Schlagwort ‘Relativierung‘

Ich mach Dich fertig, Du Sau!

Quo vadis PiratenDer mediale Sturm, der in den letzten 2 Tagen über die Piratenpartei hinweggefegt ist, wird sich wieder legen. Am Ende wird die Frage stehen, ob wir das Heiseforum als politische Kraft ab September im Bundestag sehen wollen, oder nicht. Es wird nicht mehr um Bodo Thiesen gehen, der sich zu den in Deutschland lebenden Juden wie folgt geäußert hat: Es steht jedem Juden frei, jederzeit Deutschland für immer zu verlassen. Und im Gegensatz zum 3. Reich dürfen die heute sogar ihr gesamtes Hab und Gut mitnehmen. Entweder wird er unglaubwürdig zurückrudern, oder man wirft ihn aus der Partei. So schlicht, so einfach. Viel mehr aber muss man die Reaktionen der letzten Tage analysieren. Die so genannte Basis der Piratenpartei, die Sympathisanten, die nicht müde werden, zu betonen, die Causa Bodo Thiesen sei ein Einzelfall. Sie ist es nicht. Was allein auf F!XMBR aufgeschlagen ist, lässt mich nur fassungslos zurück — und nicht nur F!XMBR war betroffen: Andere Bloggen berichten von ähnlichen Zuständen. Es war alles dabei: Wüste Beleidigungen, Holocaustleugnungen, sogar die durchgeknallten esoterischen Nazischergen kamen herbeigeeilt um ihre Links in die Welt zu blasen. Ich hoffe nur, wir haben sie alle aussortiert.

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Klarmachen zum Relativieren!

Der Ball liegt in der Spielfeldhälfte der Piraten. Es ist an der Zeit, unverzüglich und entschlossen zu handeln. Freiheit bedeutet nicht, diese ohne Einschränkung auszuleben, sondern zuallererst Verantwortung. Es ist unfassbar, was in den letzten Stunden hier alles angekommen ist. Klarmachen zum Ändern? Warum reagiert man dann in der ersten Krise wie jede etablierte Partei da draußen, sitzt es aus, greift die Kritiker an, und erst, wenn aus dem Sturm ein Hurrikan wurde, wird langsam reagiert? Lernt daraus, liebe Piraten. ihr habt nur diese eine Chance. Nutzt sie.

Vernunft ist innere Freiheit. (Stanislaw Lem)

Das war es mit den Piraten
Offener Brief an die Piratenpartei
Meinungsfreiheit my ass
Piraten, lechts, rinks, Meinungsfreiheit, Holocaust – was ganz subjektives
Die Piratenpartei als tolerantes Irrenhaus
Selbst ein Nerd ist mehr, als ausschließlich ein Nerd
Quo vadis Piratenpartei?
Zum Meinungsfreiheitsverständnis der Piratenpartei
Piraten fürchten um Ansehen

Nachtrag: Die butterweiche Erklärung des Bundesvorstandes. der Piratenpartei.

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Quo vadis Piratenpartei?

Quo vadis PiratenIch muss und werde mich wohl nach einer neuen Alternative im politischen Spektrum umschauen. Bei der Europawahl hatte ich noch mangels Vertrauen in die etablierten Parteien und weil ich mit den Ansichten der Piratenpartei auch einen Teil meiner Interessen abgedeckt sehe, dieselben gewählt. Natürlich deckt eine so junge Partei nicht alle essentielle Dinge einer Gesellschaft ab, das ist völlig normal, die Vorwürfe laufen derzeit also noch ins Leere. Da ich nicht daran glaube, dass sie im September in den Bundestag einziehen, hätte ich ihnen durchaus 4 Jahre zugestanden, erwachsen zu werden. Der Achtungserfolg war nicht nur dem Protest gegen Zensursula geschuldet — viele Menschen haben sich endlich einmal vertreten gefühlt, sich auf dem Stimmzettel wiedergefunden. Das hat sich nun erledigt. Es ist keiner politischen Naivität geschuldet — oder einem radikalen Netzaktivismus — wenn man Leute wie Bodo Thiesen in der eigenen Partei nicht nur duldet, diese sogar offizielle Funktionen ausüben, als stellvertretender Protokollant oder zukünftig als Ersatzrichter. Es ist nicht liberal, es hat nichts mit Freiheit zu tun — es ist schlicht und ergreifend ein No-Go, gesellschaftlich, politisch, im Netz sowieso, wenn man einem Holocaust-Relativierer — oder gar –Leugner — eine Bühne zur Verfügung stellt.

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