Schlagwort ‘Rhetorik‘

26C3: Leyen-Rhetorik

Die Familienministerin Ursula von der Leyen machte Wahlkampf mit dem Zugangserschwerungsgesetz, das sie als großen Erfolg ihrer Politik verbucht, obwohl es noch gar nicht in Kraft getreten ist. In ihren Auftritten bedient sie sich vor allem einer Reihe von Scheinargumenten (Ablenkungsmanöver, persönliche Angriffe auf die Gegner, Themenvermischung usw.) und verschiedener anderer rhetorischer Mittel (z. B. Hyperbeln, Klimax), um ihr Publikum auf ihre Seite zu ziehen.

Prof. Martin Haase (aka maha), 26C3

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Die mediale Hinrichtung der Piratenpartei

Logo PiratenparteiGestern wurde der Phoenix-Zuschauer Zeuge eines beeindruckenden Schauspiels. Der Vorsitzende der Piratenpartei, Dirk Hillbrecht, war in der Talkshow Unter den Linden zu Gast. Geplant war eine Diskussion mit Rupert Scholz (CDU) ehemaliger Justizsenator von Berlin und Bundesverteidigungsminister. Moderiert wird die Talkshow von Christoph Minhoff. Thema der Sendung: Unter Piraten — Wem gehört das geistige Eigentum? Es war also ein Thema, bei dem die Piratenpartei in Person ihres Vorsitzenden hätte punkten können — es hätte mehr oder weniger ein Heimspiel werden können. Dirk Hillbrecht scheiterte jedoch auf ganzer Linie, was auf zwei wesentliche Punkte zurückzuführen ist.

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Rhetorik die gen Pranger treibt

Wer die Anstrengungen der Familienministerin «Missbrauch des Missbrauchs von Kindern» bezeichne, handele verantwortungslos. Kinderpornografie im Internet nehme zu, werde immer brutaler und die Opfer würden immer jünger, schreibt Falk. Mit «fadenscheinigen Argumenten» werde trotz dieser «grauenvollen Tatsachen» versucht, die Pläne von der Leyens zu torpedieren.

heise

Im Namen von derlei Abscheulichkeiten fällt und fiel es schon immer recht leicht Kritiker staatlicher Obsessionen zu stigmatisieren. Die deutsche Geschichte springt einen dabei geradezu an, aber ansonsten war und ist das natürlich übliche Praxis — insbesondere in Demokratien, denn nur dort muß man in der Regel tatsächlich Gründe anführen. Plausibilität oder gar Logik sind dafür natürlich nicht Voraussetzung, im Gegenteil Todschlagargumente rhetorisch geschickt gesetzt bringen da so manchen Kritiker zu Fall. Nicht das jener klein bei geben würde, aber man kennt natürlich sein Staatsvolk und weiß sehr wohl welcher Hebel betätigt werden muß, um Wellen der Empörung gen Kritiker zu senden.

Und welcher Kritiker steht schon gerne als indirekter Wegbereiter in der Öffenlichkeit? Der Mißbrauch von anfallenden Daten — heutzutage längst Legion — steht demgegenüber einem mehr als fraglichen Erfolg von derlei Zensurgelüsten seitens staatlicher Organe. Ach ja und der übliche Hinweis auf andere, ominöse Erfolge diverser Nachbarstaaten … Glaubwürdigkeit macht sich da gewiß nicht breit ob dieser Heuchelei, vor allem in Anbetracht des Wissens um die tatsächlichen Erfolge dieser anderen, welche mehr im Bereich allgemeiner Zensur denn dem obigen Kampf angesiedelt sind.

–vox clamantis in deserto

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