Schlagwort ‘Sprache‘

Der innere Reichsparteitag des ZDF #2

twitter_rpd

Es kommt selten vor, dass ein Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft zur Nebensache gerät, wenn in der Halbzeitpause die Moderatoren vor die Kameras treten und die Zeit überbrücken müssen. Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn plauderten heute in der Halbzeitpause unsere Mannchaft gegen die Australier über das Tor Miroslav Kloses. Dem im Vorfeld der WM stark kritisierten Spieler muss nach seinem Tor ein Stein vom Herzen gefallen sein. So hätte es man zumindest ausdrücken können. Katrin Müller-Hohenstein wählte eine andere Formulierung: Für Miro Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst. Selten hat man in der Folgezeit Twitter so sprachlos gesehen, in den meisten Fällen folgte erst einmal die Rückfrage, ob man das denn richtig verstanden hätte.

Weiterlesen: »Der innere Reichsparteitag des ZDF #2«

, , , , , , , , , , , , , , ,

26C3: Leyen-Rhetorik

Die Familienministerin Ursula von der Leyen machte Wahlkampf mit dem Zugangserschwerungsgesetz, das sie als großen Erfolg ihrer Politik verbucht, obwohl es noch gar nicht in Kraft getreten ist. In ihren Auftritten bedient sie sich vor allem einer Reihe von Scheinargumenten (Ablenkungsmanöver, persönliche Angriffe auf die Gegner, Themenvermischung usw.) und verschiedener anderer rhetorischer Mittel (z. B. Hyperbeln, Klimax), um ihr Publikum auf ihre Seite zu ziehen.

Prof. Martin Haase (aka maha), 26C3

Weiterlesen: »26C3: Leyen-Rhetorik«

, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

25C3: Neusprech im Überwachungsstaat

Politiker wollen ihre Überwachungspläne schmackhaft machen. Neben der inhaltlichen Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Videoüberwachung usw. nutzen sie sprachliche Mittel, um ihre Maßnahmen durchzusetzen. Negativ besetzte Wörter werden durch positive ersetzt und rhetorische Muster werden verwendet, um negative Aspekte auszublenden. Der Vortrag beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George Orwell als Neusprech bezeichnet werden kann.

25C3

Den Vortrag hält Martin Haase, Professor für romanische Sprachwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Upload: F!XMBR, Quelle: 25C3

, , , , , , , , ,

der Teutsche und die Grammatik

Nun dies hier soll keine Rechtfertigung sein gegenüber Rechtschreibfehlern, die eben nun mal hier auftreten können und für deren sachdienliche Hinweise wir auch sehr dankbar sind. Allerdings ist auch allgemein bekannt das der Teutsche für derartige Auswüchse berüchtigt ist und die letzten verbleibenden Hirnzellen zwischen Bierkrug und TV nur allzu gerne im Netz mit übereifrigem Getrolle sinnlos verschleudert. Dabei wäre es doch interessant würde man eben jene Hirnzellen zum Denken nutzen oder gar selbst einige sinnvoll angeordnete Worte zu Papier bringen. Welch blühende Landschaften würden wir da schauen.

Weiterlesen: »der Teutsche und die Grammatik«

, ,

RSS-Feed abonnieren