
Wie man sieht, blieb optisch alles beim alten, unter der Haube tat sich jedoch viel. Herausragendste Neuerung dürften die inzwischen bei der Konkurrenz üblichen Erweiterungen sein. Opera bot bis dato einzig Widgets, deren Nutzen in der Praxis sich mir bis heute nicht erschließen. Unter Opera Extensions findet man zum jetztigen Zeitpunkt 201 Erweiterungen. Erstellt werden diese wie üblich in HTML(5), CSS und Javascript.
Darüber hinaus kann man nun mittels Tab Stacking Tabs stapeln, d.h. man zieht einen Tab auf einen anderen und erstellt somit eine Gruppe von Tabs. Anheften von Tabs, wie auch in Firefox 4 und Chrome usus, ist nun ebenso möglich, Mail-Klient und Feed-Reader wurden überarbeitet, etc. pp. Opera 11 ist insgesamt wie gewohnt recht flott und funktionell, allerdings entdeckt man wenig tatsächliche Neuigkeiten, sondern mehr den durchaus geglückten Versuch zur Konkurrenz aufzuschließen. Höher, schneller, weiter … aber kaum mehr, letztendlich also eine gelungene Produktpflege.
In der Praxis jedoch erweist sich Opera mehr denn je als Nachzügler, oft funktionieren diverse Seiten nur fehlerhaft, einige gar überhaupt nicht. Das ist sicherlich nicht das Problem von Opera per se, aber im WWW entscheidet eben der Interpreter mit der größtmöglichen Kompatiblität und viele Webdesigner präferieren wie anno tobak heutzutage auch leider wieder einmal nur bestimmte Browser — damals den Internet Explorer, heute Firefox und Google Chrome. «It sucks less …» trifft auf Opera heutzutage nur noch bedingt zu.
Bild: F!XMBR

Dieser flinke und immer noch gemäß dem heutigen Web-Kontext als schlank zu bezeichnende Browser ist nun in der Version 9.6 zu haben. 




