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Die Glaubwürdigkeit der Bahn und des Bahnchefs Mehdorn

Die letzten Tage waren sicherlich nicht einfach für Bahnchef Mehdorn. Da kam doch tatsächlich heraus, dass die Bahn 173.000 Mitarbeiter ausspioniert hat, er sich dafür überrachenderweise jede Menge Kritik eingefangen hat, und sich nach und nach die Politik von ihm distanzierte, auch Politiker, die ihn vorher noch hofiert haben und sich in seinem vermeintlichen Erfolg gesonnt haben. Angefangen bei Wolfgang Tiefensee, zum Schluss war es unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Heute musste dann der ewig unter Strom zu stehende Bahnchef zurückrudern. Die Jubelperserpresse im gesamten Land veröffentlicht die Entschuldigung Mehdorns:

Der Chef der Deutschen Bahn beugt sich dem Druck der Öffentlichkeit. Nach massiver Kritik wegen der Datenaffäre hat sich Hartmut Mehdorn in einem Mitarbeiterschreiben an die Beschäftigten gewandt. Darin räumt er «falsch verstandene Gründlichkeit» bei dem umstrittenen Datenabgleich ein — und fügt hinzu: «Aus heutiger Sicht waren wir hier übereifrig.“

SZ — Falsch verstandene Gründlichkeit

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Grimme Online Award — Sie tun es wieder

GOA 2008Nach den Skandalen des letzten Jahres hatte man irgendwie die Hoffnung, dass sich der Grimme Online Award dieses Jahr fangen würde. Aber — wie das so häufig im Leben ist, wird man auch dieses Jahr (nicht) enttäuscht. Nach den offensichtlichen Mauscheleien des letzten Jahres, nachdem schon mehrere bekannte Blogs aus dem Berliner Blognetzwerk den Preis in Empfang nehmen durften, trifft es auch diesmal — völlig überraschend — wieder ein Mitglied des kleinen, aber elitären Bloggernetzwerkes. Die Privacy-Linkliste netzpolitik.org wird dieses Jahr den Preis in Empfang nehmen dürfen — bei diesem offensichtlichen Preise-Hin-und-Hergeschubse lässt man am besten die Nominierung weg. Die Preisübergabe gilt in gewissen Kreisen als sicher. Rechtlicher Hinweis: Natürlich kann es auch anders kommen — man ist ja kein Hellseher. Nach diesem Jahr fehlen dann kaum noch führende Yahoo-Werber in der Gewinner–Liste — richtig, auch netzpolitik.org, die sicherlich auch aufgrund ihrer angeblichen Chinakritik vom Adolf-Grimme-Institut nominiert wurde, hat für Yahoo geworben. Die Tatsache, dass nun diese Privacy-Linkliste nominiert wurde, muss man skandalös nennen — man darf nicht vergessen, dass in diesen jährlichen Spaß des Adolf Grimme Institutes und des Berliner Bloggernetzwerkes viele Steuergelder einfließen.

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