Schlagwort ‘Stasi‘

Schäuble is my homeboy

Im Moment ist die Diskussion um Google Streetview im vollen Gange. Die einen würden am liebsten a la Christo das gesamte Anwesen verhüllen und selbst die verdutzt Dreinblickenden mit Gewalt von dannen jagen, andere schauen gar die letzte Bastion der Grundrechte in Streetview, die es zu verteidigen gilt.1

Ich möchte gar nicht auf die Irrungen und Wirrungen diverser Journalisten eingehen, die da einerseits vermeinen den «digitalen Einzellern» schmeicheln zu müssen bzw. jenen andere, die es Google heimzahlen möchten ob der «raubkopierten» Schlagzeilen in Form von Google News etc. Selbst die befremdliche Äußerung eines dieser Vertreter der Holzmedien, Mario Sixtus, sind mir da eigentlich schon arg abstrus, um diese denn näher zu beleuchten. Wenn jener Sixtus denn meint, dieses Recht unangepaßt in diese «digitale Welt» übertragen zu können, um damit seine absurde Betrachtungsweise vom «öffentlichen Raum» oder gar den Bürgerrechten zu rechtfertigen, dann erweist er eben jenen Kämpfern für ein Plus an Bürgerrechten mehr als nur einen Bärendienst. Plötzlich paßt auch das arg kritisierte Urheberrecht, plötzlich ist alles in Ordnung. Sinn und Unsinn liegen in der medialen Welt eng beieinander und es vergeht kaum ein Tag, an welchem nicht mindestens ein Vertreter dieser medialen Gefilde sich aufmacht, diese fragile Barriere eindrucksvoll zu durchbrechen.

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  1. Mario Sixtus: «Jeder Angriff auf Foto-Dienste wie Street View ist ein Angriff auf diese Grundrechte.» []

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Schließt endlich die Stasi-Akten!

brandenb_tor 
lukelukeluke | CC-Lizenz

Vor 20 Jahren ist die Mauer gefallen – Genscher in der Prager Botschaft, ein feierndes Land, unvergessene Bilder. Ich war damals 16 Jahre alt, verfolgte vor dem Bildschirm die tanzenden Menschen auf der Mauer, in Berlin und sah diese unbändige Freude in den Gesichtern derjenigen, die mit ihrem Trabbi über die Grenze kamen und wie sich Berlin in den Armen lag. ich spürte, hier passierte etwas Großes – doch in meinem damaligen Alter erfasste man nicht wirklich, dass Geschichte geschrieben wurde und man Zeuge eines historischen Ereignisses wurde. Man hatte auch andere Sachen im Kopf.

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G8 Staaten fordern mehr Kontrolle

Die G-8-Staaten wollen schwarze Listen für Kinderporno-Websites und stärkere Kontrollen von Facebook & Co., die überaus attraktiv für Terroristen und das organisierte Verbrechen seien.

futurezone

Mehr Kontrolle natürlich des Internets, mehr Kontrolle insbesondere der sozialen Netzwerke. Denn letztere, so die Italiener unter der Herrschaft des Medienmoguls Berlusconi1, seien überaus attraktiv für Terroristen und das organisierte Verbrechen. Natürlich sind dies alles nur lautere Absichten, insbesondere wenn diese von Silvio Berlusconi geäussert werden — ein Schelm wer dabei Böses denkt.

G8 das sind: Frankreich, Deutschland, Kanada, Italien, Russland, Japan, Grossbritannien, USA — also das who is who der Stützen von Demokratie und Freiheit. Jene Staaten, einzig für Japan kann ich mangels Informationen nicht sprechen, die fortwährend mehr und mehr Freiheit einschränken und Demokratie ad absurdum führen. Jene Staaten, die im Namen des Terrors und der Sicherheit Persilscheine für die Polizei– und Geheimdienste ausstellen. Jene Staaten die bis dato schon einen massiven Kolateralschaden innerhalb der Bevölkerung wirkten und dessen Ausmass noch gar nicht abzusehen ist. Jene Staaten wollen mehr … die totale Kontrolle, eine definierte Freiheit, eine Parodie menschlichen Zusammenlebens.

Lizenz Text/Bilder: COFFEEWARE

  1. Stichworte: Mafia, Geldwäsche, Meineid, Freimaurerloge, etc. pp. — selbstredend ausser des Meineid bezüglich der Freimaurerloge alles unbewiesen []

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Ohnesorg, die Stasi und die gleichgeschaltete Presse

Die Polizei war ja mit einer derartigen Brutalität gegen die Demonstranten vorgegangen, es gab hunderte von Verletzten, danach konnte man nicht zur Tagesordnung übergehen. Und dann muss man doch die Gründe für diesen Protest nennen, die nichts mit Stasi-Machenschaften zu tun hatten: der Protest gegen das Schah-Regime, gegen den Vietnamkrieg, gegen die Hochschulstruktur, gegen die Apartheid in Südafrika. Ein Aufbegehren gegen autoritäre Strukturen in der Gesellschaft, die Kritik an entsprechenden Strukturen in der DDR einschloss.

FAZ

Uwe Timm, ein Freund von Benno Ohnesorg, im Gespräch mit der FAZ. Auffällig bei diesem Gespräch: die stoische Beharrlichkeit der Gesprächspartnerin, ja quasi die Fixierung einzig auf den Todesschützen welcher nun als Stasi-Spitzel geoutet wurde. Diese Reduzierung auf allein diese Tat — wenn auch zugegeben ein multiplizierendes Ereignis — kommt schon einer massiven Geschichtsklitterung gleich — betrachtet man insbesondere die Dimension in den Medien: eine beinahe gleichgeschaltete Berichterstattung. Völlig verkannt werden diverse andere auslösende Momente, die gewachsene Bewegung, der hohe intellektuelle Grad dieser und das oben erwähnte brutale Vorgehen der Polizei, die Duldung der Übergriffe seitens der Jubelperser beim Schahbesuch, die abschätzigen Aussagen der Politik gegenüber der Jugend, die Haltung der Gesellschaft per se, der Sumpf des dritten Reiches der auch diese Republik noch bis heute überschattet etc. pp. Ein erzkonservativer Habitus, der auch diese Tage wieder verstärkt zu spüren ist und welchem sich die Medien willfährig unterwerfen.

Vielleicht aber auch war ganz Berlin damals, inklusive dem Polizeipräsidenten, von der Stasi infiltriert. Vielleicht aber auch schauen wir nur Deutschen Sumpf, zweier umenschlicher Zäsuren und das Unvermögen sich adäquat der Geschichte zu stellen. Diese Art von Vergangenhaltsbewältigung wäre u.U. schmerzhafter, als diese Last, diese Bürde, von der der Deutsche nur allzugerne fabuliert, um sich der tatsächlichen Verantwortung zu entziehen. Vielleicht ist man in hundert oder mehr Jahren erst bereit mit bestem Wissen und Gewissen den historischen Pfad zu beschreiten, heute jedoch wird politisches Kalkül gewirkt und hundertausende demokratische Lemminge feiern ihr Grundgesetz, während ein paar Spinner irgendwelche Parolen schwingen und sich ihren Cassandra-Rufen hingeben.

Und die vierte Gewalt? Nun diese gerät mehr und mehr redundant, die Fehlungen werden offenbar, des Volkes Kommunikation erlebt eine Renaissance nach knapp 400 Jahren Meinungsmonopols, eine Emanzipation des Austauschs. Hoffen wir auf mehr, auf mehr Tiefe, mehr Nachhaltigkeit, mehr Freiheit.

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Wir haben doch nur Befehle ausgeführt

Es gibt in Deutschland wieder eine Berufsgruppe, die doch nur Befehle ausführt. Mir fehlen ehrlich gesagt völlig die Worte. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband spricht davon, dass wir noch nie so weit unten waren. Was ist passiert? Ein alkoholkranker Hartz-IV-Empfänger wusste nicht mehr, wie er überleben sollte. Und so bettelte er. Ein Mitarbeiter von der Arge beobachtete ihn dabei, schaute in dessen Hut, rechnete die Almosen hoch und kürzte die Hartz-IV-Leistung, weil ja zusätzliche Einkünfte des Leistungsempfängers generiert wurden. Ich könnte jetzt mit Begrifflichkeiten wie Gestapo und Stasi um mich schmeißen, lassen wir das. Diese Gesellschaft hat es so gewollt. Diese Leute handeln nach deutschen Recht, sie führen Befehle aus, auf Grundlage deutscher Gesetze, die wir so gewollt haben. Sie sind treue Staatsdiener. Banken werden 3-stellige Milliardenbeträge in den Rachen geworfen, den Menschen wird Bettelei als Einkommen angerechnet und der sowieso schon klägliche, kaum zum Überleben reichende, Hartz-IV-Satz gekürzt. Das ist Deutschland, Du bist Deutschland, wir sind Deutschland.

Deutschland ganz unten

Nachtrag: Die Stadt Göttingen lenkt im Streit über Bettelei ein: Einkünfte werden nicht mehr von Sozialleistungen abgezogen. Dass der obige Fall dabei kein Einzelfall ist, ist der eigentliche Skandal: Laut Oberbürgermeister Meyer wurden auch in zwei anderen Fällen Einkünfte aus Bettelei auf die Sozialhilfe angerechnet.

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Telekom auf den Punkt gebracht

extra3 hat schon wieder gekonnt mittels einer Satire alles Wissenswerte in einem Video zusammengefaßt. Ob Bankenskandal oder jetzt die Telekom, einen besseren Extrakt wird man wohl kaum finden 😀

Weitere Infos: F!XMBR

via Schockwellenreiter

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