Schlagwort ‘STERN‘

BILD serviert Knoxville die schärfste Currywurst der Welt

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Screenshot: bild.de

Ein kleiner Gag für Zwischendurch: Johnny Knoxville bewirbt derzeit Jackass 3D und war Anfang der Woche zu Gast in Berlin. Selbstverständlich war auch die BILD anwesend und servierte Knoxville die schärfste Currywurst der Welt: die mexikanische Sauce «The Source» soll 3000 mal schärfer als Tobasco sein. Knoxville ließ sich nicht lange bitten und biss todesmutig zu. Die Gesichtszüge entgleiten, die Lippen gehen auf wie die von Angelina Jolie, mit Milch und Olivenöl wird nachgespült, dann ab auf die Toilette, wo Knoxville die Tränen nicht zurückhalten konnte. So weiß die BILD zu berichten.

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Journalismus in Deutschland. Warum noch über Selbstverständliches nachdenken.

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Viele Dinge in meinem Feedreader beschäftigen sich heute mit Google Street View. Mir sind da unter anderem zwei Artikel ins Auge gesprungen, bei denen ich ziemlich sprachlos war. Der Spiegel schreibt: «Google Street View. Die lächerliche Angst vorm bösen Blick. Google will den Kartendienst Street View nun auch in Deutschland starten. Und schon empören sich die Datenschützer. Doch ihre Aufregung ist nicht mehr als die provinzielle Furcht vor der allgegenwärtigen Öffentlichkeit — und in einer offenen, global vernetzten, kommunikativen Welt nicht zeitgemäß.» Ein unfassbar lächerlicher Artikel mit der Grundargumentation, dass Datenschutz nicht mehr zeitgemäß sei. Die Kollegen vom Stern möchten da natürlich nicht zurückstehen: «Umstrittener Google-Dienst. Street View? Ja bitte! Google fotografiert für Street View die Straßen dieser Welt. Die Kritiker toben und kritisieren den Online-Dienst, übersehen aber dabei den Nutzen und Spaßfaktor des kostenlosen Services.» Beim Stern argumentiert man also mit «Ein bisschen Spaß muss sein». Journalismus ist das nicht.

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Der Gang nach Canossa des Hans-Ulrich Jörges

Hans-Ulrich Jörges war vor dem Merkel-Wahlsieg 2005 der neoliberale Vordenker im Hause Gruner & Jahr. Unvergessen zum Beispiel seine Angriffe auf die Schwächsten dieser Gesellschaft, die Hartz-IV-Empfänger. Vor der Wahl 2005 machten Gerüchte die Runde, dass er sich Hoffnungen auf den Job des Regierungssprechers machte. Er wurde es Gott sei Dank nicht. Mittlerweile scheint bei Hans-Ulrich Jörges ein Umdenken stattgefunden zu haben. Wenn er vor wenigen Jahren noch der neoliberale Vorsprecher war, so schafft er es heute, ab und zu sich kritisch mit dem Kahlschlag des (sozialen) Miteinanders auseinanderzusetzen. Das ist erfreulich — auch wenn er häufig nicht aus seiner Haut kann und ähnlichen Blödsinn verfasst wie zu früheren Zeiten. Doch die Hoffnung stirbt nie — wollen wir doch mal schauen, was Hans-Ulrich Jörges ab September in einer Schwarz-Gelben Regierung für Loblieder singt. In seiner aktuellen WebTV-Kolumne-Kolumne beschäftigt er sich mit dem Börsengang der Bahn. Ich war bisher, muss ich gestehen, ein Anhänger des Börsengangs, weil ich geglaubt habe, denn nur dadurch kann die Bahn modern bleiben und sich Kapital verschaffen. Ich bin inzwischen dagegen, wegen dieser Berliner Erfahrung. Ich muss einsehen, die Gegner hatten immer recht. Hier wird gespart auf Kosten der Menschen. Ein sauberer Gang nach Canossa.

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Das Klinsmann-Interview


Bild: taz.de (Klinsmann gefindet sich wegen dieser Karikatur im Rechtsstreit mit der taz)

Ich habe Jürgen Klinsmann noch nie leiden können. Ich halte ihn für einen egoistischen Einzelspieler, dem einzig daran gelegen ist, sein Geldschatulle zu füllen und in der Öffentlichkeit gut dazustehen. Im so angepriesenen System Klinsmann kommt es ausschließlich darauf an, Jürgen Klinsmann als den Heilsbringer aller Probleme zu feiern. Als Bayern-Fan musste ich in den letzten Monaten ganz besonders leiden — man hat von Anfang an die Tage gezählt, bis dieser Mann wieder verschwindet. Dass dies passiert, war zu erwarten. Unfähigkeit hat noch nie mit dem FC Bayern zusammengepasst. Und spätestens seit der Europameisterschaft im letzten Jahr wusste man, dass Jogi Löw die treibende Kraft bei der Weltmeisterschaft 2006 war. Das Sommermärchen war also in erster Linie ein Erfolg Löws. Jürgen Klinsmann hat nun Stern TV ein Interview gegeben. Es ist das Zeugnis eines Abgehobenen.

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Zitat des Tages: ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt

Wer seine Daten nicht offenlegen will, muss konsequent offline leben.

stern1

Ein Leben ohne Internet sei die Konsequenz, schlußfolgert denn die Journalistin die bei diesem Magazin da angestellt ist. Geh ich jetzt gar nicht weiter drauf ein, die Dame fühlt sich ohnehin von Hobby-James-Bonds umzingelt. Tatsache ist jedoch das wir uns von willfährigen Medien umzingelt sehen, die alles verarbeiten was Quote bringt und bei drei nicht unterm Tisch ist. Danke für den Lacher des Tages, aber von professionellen Laien lasse ich mir auch gewiss nicht den Weg weisen. Ein Leben ohne Medien ist noch nicht so wirklich konsequent möglich, ein Leben ohne den stern wird schon von vielen seit Jahren praktiziert. Während man also dort mangels Kenntniss der Materie dem gepflegten Schwarz-Weiß-Denken anheim fällt, geben wir uns dem zünftigen Differenzieren hin.

  1. das Magazin damals mit den Hitler-Tagebüchern []

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Was der Journalist Hans Peter Schütz mit den Hitler-Tagebüchern gemein hat

VerräterDas satirische Wochenmagazin Stern hat mal wieder zugeschlagen. Nach dem grandiosen Erfolg der Hitler-Tagebücher folgte lange Zeit nichts, dann ein feudalistischer Wahlkampf für Schwarz-Gelb 2005, der Hans-Ulrich Jörges leider nicht zum Regierungssprecher gemacht hat. Er musste beim Stern bleiben. Und immer, wenn man glaubt, da kann niemand tiefer sinken, als derzeit Roland Koch oder auch Wolfgang Clement, kommt doch noch ein Stern-Redakteur daher und versüßt mir das Wochenende. Hans Peter Schütz rafft sich heute auf um die verlorene Ehre der Kat des Wolfgang Clement zu retten. Wolfgang Clement hat Recht titelt er — und man kann schon ahnen, wohin die Reise geht. Schon beim Lesen der Headline konnte  ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Und wie soll es auch anders sein — der Stern enttäuscht auch diesmal nicht. Er bleibt seiner Linie treu, ernst nehmen sollte man diese kleine Satire-Postille wohl nicht mehr. Man muss es wohl auch mal so klar ausdrücken — aber vielleicht finde ich die journalistischen Glanzleistungen, den investigativen Journalismus nicht. Kann ja alles sein. Bitte korrigiert mich.

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Was passt hier nicht?

Wenn die Pin AG auf Bali demonstriert

Aktuell auf stern.de zu begutachten… 😀 Und nein, der Fehler ist nicht, dass der derzeitige Top-Artikel auf dem Qualitätsmedium stern.de zu einer Klick-mich-sofort-an-Bildergalerie führt… 😉

Gibt es auf Bali eigentlich einen Mindestlohn? 😀


Der Spiegel und der Stern in Panik

Die Angst geht um — so schrieb schon Oliver und meinte damit die etablierten Parteien und ihre Angst vor der neuen Linken, insbesondere Oskar Lafontaine. Was da teilweise geäussert wurde, hat mich laut auflachen lassen — getroffenen Hunde bellen zu sagen, wäre da noch harmlos gewesen. Aber nicht nur die Parteien haben Angst, auch ihre Lakeien in den Redaktionsräumen schieben Panik, so zum Beispiel die Kollegen vom neoliberalen Kampfblatt Spiegel. Deren Gefälligkeitsinterviews kennt man, ich denke da zum Beispiel an eine grausame Veranstaltung, ein Interview mit Horst Köhler zurück. Heute hatte der SPIEGEL wieder zum Interview geladen — niemand geringeren als Oskar Lafontaine. Das Interview ist wieder ein Beispiel bester Öffentlichkeitsmanipulation.

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