Schlagwort ‘PR‘

Ich bin Urheber. Und ich bin Demokrat.

Autoren und Schriftsteller haben unter Federführung des Urheberrechtsverwerters Matthias Landwehr eine neue PR-Kampagne unter dem Titel «Wir sind die Urheber!» gestartet. Udo Vetter kritisiert den Alles-oder-Nichts-Kurs während Thomas Stadler eine breite gesellschaftliche Diskussion einfordert.

Ein Punkt wird dabei nur am Rande beleuchtet: Was sind die Folgen schärferer Gesetze? Wie möchte man das Urheberrecht im digitalen Zeitalter stärken? Wie will man die eigenen Forderungen durchsetzen? Die Antwort ist so einfach wie erschreckend und in vielen anderen Ländern schon usus:

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Jetzt begehren die Spammer schon um Einlass in die Wohnung

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Foto: dee_gee | CC-Lizenz

Führt man ein etwas bekannteres Blog, gehört es zu den Begleiterscheinungen, dass man häufiger Werbematerialien bekommt, nicht nur per E-Mail, auch trifft die eine oder andere Lieferung per Post ein, per Snail Mail. Natürlich, wenn es mich interessiert, freue ich mich – in der Regel schreibe ich aber nicht darüber, weil ein Satz eigentlich immer die Intelligenz beleidigt: «Wir würden uns freuen, wenn sie darüber schreiben würden.» Was denn wohl sonst? Öffentlich verbrennen kann wohl nicht der Wunsch sein, wenn man uns solche Dinge zukommen lässt. Zuletzt habe ich ein wirklich interessantes Buch bekommen – nein, nicht den Thilo, ich bevorzuge mehrlagiges Toilettenpapier, sondern Ich bin dann mal Offline – Ein Selbstversuch von Christoph Koch. Ich muss es nur mal anfangen, zu lesen. Gerade über Bücher freue ich mich immer besonders.

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Journalismus in Deutschland. Warum noch über Selbstverständliches nachdenken.

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Viele Dinge in meinem Feedreader beschäftigen sich heute mit Google Street View. Mir sind da unter anderem zwei Artikel ins Auge gesprungen, bei denen ich ziemlich sprachlos war. Der Spiegel schreibt: «Google Street View. Die lächerliche Angst vorm bösen Blick. Google will den Kartendienst Street View nun auch in Deutschland starten. Und schon empören sich die Datenschützer. Doch ihre Aufregung ist nicht mehr als die provinzielle Furcht vor der allgegenwärtigen Öffentlichkeit — und in einer offenen, global vernetzten, kommunikativen Welt nicht zeitgemäß.» Ein unfassbar lächerlicher Artikel mit der Grundargumentation, dass Datenschutz nicht mehr zeitgemäß sei. Die Kollegen vom Stern möchten da natürlich nicht zurückstehen: «Umstrittener Google-Dienst. Street View? Ja bitte! Google fotografiert für Street View die Straßen dieser Welt. Die Kritiker toben und kritisieren den Online-Dienst, übersehen aber dabei den Nutzen und Spaßfaktor des kostenlosen Services.» Beim Stern argumentiert man also mit «Ein bisschen Spaß muss sein». Journalismus ist das nicht.

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Tagebuch eines stellvertretenden Chefredakteurs

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15. Juni 2010
Tolle Idee unserer PR-Abteilung: Wir lassen eine Ausgabe der WELT KOMPAKT kostenlos von diesen so genannten Bloggern, Wikipedianern und Amazon-Rezensenten füllen. Wir nennen das Medienexperiment und schon rennen die uns die Bude ein. Statt Enteignet Springer heiß es zukünftig Bloggt Springer. Neusprech sei Dank. Ich freu mich.

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Zensursulas Luftnummer

Wenn man den etablierten Medien glauben kann, hat Angela Merkel von Anfang an auf Christian Wulff als Bundespräsident gesetzt. Ob dies der Wahrheit entspricht, werden wir wahrscheinlich nie erfahren – schließlich darf die Kanzlerin nicht noch mehr als lame duck dargestellt werden. Ob die Medien einer PR-Show aufsitzen oder nicht, wer weiß. Interessant dabei ist ein Artikel des Stern, Von der Leyens Luftnummer. Die Familienministerin und ihre Anhänger waren es selbst, die sie am Dienstag verbal massiv zur Favoritin hoch putschten. Sie genoss es in vollen Zügen. Vor der Presse inszenierte sie sich hollywoodreif, indem sie auf die Frage, ob sie im Gespräch sei, kokett die Hand vor ihren Mund schob und wissend lächelte. Dass niemand sie jemals gefragt hatte, wollte sie wohl nicht zugeben. Sie tat, als sei sie ganz dicke im Kandidatengeschäft.

Hm, woran erinnert mich das blos?

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Vodafone ist tot

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Natürlich nicht direkt, aber deren Social-Media-Kampagne. Wie ich nebenan auf dem Werbeblogger lesen konnte, hat Vodafone den Claim Es ist Deine Zeit fallen gelassen. Für Vodafone war die Kampagne ein einziges Desaster, die zuständigen Berater sitzen gerade in Berlin bei einem Latte Macchiato und halten Vorträge mit dem vielsagenden Titel How to survive a shit storm. Die nächsten Pappnasen aus den deutschen Chefetagen kommen bestimmt, die wieder die großen und erfolgreichen Namen aus der deutschen Blogosphäre einkaufen wollen und sich dann wundern, warum es nicht funktioniert. Ralf schreibt nebenan, dass der Slogan durchaus Charme hatte. Es zeigt sich eben auch, dass die Werbe– und Marketingwirtschaft hauptsächlich aus Sprücheklopfern besteht. Was nützt ein vermeintlich noch so guter Satz, mit denen sich die Menschen vielleicht identifizieren können, wenn sie ihn in der Werbung hören und sich dann lachend wegdrehen?

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Die total hippe SPD macht jetzt Netzpolitik

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Die SPD hat sich mal wieder etwas Neues einfallen lassen um die Netizens einzulullen. Nachdem man 11 Jahre gegen das Volk und die Menschen regiert hat, dem dem unfassbaren Fail im Wahlkampf und der lange erwarteten Klatsche bei der Bundestagswahl wurde nun ein Gesprächskreis Netzpolitik gegründet. Vielleicht sollte den Damen und Herren von der SPD mal einer sagen, dass Guido Westerwelle eher Hartz-IV-Anwalt wird, als dass die SPD jemals wieder glaubwürdig wird, was die Netzpolitik in unserm Land angeht.

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SR 2: Fragen an den Autor — Albrecht Müller — Meinungsmache

PodcastDie grandiose Sendung mit dem zugehörigen Podcast Fragen an den Autor haben wir schon mehrfach erwähnt. Am Sonntag war Albrecht Müller von den Nachdenkseiten zu Gast, der sein neues Buch Meinungsmache vorgestellt hat. Wenn alle führenden Medien ungefähr das Gleiche verbreiten, dann kann es sich einfach um die Wahrheit handeln. Es kann aber auch das Ergebnis gezielter Propaganda und Meinungsmache sein. Abweichende Meinungen können Verschwörungstheorien sein oder berechtigte Hinweise auf ein Vertuschen von unangenehmen Tatsachen. Wie arbeitet Meinungsmanipulation? Wie viel Mühe macht es, Meldungen zu überprüfen? Wo finden wir Hinweise auf versteckte Interessen und Drahtzieher? SR 2 — Albrecht Müller: Meinungsmache.

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Weitere Tipps zum Anhören:

Günter Wallraff – Der Aufmacher
Heribert Prantl – Der Terrorist als Gesetzgeber
Günter Wallraff – 13 unerwünschte Reportagen

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Ost und West vereint — endlich Gleichberechtigung

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PR Karikatur: Der unvergleichliche Bulo. 😀

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Deutsche Kinderhilfe — weitere Hintergründe

Es tun sich weitere — tiefe — Abgründe auf:

Nachdem die „Deutsche Kinderhilfe“ es nicht schaffte, sich mit einem seriöses Umfeld zu schmücken, wechselte sie die Vereinsstrategie. Nicht mehr die Projektarbeit, sondern Lobbying und PR-Arbeit rückten nun in den Fokus. Und diese Lobby– und PR-Arbeit hat es in sich.

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Die „Deutsche Kinderhilfe“ wirkt eher wie eine konservative Vorfeldorganisation der CDU, als wie ein gemeinnütziger Verein, dem es um das Wohl der Kinder geht. Leider wird sie in den Medien immer wieder als neutrale Rückendeckung für CDU-Positionen zitiert. So war es auch die Kinderhilfe, die dem pöbelnden JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder Schützenhilfe gab, als dieser Hartz IV-Empfänger pauschal als Alkohol– und Tabaksüchtige verhöhnte. So überrascht es auch nicht, dass die Kinderhilfe als einziger Verein von der Leyens Internetsperrphantasien begrüßt.

Weiterlesen beim Spiegelfechter Jens

Bleibt wirklich nur die Hoffnung, dass unsere Vierte Gewalt im Land der Elite das nicht durchgehen lässt. Hier werden offensichtlich Kinder zum zweiten Mal in ihrem Leben missbraucht. Zuerst das unendliche Leid ihrer Kindheit, jetzt wird ihr Leid zur politischen Wahlkampf-PR und für Lobbyismus ausgenutzt. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Ekelerregend…

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T-Mobile: kleiner Zeitvertreib für Kunden

Im Moment grassiert ja dieser neuerliche iPhone-Virus, Spezifikation 3G. Nachdem Steve neuester Hit im Moment nicht lieferbar ist und T-Mobile auch eine etwas sonderbare Einstellung diesbezüglich besitzt, dachte man sich hey, vertrösten wir doch die Kundschaft. Gesagt, getan verschickt man doch nun diesen Bastelspaß damit die Warterei und Gebührenzahlerei1 nicht derart langweilig wird. Na, habe ich zuviel versprochen? Im übrigen gibts auch gute Nachrichten: T-Mobile darf nicht für Dinge werben die sie überhaupt nicht anbieten. Ich frage mich doch gerade wer da für die PR zuständig ist, hat denn das Mutterschiff im Moment nicht schon genug Probleme?

Bastelspass von T-Mobile: Hohn und Spott für Frühbesteller

  1. zumindest sollen Gutschriften das teure nicht-Vergnügen ein wenig mindern []

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