Schlagwort ‘Politically Incorrect‘

Im Netz der Islamfeinde

Vor ein paar Tagen habe ich mit einer harmlosen Presseanfrage an zwei FDP-nahe Stiftungen in ein Wespennest gestoßen. Heute kann ich die Reaktionen ein wenig besser einordnen. Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau haben heute einen Bericht über das rechtsextreme Blog Politically Incorrect veröffentlicht:

Dokumente, die dieser Zeitung zugespielt wurden, belegen, dass PI weit mehr ist als eine harmlose Internetseite. Es handelt sich vielmehr um eine Organisation, die zum Teil hochkonspirativ an der Verteufelung einer ganzen Glaubensgemeinschaft arbeitet. Die in einem internationalen Netzwerk von Islamhassern eine entscheidende Rolle spielt und diese noch auszuweiten gedenkt. Die Gewaltverherrlichern und Rassisten, deren Weltbild dem des norwegischen Massenmörders Anders Breivik ähnelt, ein Forum bietet.

Money quote:

Unter den Dokumenten, die dieser Zeitung vorliegen, befinden sich mal mehr, mal weniger intensive Korrespondenzen mit etlichen Organisationen und Privatpersonen. Darunter hierzulande sattsam bekannte «Islamkritiker» wie Ralph Giordano oder Henryk M. Broder — was seltsam ist: Bestreitet Broder doch eine Nähe zu «Politically Incorrect».

Persönliches money quote:

Die Strahlkraft des Blogs scheint inzwischen sogar bis in lupenrein demokratische Parteien zu reichen. Anders jedenfalls ist es nicht zu erklären, dass auch der Stresemann-Club — ein rechtslastiger Verein innerhalb der FDP — Kontakt mit dem «lieben Stefan» aufgenommen hat.

Die Nähe zur Partei «Die Freiheit» überrascht nicht. As I said.

Wer noch mehr über Politically Incorrect wissen möchte, nebenan bei Dietmar

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Geert Wilders und «Die Freiheit» zu Gast im Maritim Hotel Berlin

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Bild: Spiegelfechter

Am Wochenende hatte die zumindest rechtspopulistische, wenn nicht sogar von der Basis her, rechtsextreme Partei «Die Freiheit» nach Berlin geladen. Die Vorfreude auf rassistischen Blogs wie Politically Incorrect war groß, war doch der holländische Superstar Geert Wilders geladen. In den Niederlanden mag Geert Wilders durchaus Erfolg haben, in Deutschland jubelt ihm nur ein armseliges Häufchen zu. Selbst als wenige Tage vor der Veranstaltung die Tickets verramscht wurden, gelang es am Wochenende nicht, den Saal zu füllen. Lediglich rund 600 Verirrte kamen nach Berlin. Doch das nur am Rande. Gewundert hat mich, dass ein Hotel, wie das Maritim in Berlin, welches vom Tourismus abhängig ist, täglich aus aller Welt Gäste empfängt, dieser Partei und Geert Wilders Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Ich habe das Maritim angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Die Antwort zeigt nachvollziehbar, wie es zu solchen Veranstaltungen kommen kann und endet mit einer klaren Ansage, die man sich auch von anderen wünscht. Chapeau an das Maritim in Berlin. Wenn Ihr also man in Berlin seid, das Maritim ist eine gute Adresse. Die Stellungnahme:

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Flattr, Peter Sunde und die NPD

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Foto: F!XMBR

Als ich vor knapp zwei Wochen Flattr und die dazugehörigen Blogs dafür kritisierte, dass zugelassen wird, dass die NPD Teil ihres kleinen Netzwerkes ist und somit auch ein stückweit von Flattr, dem System und der Community finanziert wird, war der Aufschrei groß. Peter Sunde meldete sich in den Kommentaren zu Wort und merkte an, dass sich Flattr als schwedisches Unternehmen an schwedische und nicht an deutsche Gesetze halten müsse. Er führte weiter aus, dass es ihm per Gesetz untersagt sei, die NPD von Flattr auszuschließen, das sei Diskriminierung. Mehrere Kommentatoren sprangen darauf an — der gute Peter Sunde hätte doch gute Gründe genannt, warum er Geschäfte mit der NPD macht. Der Held der Community hatte gesprochen. Hugh! Elke Wittich, @Elquee, hat recherchiert und eine Anfrage diesbezüglich an das schwedische Justizministerium gestellt. Die Anfrage wurde an das Ministerium für Integration und Gleichstellung weitergeleitet. Die Antwort fiel wie erwartet aus.

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Blogger und Medien für Nazis

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(Klick auf das Bild für höhere Auflösung)

Vor ein paar Wochen wurde die wunderbare Kampagne Soziale Netzwerke gegen Nazis gestartet. Fast alle der großen Sozialen Netzwerke waren mit im Boot — es fehlte lediglich Facebook, was entsprechend kritisiert wurde. Auch Flattr war nicht mit dabei — aber dafür ist das Unternehmen wohl noch zu klein. So dachte ich zumindest. Ein typischer Fall von «falsch gedacht». Seit gestern wissen wir, dass Nazis von Flattr geschützt werden.  Die Verantwortlichen wurden darauf hingewiesen, was für Gesellen sich bei ihnen tümmeln. Die Reaktion erschreckt — man kämpfe für die so genannte «Freedom of Speech». Doch nicht nur Flattr selbst beruft sich auf das Totschlagargument Zensur, wenn man die NPD ausschließen würde — erschreckend viele deutsche Blogger behaupteten in den letzten Stunden, die NPD sei doch eine ganz normale Partei. Mir fehlen dazu ehrlich gesagt ein stückweit die Worte — und wenn immer es soweit ist, versuche ich mit Satire zu arbeiten und zu antworten…

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Flattr — Geld verdirbt den Charakter

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Satirisches Logo: F!XMBR

Egal ob man das Prinzip Flattr nun ablehnt oder nicht: es gibt Dinge, die sollte niemand, der mit beiden Beinen innerhalb unseres Grundgesetzes mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Strömungen steht, akzeptieren, tolerieren oder nur einen Ansatz von Rücksicht zeigen. Dazu gehören selbstverständlich die NPD und deren PR-Organ «Deutschlandecho». Ich denke, ich muss das nicht begründen. Man kann die CDU und FDP politisch bekämpfen und doch beim Stadtteilfest gemeinsam einen Kaffee trinken. Bei manchen CDU– und FDP-Wähler ist Hopfen und Malz noch nicht verloren — umgekehrt denken viele Menschen übrigens genauso. Das ist bei den Rechtsextremen nicht der Fall. Und genauso verhält es sich selbstverständlich auch mit den islamfeindlichen Muttersöhnchen von Politically Incorrect, bei denen es natürlich mit der NPD eine große Schnittmenge gibt. Warum ich das gerade jetzt anspreche? Nun, bereits am 30. August wies ich Markus Beckedahl von netzpolitik.org per Twitter darauf hin, dass die NPD und ihr PR-Organ «Deutschlandecho» Flattr nutzen. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass ein paar Berliner Kollegen gute Kontakte zu Peter Sunde & Co. haben. Die Nachricht ist im Übrigen angekommen, es gab eine kurze Rückfrage. Dann habe ich gehofft und darauf gewartet, dass Etwas passiert.

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