Schlagwort ‘Streetview‘

Streetview: wenn die Vernunft abhanden kommt

Wie viele unserer Leser sicherlich mitbekommen haben, nehmen wir einen kritischen Stand gegenüber Google ein, ebenso gegenüber diversen anderen Firmen/Konzernen, die wirtschaftliche Effizienz u.a. Dinge über den Menschen stellen.1 Wir würzen diese Standpunkte teils mit Polemik, lassen aber auch nicht die Fakten außer acht. Kurzum, wir bieten unsere Meinung feil, versuchen auch nicht die naturgegebene Subjektivität mittels einem Schein von «Objektivität» zu überdecken.

Just brachte ich beispielsweise wieder einmal meine Kritik gegenüber der GEMA zu Wort, indem ich diese Nutznießer anderer Leute Eigentums als Krämerseelen brandmarkte. Nun, das ist nicht neues, aufmerksame Zeitgenossen haben kein Problem damit, denn die Rechteinhaber und eigentlichen Verwerter sind andere. Man muß sich nun also die Kritik anhören, daß man hier einerseits Google verdamme und andererseits als Helden der Masse bejubele. Die Kritik an Streetview, soll also mittels meiner Kritik an der GEMA als «Heuchelei» entlarvt werden. Nun, wie ich schon früher bemerkte, ist Google ebenso in die Pflicht genommen entsprechende Dinge, die sie kostenfrei verwerten seitens hinzugefügter Werbung, angemessen zu vergüten. D.h. im Klartext, wenn ein Vertrieb die Rechte eines Künstlers verwertet und jene mit Google einen Deal haben, dann hat die GEMA keinerlei Ansprüche anzumelden auf irgendwelche zusätzlichen Vergütungen. Per Gesetz ist dies natürlich anders geregelt, was jedoch nicht bedeutet, daß ich diesen Punkt nicht kritisieren darf.

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  1. diese Publikation bietet eine Suche, wer mag darf diese einsetzen []

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frohlocket … Streetview lief just vom Stapel

Wir brauchen ein Vermummungsverbot im Internet.

Axel E. Fischer, CDU, Homeboy der Entpixler-Gemeinde

Man kann es mit Streetview Wahnsinn umschreiben oder schlicht sagen: «Streetview-Entpixler würden Axel E. Fischer wählen!» :-)

oder …

Diese «nützlichen Idioten», die Google kostenlos zuarbeiten, können oder wollen nicht kapieren, dass durch die «Verdatenbankung» Panoramafreiheit zum Persönlichkeitsrechtproblem wird.

… just bei Rebellen ohne Markt in den Kommentaren vernommen.

Bild: Wikimedia Commons

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Post-Privacy oder die Selbstaufgabe

In letzter Zeit vernimmt man desöfteren die Mär, um die sogenannte «Post-Privacy», also diese Zeit «nach der Privatsphäre». Hauptsächlich wird diese von jenen propagiert, die ein existenzielles Interesse an den zu «befreienden» Daten besitzen, diese in eine «erweiterte Öffentlichkeit» überführen möchten — «freie Fahrt, für freie Surfer». Daß in diesem Bereich Journalisten wie Jeff Jarvis federführend sind oder andere gar glauben mit der Diskussion um einen stetigen Kontrollverlust quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung losstoßen zu können, ist somit recht einleuchtend.

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Google: don’t be evil

via consumer watchdog

Sicherlich schauen wir hier eine Menge Polemik, andererseits ist das Stockholm-Syndrom bei vielen Fanboys Googles stark ausgeprägt. Don Alphonso erklärt das Problem

Update:

Die Arroganz und das Halbwissen von Googles CEO kennt natürlich keine Grenzen: Geschichte hat die Deutschen ängstlich gemacht. Oder, Erfahrung macht klug.

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Schäuble is my homeboy

Im Moment ist die Diskussion um Google Streetview im vollen Gange. Die einen würden am liebsten a la Christo das gesamte Anwesen verhüllen und selbst die verdutzt Dreinblickenden mit Gewalt von dannen jagen, andere schauen gar die letzte Bastion der Grundrechte in Streetview, die es zu verteidigen gilt.1

Ich möchte gar nicht auf die Irrungen und Wirrungen diverser Journalisten eingehen, die da einerseits vermeinen den «digitalen Einzellern» schmeicheln zu müssen bzw. jenen andere, die es Google heimzahlen möchten ob der «raubkopierten» Schlagzeilen in Form von Google News etc. Selbst die befremdliche Äußerung eines dieser Vertreter der Holzmedien, Mario Sixtus, sind mir da eigentlich schon arg abstrus, um diese denn näher zu beleuchten. Wenn jener Sixtus denn meint, dieses Recht unangepaßt in diese «digitale Welt» übertragen zu können, um damit seine absurde Betrachtungsweise vom «öffentlichen Raum» oder gar den Bürgerrechten zu rechtfertigen, dann erweist er eben jenen Kämpfern für ein Plus an Bürgerrechten mehr als nur einen Bärendienst. Plötzlich paßt auch das arg kritisierte Urheberrecht, plötzlich ist alles in Ordnung. Sinn und Unsinn liegen in der medialen Welt eng beieinander und es vergeht kaum ein Tag, an welchem nicht mindestens ein Vertreter dieser medialen Gefilde sich aufmacht, diese fragile Barriere eindrucksvoll zu durchbrechen.

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  1. Mario Sixtus: «Jeder Angriff auf Foto-Dienste wie Street View ist ein Angriff auf diese Grundrechte.» []

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Aktion «Google ärgern»

… ein neue Aktion von Bulo. Mach mit, ärgere auch du Google 😀

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Bist du für oder gegen Street-View?

… it’s the magical Bulo 😀

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der «digitale Bürgerrechtler» oder die unendliche Geschichte vom Scheitern

Ich bin es leid wieder und wieder Dinge zu erklären, die längst offenkundig sein sollten. Ich bin es auch leid, wieder und wieder gegen Menschen anzukämpfen, die ob ihres offensichtlichen gelebten Fun-Faktors Dinge, die sich nicht im Ansatz verstehen bzw. verstehen möchten, lobpreisen und damit einem nicht abzusehenden Kolateralschaden willfährig den Weg bereiten. Diese unbedarften Zeitgenossen, bezeichnen jene Kritiker als «analoge Menschen», «Schrebergärtner» usw. Da wird von «Gartenzwergfotografiererei» fabuliert, garniert wird dies mit Cassandra-Rufen bezüglich der Netzneutralität, gleichsam tangiert die Realität vor Ort, dieses sogenannte Reallife, nicht im geringsten. Die Vorratsdatenspeicherung wird als abstrakte Größe im «Netz» gehandhabt, ohne daß viele das Ausmaß dieser überhaupt begreifen, wie sonst wäre die Lobhudelei zu Gunsten Streetviews zu verstehen, von der virtuellen Ignoranz gegenüber der kommenden Volkszählung ganz zu schweigen?

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Bundesregierung kooperiert mit Google!

via dem unvergleichlichen Bulo :-)

«Etwas ist faul im Staate Dänemark» und es ist erschreckend, wie wenig Fantasie Nerds besitzen und sogleich alle Hemmungen fallen lassen für ein neues Spielzeug. Dabei gilt doch schon seit langer Zeit: «timeo Danaos et dona ferentes».

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Google und die Aktivisten

Jetzt gehen Streetview-vernarrte Netzpolitiker, Nerdkücken und selbsternannte Gurus dazu über Kritiker von Google als technophobe, den Medien hörige Zeitgenossen zu verunglimpfen. Weil Google ja genau diese Presse auf deren Terrain angriff und sich diese nun bitterlich mittels einer Hetzkampagne zu wehren versucht.

Einige dieser Netzaktivisten verbreiten ihre seltsame Vorstellung von Netz & Co nun gar auch auf der SIGINT10 und ähnlichen Veranstaltungen. Man erkennt Parallelen zum oft gewirkten Todschlagargument des Hasses auf die Siegermächte seitens der Deutschen, wenn es denn dieses Volk wagte bzw. wagt den großen Bruder einer Kritik zu unterziehen. Diese Antipathie war sicherlich kurz nach dem Krieg, mitunter auch noch in den 70ern teils vorhanden … aber bis dato? Dennoch dient historisch argumentierter Antiamerikanismus immer noch als gefällige Maulschelle für Kritiker.

Ähnlich verhält es sich auch mit Google, Microsoft und Co. Ein sachlicher Diskurs wird oftmals auf beiden Seiten mittels Dogmen kompensiert. Sicherlich kann man nicht diese oder jene Neigung Einzelner von der Hand weisen, auch ist die offene Abneigung der Presse gegenüber Google ein legitimer Einwand, aber dann gleich Sippenhaft für alle Kritiker? Und dies nur weil die datenschwangere Notgeilheit obsiegt?

Das Dogma ist nicht anderes als ein ausdrückliches Verbot, zu denken.

Ludwig Feuerbach

Diese Verklärung Googles und anderer Konzerne seitens dieser wannabe-Aktivisten, die mittels allerlei Sprechblasen und sonstigen verbalen Klimmzügen aufmerksame Zeitgenossen mundtot machen möchten, ist jedenfalls nicht sinngebend. Wenn dies die Zukunft solcher Veranstaltungen ist, Wirrköpfen eine Plattform zu stellen, dann ist dies der Anfang vom Ende eines jeden solchen Aktivismus. Und ein konsequenter Umgang mit eben dieser Privatsphäre des Einzelnen schaut völlig anders aus.

Die informationelle Selbstbestimmung, die vom CCC und diversen anderen Organisationen fortwährend angeführt wird, endet nicht bei Cookies, IPs und Mailadressen. Nein, diese umschließt den kompletten Wirkungskreis eines Individuums und Ausnahmen davon sollten auch weiterhin wohldurchdachte Ausnahmen bleiben, die keinesfalls per Dekret durchgesetzt werden. Ein Persilschein für ein opt-out Verfahren führt jedenfalls derlei Anliegen ad absurdum.

Addendum: ein Artikel diesbezüglich auf F!XMBR anno 2008

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Google Streetview, Nerds und ihre Spielzeuge

Was man just schön beobachten kann ist die Praxis der Heuchelei in Reinkultur. Man nehme einen Konzern wie Google, lasse diesen einfach mal ein paar Daten sammeln und diese der Allgemeinheit zu Verfügung stellen. Nerds aller Couleur werfen stante pede jeglichen Datenschutz über Bord, können sie doch fortan ebenso an diesen Daten teilhaben und diese mit diversem technischen Spielzeug verwerten.

Dies war auch der große Fehler Schäubles, hätte er denn mal die gesammelten Daten zur Nutzung durch die Allgemeinheit zur Aussicht gestellt! Wieviel Ärger wäre ihm und der Regierung erspart geblieben, denn wirklich stinkig werden die Nerds nur, wenn man ihnen nicht ihr Spielzeug gönnt. Dann wird wortgewaltiger Pathos von der Kanzel niedergeschmettert, der Untergang des Abendlandes herbeizitiert. Kultur! Freiheit! Und doch, letztendlich geht es nur um den ureigenen Spieltrieb. Google mag alles dem Nerd überlassen, jetzt ist nicht mehr der Datenschutz das here Gut, nein nun ist es die Kultur und der Fortschritt! Und jene, die da für ein opt-in-Verfahren plädieren, sind augenblicklich die Feinde, die es vehement zu bekämpfen gilt.

Googles kürzlicher Fauxpas läßt sich vortrefflich mit technischen Spitzfindigkeiten1 erklären, auch kann man vice versa Google zum Erzfeind erklären — beides täuscht jedoch über die massive Schieflage des Datenschutzes hinweg in Deutschland und wie wenig der Einzelne überhaupt versteht, was es denn bedeutet Privatsphäre zu genießen. Mit einem technischen Pragmatismus jedenfalls, ist dem Menschen keinesfalls geholfen.

Wer hier vermeint ein Übermaß Polemik zu schauen, hat damit sicherlich bedingt recht. Wer jedoch glaubt die Realität zu vermissen, sollte erst einmal den Computer für einen Tag abschalten und selbige in ihrer Gänze ungefiltert genießen.

Addendum: ein Artikel diesbezüglich auf F!XMBR anno 2008

  1. die keinesfalls uninteressant sind und wie immer von Kris Köhntopp in aller Ausführlichkeit erklärt werden []

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