wie meine beim Thema Stricken. Heute gibt es mal wieder etwas zum Lachen und Kopfschütteln zugleich. Blogs & Co. Von Blabla bis Aha! So heißt der neue Erguß — ich bin fast versucht, niveauloser Dreck zu sagen –den Julia Schöppner da verfasst hat. Dass die Anzahl der Blogs stetig steigt, man Perlen suchen muss — okay. Aber, wenn man dann 3 Blogsuchmaschinen nennt, für mich 2 unbekannt sind und Technorati dabei aussen vor lässt, ist es schlicht peinlich liebe Frau Schöppner. Das zeugt von gnadenloser Inkompetenz.

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Der einsame Wolf

Heribert Prantl leitet das Ressort Innenpolitik der SZ — und anders als die restlichen Innenexperten dieses Landes fällt Prantl immer wieder aus der Reihe. Mahnende, ausgewogende, kritisierende Worte sind bei Prantl dort zu finden, wo seine Kollegen den Jubelperser für die große Koalition und die Innenminister dieses Landes spielen. Heute hat er sich mal wieder dem Thema Wolfgang Schäuble und seinem Schaffen gewidmet — zusammenfassend kommt Prantl zu dem Schluß dass unser Rechtsstaat umgebaut werden soll. Die Kritik, die wir nicht erst seit gestern äussern, kommt auch bei Prantl zum Tragen.

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Die Süddeutsche rufte das Ende des Blog-Hypes aus

… oder Blogging-Wahns, wie es der Kollege medienkonform — dumdidum, die Angst geht um 😀 — ausdrückt. Nun woran wird es festgemacht? Natürlich am Cooperate Blogging — Unternehmensblogging. Blogs werden eingestellt, nicht fortgeführt, Fachleute innerhalb der Unternehmen haben Angst [sic!] vor Kritk der Kunden — und auch Abmahnungen scheint ein Thema in den Unternehmenszentralen zu sein. Nicht zuletzt geraten immer wieder Unternehmen in negative Schlagzeilen, wie z. B. Sony und Wal-Mart, die zugeben mussten, Kunden getäuscht zu haben. Sony? Da war doch was.

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