Schlagwort ‘Raubkopierer‘

Mich langweilt das Internet

CosmoIch kann mich noch gut an meine ersten Gehversuche im Internet erinnern. Das Analog-Modem weckte den Nachbarn bei seinem Mittagsschlaf, der Seitenaufbau dauerte schon mal ein paar Sekunden, Geocities, Augenkrebs-Alarm und doch jeden Tag etwas Neues, etwas Innovatives – der Spaß an der Sache stand im Vordergrund. Mitte, Ende der 90’er stand ein sehr guter Freund gerade vor seinem Diplom in Biologie an der Universität Osnabrück. Um seine Kulturen im Blick zu haben, musste er zu jeder Tageszeit in die Uni können, also auch in der Nacht. Dementsprechend hatte er einen Schlüssel – und so haben wir fast schon wöchentlich zu Dritt im CIP-Pool der Universität Osnabrück, Fachbereich Biologie, eine Internet-Party veranstaltet. Eine 2-MBit-Leitung und auf ging es zu Cosmo Connor. Danach war meist Warezslutz an der Reihe – 200 Files à 1,44 MB waren binnen kürzester Zeit auf der Platte. Das Kopieren auf die Disketten nahm mehr Zeit in Anspruch als das Runterladen. Hach, was waren das noch für Zeiten. Besonders lustig war es, mitten in der Nacht in der leeren Mensa unseren mitgebrachten Kartoffelsalat mit den kalten Bockwürstchen zu verputzen.

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scheiß Raubkopierer, euer Ende naht

Atari wirds euch allen zeigen ihr elenden Raubkopierer, die haben nun die ultimative Lösung parat. Das ganze nennt sich TPM und das ist ein ultrasicherer Chip zu Verschlüsselung, den kein Mensch da draußen knacken kann. What that says is that in the games business we will be able to encrypt with an absolutely verifiable private key in the encryption world — which is uncrackable by people on the internet and by giving away passwords — which will allow for a huge market to develop in some of the areas where piracy has been a real problem. Hey mal ehrlich Leute, wenn man nicht einmal in der Lage ist Perfektion bei Spielen abzuliefern, sprich Fehlerfreiheit, dann sollte man doch nicht mit Merkbefreitheit kontern. Microsoft nutzt diese Uber-Technologie auch in ihrer Xbox360 und erfreut sich an einer längst geknackten Konsole. Und diese Atari-Wiedergänger hakeln sich von Krise zu Krise und haben den Knall noch nicht einmal vernommen. Also mal ehrlich liebe Ataris, was soll das? Wollt ihr nun Schlangenöl, wie Fefe dies bezeichnen würde, in der Spieleindustrie verhökern, um wenigstens dort ein wenig Erfolg zu verzeichnen? Echt der Brüller …

via gi

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der Kopierschutz

Am Anfang war das Wort und dieses galt es zu finden, so begannen damals schon die Hersteller diverser Text-Adventures eine Interaktion mit den mitgelieferten Gimmicks1. Man konnte per se noch nicht einmal von Kopierschutz reden, es war halt mehr Interaktion, um den Spielfluß zu erhöhen. Wenig später jedoch begann man damit bestimmte einzelne Wörter innerhalb des Handbuchs abzufragen. Lang dauerte diese Praxis jedoch nicht an, da es ein leichtes war derlei Code-Listen zu verbreiten. Man ging also dazu über Code-Scheiben zu nutzen, lustige Papierscheiben, die man gemäß der Anweisung auf dem Bildschirm, in Kombination zueinander setzen mußte, um den gewünschten Code zu erlangen. Auch hier wollte man nicht mit der Tür ins Haus fallen und startete erst einmal mit einer zaghaften Umsetzung, z.B. bei Monkey-Island, bis hin zu recht komplexen Anordnungen wie z.B. bei den bekannten Rollenspiel-Klassikern von SSI2 . All diese Dinge alleine machten jedoch alleine auch nicht glücklich und so ersann man Methoden die auch heute noch usus sind, wenn auch das Medium selbst einem Wandel unterzogen war.

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  1. Infocom Adventues, Magnetic Scrolls, Origins Ultima-Reihe []
  2. Pool of Radiance, Secret of the Silver Blades etc. []

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die Raubkopierer sind schuld

Wieder einmal eine Firma, die den Umstand der Raubkopierer für den mäßigen(?) Erfolg ihres Schößlings verantwortlich macht. Und wieder mal eine Firma die zwar viel Versprach jedoch wenig hielt, sprich das Besondere blieb auf der Strecke. Gemeint ist Crytek, wegen Raubkopien will man die Exklusivität der PC-Plattform aufgeben. Dabei kann man auch die extremst hohen Hardware-Anforderungen bzw. die Tücke im Detail verantwortlich machen, wie bei Computerbase zu sehen. Unter dieser Prämisse erscheint es doch recht arm Jäger und Sammler für den fortschreitenden Realitätsverlust gegenüber dem real existierenden Spieler in Verantwortung ziehen zu wollen.

via Computerbase

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don’t copy

Don’t copy that floppy. Dieser Crap ist nicht wirklich neu, der uns heute auch in ähnlicher Form auf gekauften DVDs oder im Kino verfolgt. Und wie man sieht lernte die Content-Mafia nie hinzu, sondern ergibt sich einer ewig gestrigen Litanei. Im übrigen konnte dieses Video wohl auch in den 90ern nicht als cool bezeichnet werden. Ein Hinweis für die Nerds, die Pizzaschachtel auf dem Schreibtisch schaut übrigens stark nach einem anonymisierten Macintosh LC aus 😉 Heften wir das ganze mal unter der Rubrik Geschichte ab 😀

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without remorse

Erbarmungslos beginnt die Hatz auf Schwarzkopierer, Raubkopierer oder wie man diese Leute sonst nennt, die da ihrem illegalen Vervielfältigungswahn nachgehen. Ein neues Spiel ist heraus und Ubisoft, inzwischen groß und mächtig ob zahlreicher Zukäufe, rasselt auch kräftig mit dem Säbel. Neben den üblichen Dingen wie das Spiel im Netz sei nicht komplett, absturzgefährdet etc., wird auch mit der Erfassung von IPs und der Ausschöpfung von Rechtsmitteln gedroht. Assassin’s Creed ist das Spiel um das es sich dreht. Also Leute den heutigen Spielschrott1 kopiert man nicht, man kauft ihn nicht — man ignoriert diesen schlicht!

golem

  1. okay wenn man recht jung ist kennt man halt noch nicht viel und alles ist irgendwie «neu» []

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eine eigentlich erfolgreiche Firma geht unter

Kennt jemand das Spiel Titan Quest? Ja? Gut dessen Firma Iron Lore schloß nun die Pforten ob der üblichen Ingredienzen die da wären:

  • Schwarzkopierer aka Raubkopierer
  • schlechte Treiber, miese Hardware
  • schlechte Tester, schlechte User
  • Veröffentlichung im Netz vor der offiziellen Veröffentlichung ohne Kopierschutz

Die üblichen Buhmänner hat man wie üblich schnell ausgemacht, die anderen eben. Mitunter übersieht man da aber einige Komponenten ganz geflissentlich. Was zur Hölle haben Schwarzkopierer mit einer undichten Stelle im eigenen Vertrieb zu tun? Denn wie sonst könnte man ein Spiel vorab ins Netz stellen *ohne* Kopierschutz? Abgründe tun sich da auf, wohl auch das initiale Problem auch der Industriemagnaten von Film und Musik. Schlechte Treiber und miese Hardware sind nichts neues und allenfalls für Neugeborene im Business ein Malus — mitunter ist es auch einfach schlechte Software plus die zuvorgenannten Bestandteile — Spiele eben.

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MPAA trackt die Tracker

Nach einer Meldung von Slashdot versucht der Verband der US-Filmindustrie (MPAA, Motion Picture Association of America) wieder einmal, an die Identität von Filesharern zu kommen,

heise online

Na einer News der FUD1 –Quelle Nummer Eins im Netz, gehts den Bittorrent-Usern mittels falscher Daten ans Leder, sprich man sammelt die IPs und verklagt wieder Omas und kleine Kinder auf Fantastillionen. Business as usual halt, die News sind somit keine. Eher schürrt man hier den Eindruck, *jetzt* wieder gehts los, nach einer Ruhepause. Merke Slashdot ist recht geil für flamewars 😀 und nette nørdische Links, aber doch nicht für News, die man irgendwie mit der Realität in Verbindung bringt 😉

  1. Fear, Uncertainty and Doubt []

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