Schlagwort ‘Review‘

Lauschattacke

Insgesamt aber taugen Depeche Mode mit ihrem seit je wuchtig zwischen euphorisierter Transzendenz und bedröppelter Introspektion mäandernden Synthie-Stil, den sie live mit tribalistisch rockender Perkussion aufpeppen[…]

taz

Es hat schon seine Gründe warum ich nie derartiges Versuche, um einen musikalischen Eindruck zu umschreiben … man macht sich damit einfach nur lächerlich. Geht gar nicht anders, wie sollen Worte auch nur ansatzweise einem möglich Hörgenuss gerecht werden? Während die einen Rezis oft mit hahnebüchenen Vergleichen aufwarten, versuchen es die anderen mit einer Art erzwungenen Sinnbefreitheit. Die Schönheit des Augenblicks, des ganz persönlichen Erlebens, kann keiner wiedergeben und wenn dieser noch so sehr an seinen Worten feilt. Ein Ding der Unmöglichkeit bei Lyrik, Prosa, Musik und auch Film. Man kann sich dem ganzen technisch nähern und zerstört dennoch ganz nebenbei jegliche innewohnende Schönheit. Es existieren Ausnahmen1, wenn ich beispielsweise die Werke eines Künstlers kenne und eine neuere Arbeit dem Gesamtschaffen gegenüberstellen möchte — Nachteil: dies nutzt wiederum nur dem Kenner etwas, eine derartig dargebotene Sinnbefreitheit versagt jedoch auch dort im Ansatz.

  1. Komparatisten verlieren sich beispielsweise gerne in Fachtermini und führen den Lesegenuß gleichsam ad absurdum, oftmals auch nebst der ureigenen Intention des Autors []

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Ein Quantum Trost

Für die meisten von uns dürfte es nur einen wahren James Bond geben: Sean Connery. Und doch hatte jeder Bond das gewisse Extra. George Lazenby hatte Emma Peel, Roger Moore seinem Sarkasmus,  Timothy Dalton musste sich in den Achtzigern als Actionheld gegen John McClane und Terminatoren behaupten bevor Gentleman Pierce Brosnan endlich von Remington Steele entlassen wurde und seinen Martini, geschüttelt, nicht gerührt bestellen durfte. Aktuell ist es Daniel Craig — und nach Casino Royale habe ich mich eher mit Kritik zurückgehalten, eine zweite Chance hat auch der James Bond des neuen Jahrtausends verdient. Ein Quantum Trost, so heißt der neueste Bond, der gerade auf DVD erschienen ist. Ich muss ehrlich sagen, er lässt mich schon wenig sprachlos zurück.

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Absolute FreeBSD oder Absolute BSD 2.0

Absolute FreeBSD ist der Nachfolger von Absolute BSD, geschrieben von Michael W. Lucas, einem Kenner seines Fachs. Lucas Bücher haben einen entscheidenden Vorteil — neben der fachlichen Qualität: sie sind lesbar. Lesbar im Sinne von man beginnt mit der ersten Seite und endet mit der letzten. Somit dürften auch technophobe Zeitgenossen auf ihre Kosten kommen und etwaige Hürden FreeBSD locker mit diesem Werk bezwingen. Man findet hier weniger ein aufgewärmtes FreeBSD Handbuch vor, sondern ein deutlich erweitertes Werk, welches zudem noch stilitisch gehaltvoller daher kommt — zudem brauche ich wohl kaum den unschätzbaren Wert von auf totem Holz verewigtem Wissen zu erwähnen.

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Twhirl – Nicht nur ein Identi.ca-Client

Lange habe ich für Identi.ca das Firefox-Plugin Identifox genutzt. Auf der MBC09 habe ich dann @marcokaiser erlebt – und da musste ich mir mal seinen Identi.ca-Client Twhirl genauer anschauen. Marco ist der Macher von Twhirl, hat Anfang 2008 Twhirl an Seesmic verkauft, arbeitet jetzt aber noch mit vollem Herzen an dem Projekt. Marco ist ein ähnlich verrückter Kerl wie @Evan – bei beiden merkt man, dass da mehr im Kopf ist als die typische Web 2.0-Jubelperserei. Die beiden auf einem Panel zu erleben ist ein echtes Highlight. Ein großer Spaß, sehr viele Informationen und tiefgründige Gedanken. Die aktuelle Version 0.8.7 setzt Adobe Air voraus, läuft demensprechend plattformunabhängig und unterstützt neben Identi.ca ebenso die kleineren Projekte 😉 Twitter, Friendfeed, Seesmic und andere Dienste, die auf Laconica basieren, wie zum Beispiel bleeper.de. Die Konfiguration ist selbsterklärend:

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World of Goo – Das Spiel des Jahres

World of GooDas Spiele-Jahr 2008 war eine einzige Enttäuschung. Technisch unausgereifte Spiele, DRM-verseucht wurden sie auf dem Markt geschmissen um so das Geld den Leuten aus der Tasche zu ziehen. Wer sich darüber echauffiert, dass Filesharing der Spiele-Industrie schadet, der sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen. Need for Speed zum Beispiel fand seine Fortsetzung – und wie schon die beiden Vorgänger war es ein ein grottenschlechtes Spiel. Die Serie hat sich mittlerweile selbst überlebt. Die letzte spielbare Version war Most Wanted – bezeichnend, dass diese mittlerweile schon Staub angesetzt hat. Oder nehmen wir den angekündigten Hit Spore – es ließ sich nur 3-mal installieren, der Kopierschutz hat dem Spiel mehr geschadet, als genutzt. Die Gamer haben es sich zweimal überlegt, ob sie dieses Spiel wirklich kaufen. Spielerische Mängel führten zu einem Nichtkauf. Oder nehmen wir den Totalausfall GTA 4. Ich sage nur ATI — Zwangsregistrierungen gleich auf zwei Servern, wenn man online spielen möchten. Es hatte 2008 den Anschein, als würde die Spiele-Industrie gegen die eigenen Kunden kämpfen. Nicht der Kunde war König, sondern das eigene Wirken. Arrogante Überheblichkeit, die nicht zu toppen war. Spiele müssen geschützt werden, so das einhellige Credo. Dumm nur, wenn die Spiele dann auch vor den eigenen Kunden geschützt werden. Über technische Unzulänglichkeiten legen wir zusätzlich  den Mantel des Schweigens. Einen ganz anderen Weg geht dabei World of Goo – mein persönliches Spiel des Jahres. Ohne Kopierschutz, ohne DRM, für wenig Geld liefern die Entwickler von 2D Boy den Spiele-Hit des Jahres aus.

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Kurzeindruck: PCBSD 7 — FreeBSD für den Desktop

Wer des Englischen mächtig kann sich mit einem recht positiven Review des just erschienenen PC-BSD 7 vergnügen. Man findet dieses indem man dem Link zu OSNews folgt. Als ich dieses testweise auf dem Schleppi installierte präsentierte sich mir eine recht ausgewogene Installation, alles war an seinem Platz und funktionierte auf der Centrino Plattform auch auf Anhieb, selbst das eigens gewirkte Theme kommt gefällig daher. Natürlich ist letzteres Geschmackssache. Die Installation per se geht locker von der Hand und sollte selbst Einsteiger nicht überfordern. Zwar kann man beispielsweise selbst Partionieren, muß es aber nicht tun — geht man händisch vor verbleibt dennoch alles grafisch ansprechend und übersichtlich. UFS mit Journaling ist wählbar, wenn auch im Betrieb ein wenig langsamer als UFS+Softupdates, darüber hinaus kann man auch die Verschlüsselung des SWAP-Speichers aktivieren.

User-Daten wie Name/Passwort werden noch abgefragt, Auto-Login ist anwählbar — zwar imho nicht der Bringer um die User mit ein wenig Sicherheit vertraut zu machen, aber in letzter Instanz macht es in puncto Sicherheit @home den Braten auch nicht fett. Partizipation an der BSD-Statistik ist möglich, als auch die Vorinstallation einiger Software wie Firefox, OpenOffice, Portstree, FreeBSD–Source usw. — man hat also auch hier noch die Wahl und bekommt die Platte nicht mit einer Vorauswahl zugeschmissen.

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Zak McKracken

Zak McKrackenWas hatten wir damals lange gewarten. Bis, ja bis endlich der Nachfolger des grandiosen Manic Mansion in den Läden zu kaufen gab. Die Spannung wurde geschickt aufgebaut, erste Meldungen in den C64-Zeitschriften — und dann war es soweit: Zak McKracken war da. Point & click, die Steuerung war altbekannt, Grafik und Sound waren im Gegensatz zum Vorgänger ein wenig aufgepeppt, und selbstverständlich kamen auch die Cut-Scenes zum Einsatz. Ganz grandios, ein weiterer Meilenstein im Computerspielgenre.

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Max Payne 2

Max Payne 2Es ist mal wieder an der Zeit Max Payne auszukramen. Ausnahmsweise mal den zweiten Teil. Der erste Teil war schon legendär und ist absoluter Kult, insbesondere die Bullet-Time und die filmische Darstellung wurden (fast) nie wieder erreicht. Man kam und kommt sich vor wie in einem Film.

Im ersten Teil war die Familie Max Paynes ermordet worden — ermordet von Junkies, süchtig nach der Designerdroge Valkyr. Max Payne ging Undercover, die Aktion wurde so geheim gehalten, dass sie bei der Polizei nur einem Freund und Kollegen bekannt war.

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World Class Leaderboard

LeaderboardLange vor Tiger Woods war die C64-Jugend die Golf-Elite schlechthin, gab es doch die unvergleichliche Golf-Simulation World Class Leaderboard. Bis zu 4 Spieler konnten im RL-Multiplayer-Modus gegeneinander antreten. 3 Schwierigkeitsstufen gab es, bei Novice (Kids) hatte der Wind noch keinen Einflus auf den Golfball, im Amateur– oder Professional-Modus konnte der Ball schon mal in der berühmt-berüchtigten Walachei landen. 14 Schläger standen dem Spieler zur Verfügung, mit denen man den Ball unterschiedlich weit schlagen konnte, die Wahl des richtigen Schlägers war oftmals nicht einfach — manchmal vergaß man es auch einfach, den Schläger zu wechseln.

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Katakis

Katakis StartOops, they did it again: Manfred Trenz als Programmierer und Chris Huelbeck, der den Sound beisteuerte. Katakis, ein Action-Game der Spitzenklasse war geboren. 12 Level mussten durchspielt werden, am Ende wartete wie so oft ein Superbösewicht, der mit einer Schußorgie zur Strecke gebracht werden musste. Katakis war nach R-Type mein Lieblingskillerballerspiel, und nein, all die Katakis– und R-Type’ler sind nicht Amok gelaufen. 😉

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Arkanoid

Arkanoid StartBevor Arkanoid auf dem C64 umgesetzt wurde, und einen neuen Breakout-Boom auslöste, konnte man es an vielen Automaten in den Kneipen der Welt spielen, und schon da war man fast süchtig. Arkanoid war der mir einzig bekannte Breakout-Clone mit einer Hintergrundstory. Die Dimension Changer hatte das Raumschiff Arkanoid zerstört (auch das einzig mir bekannte Spiel, wo der Namensgeber vor Spielbeginn zerstört war *g*), nur eine kleine Kapsel konnte dem Disaster entfliehen — die Vaus. Man musste sich nun durch 32 Level durchkämpfen bis hinein in die Changer Dimension, um hinterher die Zeit zurückdrehen zu können, damit die Arkanoid wieder im alten Glanz durch den Weltraum glitt.

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