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FreeBSD: die Ports

Die FreeBSD Ports sind ein wundervolles Werkzeug im Umgang mit tausenden von Anwendungspaketen und deren Abhängigkeiten. Im Gegensatz zu anderen Systemen, die bei ihrer Fülle an Paketen gerne auch diverse Architekturen bzw. das Userland mitzählen, um eine größere Anzahl Software zu suggerieren, gibt es es bei den FreeBSD Ports nur optionale Software bzw. die Architektur entscheidet sich bei der Übersetzung des Quellcodes.

22772 Ports sind es bis dato, Tendenz steigend. Knapp 834 stehen im Moment auf ignore, d.h. sie werden nicht installiert, 238 von diesen sind tatsächlich kaputt, andere sind nicht wirklich frei ob restriktiver Lizenzen, wiederum andere besitzen bekannte Sicherheitslücken.

Die Vorgehensweise zur Installation von Ports ist recht simpel, man aktualisiert mittels csup oder portsnap den Portstree, navigiert in diesem zur gewünschten Applikation und baut diese mittels make install clean. Etwaige auftretende Dialoge kann man schlicht mit Okay beantworten, außer man weiß was man tut.

portsnap fetch extract

portsnap fetch update

cd /usr/ports/multimedia/mplayer

make install clean

 

In obigem Beispiel wird portsnap als root genutzt, portsnap fetch extract lädt initial einen Schnappschuß des Portstree herunter und entpackt diesen. Ist dies einmal getan, genügt zukünftig ein portsnap fetch update um den Portstree zu aktualisieren. Bei diesem Beispiel wird mplayer installiert, indem man zu dem entsprechenden Verzeichnis navigiert und mittels make install clean den Bau, sowie die Installation initiiert.

Wichtig vor jeder Installation, insbesondere bei einem Update von Software ist ein Blick in /usr/ports/UPDATING, dort finden sich regelmäßig wichtige Hinweise bezüglich etwaiger Fallstricke und wie man diese umgehen kann.

Ein Update per se, ist wie bei obiger Vorgehensweise recht simpel, wiederum navigiert man in das entsprechende Verzeichnis, deinstalliert die Software und installiert diese neu, nachdem der Portstree aktualisiert wurde.

 

portsnap fetch update
cd /usr/ports/multimedia/mplayer
make deinstall clean && make install clean

 

Natürlich ist dies bei entsprechend viel Software und diversen Abhängigkeiten recht aufwendig, insofern greift man gerne zu Hilfsmitteln — ich nutze für diesen Zweck portmaster. Portmaster ist ein Script, welches all die wiederkehrenden Aufgaben übernimmt und den Alltag erheblich erleichtert.

 

portsnap fetch update
cd /usr/ports/ports-mgmt/portmaster && make install clean
portmaster mplayer

 

Diese Vorgehensweise würde den Portstree aktualisieren, portmaster installieren und mit diesem den bereits installierten Port mplayer aktualisieren. Möchte man mplayer initial installieren, so muß man nur ein Teil der Verzeichnisstruktur mit angeben, portmaster multimedia/mplayer. Auch die rekursive Abarbeitung von Updates ist möglich, so daß ebenso alle von diesem Port abhängigen Ports aktualisiert werden.

 

portmaster multimedia/mplayer
portmaster mplayer
portmaster -e mplayer
portmaster -R mplayer
portmaster -L
portmaster -a
portmaster -g

 

portmaster multimedia/mplayer installiert wie bereits erwähnt initial einen Port, portmaster –e mplayer deinstalliert einen Port, portmaster mplayer ohne Angabe eines Unterverzeichnisses aktualisiert einen bereits installierten Port, portmaster –R mplayer aktualisiert ebenso alle von mplayer abhängigen Ports, portmaster –L listet alle installierten Ports sowie etwaige Updates, portmaster –a installiert alle anstehenden Updates, portmaster –g erzeugt ein Paket, welches mittels pkg_add einfach auf anderen Rechnern installiert werden kann. Darüber hinaus findet man in der Manpage zu Portmaster noch allerlei nützliche Funktionalitäten, welche u.a. auch den Umgang mit Paketen erleichtern.

Die Abarbeitung von Ports mittels Tools wie portupgrade bleibt hier unerwähnt, da ich derlei auf Datenbanken basierende Werkzeuge in heutiger Zeit eher als unnötigen Ballast erachte, denn Hilfe. Wer dennoch portupgrade nutzen möchte, der sollte sich für eines von beiden entscheiden. Eine alternierende Anwendung beider Werkzeuge zieht schwerwiegende Probleme nach sich, man sollte dies also tunlichst vermeiden.

Wer darüber hinaus die Lust verspürt eigene Ports zu erstellen bzw. diese zu aktualisieren, der kann sich das FreeBSD Porter-Handbuch zu Gemüte führen.

Viel Spaß :-)

 

 

Bild: Der Bulo

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FreeBSD hat einen neuen Portmgr

Martin Wilke has been one of our active committers since receiving his commit bit today 3 years ago. He has been working in a number of subgroups including python, ports-security and the KDE team.

FreeBSD ML

FreeBSD hat einen Neuen und zwar einen Portmgr. Keine leichte Aufgabe, aber ich kenne keinen besseren als Miwi (aka Martin Wilke), der die FreeBSD Ports mittels seiner hochqualitativen und aufopfernden Arbeit ein gehöriges Stück nach vorne brachte. Welches Werk er bisher vollbrachte kann man anhand der Statistiken nachvollziehen und dies alles ausschließlich in der Freizeit! Glückwunsch von meiner Seite :-)

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hell freezes: FreeBSD Ports nehmen eine Auszeit

Wie immer vor einem anstehenden Release, in diesem Fall FreeBSD 7.2, wird der Portstree eingefroren. D.h. rien ne va plus — nichts geht mehr bei den Ports, abgesehen von diversen Fixes, die jedoch einer gesonderten Genehmigung bedürfen. Näheres diesbezüglich kann man dort nachlesen. Schnell soll es diesmal von statten gehen, von zwei Wochen ist die Rede. Die Qualität genießt natürlich weiterhin innerhalb FreeBSDs absolute Priorität, doch möchte man ebenso Nachwehen vermeiden, in Form von etwaig anfallenden Aktualisierungen die herbe Veränderungen mit sich bringen und nach einem zulange andauernden Freeze Tsunami-artig hereinbrechen. In kleinen Häppchen verdaut sich dies alles weitaus genehmer 😉

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neues aus alternativen, hochqualitativen Gefilden

One of my heretical opinions is that we worry way too much about licensing. And in particular; I don’t think we really need reciprocal licensing. I don’t think we need licenses like the GPL, that punish people for taking code closed-source…» Eric then went on to say that the BSD license is a good alternative to the GPL.

ESR on the GPL

Ich konnte nicht widerstehen dieses Zitat Raymonds zu nutzen, auch wenn mir klar ist das dieses eine klassische Steilvorlage an Stallman darstellt. Anderseits ist Raymonds konsequente Vorstellung von Freiheit auch kein Geheimnis.

Bild: pofacs.de , pofacs #050

Abseits davon findet man auf Pofacs ein Interview mit obigen beiden netten Herren, hochkarätige Deutsche FreeBSD-Vertreter — immer wieder hörenswert :-)

Last not least: Multi processor compilations for everyone. Die Ports nutzen nun die Vorteile mehrerer Kerne vollautomatisiert. Realisiert wurde dies mittels einer Whitelist, da nicht jede Software einwandfrei mit der Kraft mehrerer Herzen durchkompiliert. Schwergewichte wie z.B. Firefox flitzen damit und zusammen mit ccache ist das einfach nur ein Traum.

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FreeBSD 8.0 ante portas: Problemkinder

Und wie das nun so mit Platzhirschen ist, um die Stellung zu behaupten ziehen oftmals neue Dinge ein welche den Abstand zu etwaigen Mitbewerbern vergrößern. Anderswo gibt man sich kaschierten Imitationen hin oder ruht sich auf Lorbeeren anderer aus — ohne diese jedoch entsprechend zu würdigen, bei FreeBSD hingegen feiert man oftmals evolutionäre Entwicklungen gepaart mit entsprechend gewürdigten technologischen Ergüssen anderer.

Wie dem auch sei, FreeBSD 8.0 steht vor der Tür und diverse Ports kommen mit diesen Neuerungen nicht wirklich zurecht und bedürfen somit kunstfertiger Hände, welche sich dieser Widerspenstigen widmen. Wer sich dazu im Stande sieht wendet sich an Mr. Ports himself: miwi (aka Martin Wilke) :-)

Bild: allbsd

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FreeBSD: KDE 4.2 in den Ports angelangt

The KDE FreeBSD team is proud to announce the release of KDE 4.2.0 for FreeBSD. Die komplette Ankündigung kann man bei miwi nachlesen. Nachdem das Release von KDE 4.x zuvor völlig falsch nach außen kommuziert wurde1, visiert KDE 4.1 und insbesondere das just erschienene KDE 4.2 die breite Masse an. Der Support für FreeBSD 6.x wurde übrigens wie angekündigt fallen gelassen. Have phun und Dank an miwi sowie alle anderen Mitarbeiter, Tester et al. :-)

  1. Klientel war der experimentierfreudige User — Dank einiger unbelehrbarer übereifriger Fanboys sowie diverser Medien []

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