Schlagwort ‘Realitätsverlust‘

shiver me timbers: 10 «Thesen» zur Netzpolitik

Ich habe es mir abgewöhnt die «Piraten» Piraten zu nennen, da ich letztere spätestens seit Stevensons «Schatzinsel» recht cool finde und diese Fazination mit jenen fleischgewordnenen Jecken nicht viel gemein hat. Drum nutze ich für jene vornehmlich die Bezeichnung Likedeeler, von Kontext und Habitus her ohnehin die adäquatere Bezeichnung meiner Meinung nach.

Ich will hier auch gar nicht tief auf die Strukturen oder das Anliegen jener Leute eingehen, das Netz genießt dort Priorität, Dinge der «realen Welt» werden mehr oder weniger ignoriert oder beiläufig eingeflochten. Ein Funken Wahrheit ist immer auffindbar, so auch bei jener «These»: «Gesetze der realen Welt dürften nicht einfach auf das Netz angewendet werden.» Logisch ist dies wohl, ein wenig Finetuning tut immer Not, aber allgemein paßt es.

Weitaus problematischer ist es, dem Netz eine Sonderrolle zuzuschreiben, in welcher Ausnahmen zu gelten haben, da alles irgendwie anders sei. So jedenfalls argumentiert der Staat, das BKA, der BDK und diverse andere, die in diesem Netz die Büchse der Pandora schauen. Nun diese Likedeeler forcieren diese Art von Sonderrolle für das Netz schon seit Anbeginn ihrer Existenz, nun zementierte man dieses Anliegen anhand von 10 «Thesen».

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Quo vaditis, Blogger?

Blogging

Wenn wir uns dieses von Pathos geprägte Bild eines Bloggers in deutschen Gefilden betrachten, so schauen wir die Speerspitze einer neuen Gesellschaft, die letzte Bastion gegenüber dem ausufernden datentechnischen Begehren der Politik, die Stimme der Vernunft gegenüber einer entrückten Gesellschaft, den Sargnagel der alten Medien, die digitale Bohème etc. pp., die Liste ließe sich endlos fortführen. In den Augen der anderen, dieser Mehrheit da draußen, ist man mehr vox clamantis in deserto, die Stimme eines Rufers in der Wüste.

Und doch, vieles davon sind valide Prädikate, wenn auch die Breitenwirkung eher als vernachlässigbar anzusehen ist. Der Mehrwert bleibt also aus und die Nachhaltigkeit ist mehr oder weniger gen Null strebend. Nicht so jedoch innerhalb dieser sogenannten digitale Bohème, in dieser Welt ticken die Uhren anders, alles ist dynamisch, will stetig neu definiert werden und wenn es nur eine Art Neusprech ist, die bekannte Dinge neu verpackt. Cui bono? Wem gereicht dies zum Nutzen? Einige wenige leben dies sicherlich, gehen einem Ideal nach, versuchen ihr Iota zu einer besseren Welt beizutragen und wenn nur zumindest gemäß unserem Motto: Wir schreiben hier nur, damit die Nachwelt sieht, dass nicht alle so waren. Das Gros jener aber, die sich Tag für Tag in den alten Medien die Klinke in die Hand geben und von diesen hehren Zielen der Blogosphäre fabulieren sind jedoch einzig und allein auf Aufmerksamkeit aus. Keineswegs Aufmerksamkeit für diese einst formulierten Ziele, nein Aufmerksamkeit für ihre Person — sei es um die eigene Publikation zu pushen oder die Karriere per se zu fördern. Monetäre Gesichtspunkte überwiegen, viel zu oft bleibt am Ende des Tages von so mancher Konferenz nur der schnöde Mammon über und eine mißbrauchte Community — Legionen willfähriger Lemminge.

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Die FAZ konnte gar nicht anders

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So langsam verebbt die Empörungswelle. Mittlerweile hat sich die Stellungnahme von Don Alphonso und meine Einschätzung1 bestätigt — wie man bei CARTA nachlesen kann. Freie Übersetzung: Unser freier Mitarbeiter hat sich wie die Axt im Walde verhalten und jegliches Vertrauen missbraucht und verspielt. Wer als Kunde, als Dienstleister seinen digitalen Mob und einen Shitstorm auf den Auftraggeber loslässt, darf sich über die Folgen nicht wundern. Kein Unternehmen der Welt kann und wird sich so ein Benehmen bieten lassen.

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  1. Mehr dazu in zwei Wochen []

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