Schlagwort ‘Rassismus‘

Im Netz der Islamfeinde

Vor ein paar Tagen habe ich mit einer harmlosen Presseanfrage an zwei FDP-nahe Stiftungen in ein Wespennest gestoßen. Heute kann ich die Reaktionen ein wenig besser einordnen. Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau haben heute einen Bericht über das rechtsextreme Blog Politically Incorrect veröffentlicht:

Dokumente, die dieser Zeitung zugespielt wurden, belegen, dass PI weit mehr ist als eine harmlose Internetseite. Es handelt sich vielmehr um eine Organisation, die zum Teil hochkonspirativ an der Verteufelung einer ganzen Glaubensgemeinschaft arbeitet. Die in einem internationalen Netzwerk von Islamhassern eine entscheidende Rolle spielt und diese noch auszuweiten gedenkt. Die Gewaltverherrlichern und Rassisten, deren Weltbild dem des norwegischen Massenmörders Anders Breivik ähnelt, ein Forum bietet.

Money quote:

Unter den Dokumenten, die dieser Zeitung vorliegen, befinden sich mal mehr, mal weniger intensive Korrespondenzen mit etlichen Organisationen und Privatpersonen. Darunter hierzulande sattsam bekannte «Islamkritiker» wie Ralph Giordano oder Henryk M. Broder — was seltsam ist: Bestreitet Broder doch eine Nähe zu «Politically Incorrect».

Persönliches money quote:

Die Strahlkraft des Blogs scheint inzwischen sogar bis in lupenrein demokratische Parteien zu reichen. Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, dass auch der Stresemann-Club — ein rechtslastiger Verein innerhalb der FDP — Kontakt mit dem «lieben Stefan» aufgenommen hat.

Die Nähe zur Partei «Die Freiheit» überrascht nicht. As I said.

Wer noch mehr über Politically Incorrect wissen möchte, nebenan bei Dietmar

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Die Integration ist gescheitert — multideutsch ist tot

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Wir alle haben noch die wunderbaren Bilder von vor 20 Jahren im Hinterkopf. Der Osten stürzte friedlich das eigene diktatorische Regime, der Westen umarmte und empfing voller Freude die Menschen aus dem Osten. Die Wiedervereinigung war das historisch und menschlich wichtigste Ereignis in unserem Land nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl versprach «blühende Landschaften», wenige, die mahnten, wurden schnell zum Schweigen gebracht. Deutschland lag sich zu Recht in den Armen und feierte und feierte und feierte. Das deutsche Glücksgefühl dauerte viele Jahre an, voller Glückseeligkeit träumten wir von einem multideutschen Land. Wir haben Ende der Achtziger Jahre die Ostdeutschen in unser Land geholt. Jetzt leben sie bei uns und wir haben uns eine Weile lang in die Tasche gelogen. Wir haben gedacht, es wird schon alles gut, sie werden schon nicht lange bleiben. Selbstverständlich war der Ansatz richtig, zu sagen, Deutschland wird multideutsch. Aber:

Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert.

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Rassismus erklärt: «One Minute Racist»

via Caveh Zahedi, gefunden auf Cartoon Brew

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Schirrmacher schafft sich ab

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Foto: F!XMBR

Frank Schirrmacher hat sich wieder einmal in die Sarrazin-Debatte eingeschaltet – und wieder einmal kann man über seinen Einwand nur mit dem Kopf schütteln. Ich persönlich werde aus Frank Schirrmacher nicht schlau. Er gilt als intellektueller Meinungsmacher, was ich persönlich anzweifle. Er hat ein gutes Buch geschrieben – aber auch fragwürdige Thesen unter die Menschheit gebracht wie das Methusalem-Komplott. Aufhänger für Schirrmachers neuesten Sarrazin-Artikel ist das «Eingeständnis» der Bundeskanzlerin, sie habe Sarrazins Buch nicht gelesen, die öffentliche Debatte reiche ihr aus, um sich ein Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Schirrmacher nimmt dies zum Anlass zu einem Rundumschlag gegen die Politik, insbesondere Angela Merkel. Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal die Bundeskanzlerin zu verteidigen – doch der neueste dreifache Rittberger des Frank Schirrmacher lässt einem keine andere Wahl.

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Sarrazin ist weg …

via dem unverwechselbaren Bulo 😀

Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat bei der Vorstellung seines neuen Buches “Deutschland schafft sich ab — Wie wir unser Land aufs Spiel setzen” provokante Thesen aufgestellt, die eine kontroverse Diskussion ausgelöst haben. In Bezug auf die Aussagen Sarrazins zur Genetik verwehrt sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) entschieden gegen jede Verfälschung und politische Instrumentalisierung biologischer Fakten. – Sei es durch Thilo Sarrazin selbst, sei es durch andere Teilnehmer der derzeit laufenden öffentlichen und medialen Debatte.

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Wir haben ein Problem … zuviele Deutsche, die sich dieser «Narrenkappe» bemächtigen. «Für die Steigerung der durchschnittlichen Verblödung eines Landes gibt es drei Methoden: Es gibt mehr Dumme. Es gibt eine Dominanz von Medien wie Privat-TV, BILD und Spiegel Online. Und es gibt weniger Gebildete.», derart resümiert Don Alphonso in der FAZ

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Jetzt sind sie dran, die Moslems. Jetzt sind sie fällig. Ich schwöre es Ihnen.

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Thilo Sarrazin: Alles nur Satire

oder

Warum sich unsere Gesellschaft neu ausrichten muss


Bild: Bundesarchiv, Wikimedia Commons

Wer noch ein Argument benötigt hat, dass Thilo Sarrazin ein zutiefst verachtenswertes Menschenbild hat, ein rassistisches Menschenbild, der musste heute nur Plasberg einschalten. Beispielsweise hat er seine «These» über jüdische Gene nicht zurückgenommen, im Gegenteil, er hat sie noch einmal bestätigt. Sarrazin meine lapidar, der Satz sei seiner Sache nicht dienlich gewesen, inhaltlich sei sie nicht zurückzunehmen. Selbstverständlich hat er sich jede Menge Kritik anhören müssen – bis die gesamte Debatte von Thilo Sarrazin selbst ad absurdum geführt wurde.

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Rassismus bleibt Rassismus – eine Replik (Update)

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Foto: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat heute in Berlin offiziell seinen Fantasy-Roman vorgestellt. Nach Vorabdrucke im SPIEGEL und der BILD diskutiert Deutschland bereits seit Tagen über jüdische Gene, vererbte Dummheit und Rassismus. Natürlich meldet sich auch Methusalem Frank Schirrmacher zu Wort, Herausgeber der FAZ – und vermag seine Begeisterung für Thilo Sarrazin kaum zu verbergen. Schirrmacher schwadroniert über eine Neudefinition unserer Kultur, die intellektuellen Fähigkeiten Sarrazins und vergisst dabei den entscheidenden Punkt: Rasissmus bleibt Rassismus. Kameldung bleibt Kameldung. Auch wenn man es in Gold verpackt. Eine Replik.

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Tiefer geht nimmer: Mathias Müller von Blumencron auf einer Stufe mit Franz-Josef Wagner

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Bild: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben: der rechte Pöbel feiert seinen Helden – die Vorabdrucke im SPIEGEL und in der BILD lassen jedem Stammtischrassisten feuchte Träume bekommen. Endlich einmal das Höchste der sexuellen Gefühle, wenn schon keine Frau in der Nähe ist. Franz-Josef Wagner von der BILD dankte Thilo Sarrazin heute für seine Meinung und die ausgesprochene Wahrheit, verklärt so Rassismus zu einem Meinungsbeitrag und macht sich diesen Rassismus zu eigen – die BILD selbst macht Sarrazin zum Klartext-Politiker.

Rassismus ist in Deutschland wieder en vogue und wird als Meinung deklariert.

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Schulreform in Hamburg gescheitert

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In Hamburg ist heute nicht nur Ole von Beust zurückgetreten – auch wurde über die so genannte Schulreform per Volksentscheid durch die Bürgerinnen und Bürger entschieden. CDU, SPD, Grüne und Linke waren für die Schulreform, FDP und NPD dagegen. CDU, SPD, Grüne und Linke haben es nicht geschafft, ihre Wähler zu mobilisieren und Hamburgs Bürger von der Schulreform zu überzeugen. Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt, jedoch steht bereits fest, dass die Schulreformgegner, FDP und NPD, die Schulreform gekippt haben. Sie liegen bereits uneinholbar vorn und und haben das Zustimmungsquorum überschritten. Zwei Parteien, die nicht in der Hamburger Bürgerschaft vertreten sind, FDP und NPD, haben damit eine Schulreform gekippt, die von allen parlamentarischen Parteien gewünscht und als notwendig erachtet wurde. Über die Gegner der Schulreform sagte Ole von Beust vor einigen Wochen: «Aber mich hat überrascht, dass manche so unverhohlen sagen: Wir wollen nicht, dass unsere Kinder länger als notwendig mit Kindern mit Migrationshintergrund zur Schule gehen.»

Der elitäre Rassismus hat heute in Hamburg gesiegt.
Ein schwarzer Tag für unsere Stadt.

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Was machen 5.000 Nazis in Dresden?

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Ganz klar: Sie besichtigen den Bahnhof. 😀

Die Initiative Dresden Nazifrei und alle, die gestern in Dresden auf der Straße waren, haben Großartiges geleistet. Insbesondere für die Initiative Dresden Nazifrei freut es mich, die im Vorfeld staatlicher Willkür ausgesetzt war. Der gestrige Tag war jedoch nicht nur ein Erfolg für Dresden Nazifrei, sondern für unsere Gesellschaft insgesamt. Es war schon unerträglich, dass den Nazis gestattet wurde, am 13. Februar durch Dresden zu marschieren. Dass die, die dagegen protestieren wollten, staatlichen Repressalien ausgesetzt waren, bestätigte alle Vorurteile, die man immer wieder über den Osten und dem Erstarken der NPD, der Kameradschaften und der Nazis hören kann. Egal, welche Fahne gestern auf der Straße geschwenkt wurde, ob rot, schwarz, gelb, grün oder das Piratenlogo, gestern war ein guter Tag für Deutschland. Danke insbesondere an die Bürgerrechtsorganisationen, die ohne parteipolitischen Hintergrund ihre Zeit geopfert und ihre Gesundheit riskiert haben. :)

Tagesschau — Die Straße bleibt für Neonazis gesperrt
SPIEGEL — Dresden stemmt sich gegen die Geschichtsklitterer
Störungsmelder — Sitzblockaden verhindern Naziaufmarsch in Dresden
FTD — Dresden gedenkt Bombennacht — Neonazis gestoppt

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