Schlagwort ‘Netz‘

Pottermore.com — Der Sprechende Hut hat Dich Slytherin zugeteilt

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Als Joanne K. Rowling Mitte des Jahres Pottermore.com ankündigte war die Aufregung groß. Eine virtuelle Zauberwelt sollte es werden, ein soziales Netzwerk für Harry-Potter-Fans. Ich habe die Gelegenheit nutzen können und mich zwischenzeitlich in einer kurzen Phase für einen Betatest registrieren können. Gestern bekam ich eine E-Mail, ich solle doch mal wieder vorbeischauen. Viel erwartet habe ich nicht. Und doch könnte Pottermore.com eine Spielwiese für eine ganze Generation junger Menschen und Junggebliebener werden.

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Die verschmähte Liebe des Jörg Tauss

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Jörg Tauss, in den letzten zwei Jahren im politischen Berlin mehr oder weniger zum politischen Hofnarr avanciert, kritisiert in seinem aktuellen Blogartikel den Chaos Computer Club. War Jörg Tauss vor Jahren noch der einzig glaubwürdige Netzpolitiker, ist er heute zur tragischen Figur verkommen. Seine befremdlichen Recherchen im Kinderporno-Milieu sollen hier aber nicht das Thema sein. Es ist bekannt, dass Tauss mittlerweile im Heise-Forum-2.0 angekommen ist, sprich der Piratenpartei. Auch wenn er sich offiziell nach seiner Verurteilung zurückgezogen hat, so gehört er doch zu dem politischen Arm Deutschlands, der von sich behauptet, das Internet erfunden zu haben und alle netzpolitischen Forderungen, die derzeit durch die Parteien geistern, aufs politische Tableau gehoben zu haben. Tauss kritisiert in seinem Artikel die Politisierung des CCC, dessen politische Zusammenarbeit mit allen Parteien, insbesondere die Gespräche mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Die sicherlich an der einen oder anderen Stelle berechtigte Kritik wird aber ad absurdum geführt, wenn er rhetorisch fragt, ob der «CCC Verbündete oder gar einen politischen Arm, wie beispielsweise die Piratenpartei» braucht. Die Piratenpartei als politischer Arm des CCC? Das wäre ungefähr das gleiche, als wäre Paris Hilton der verlängerte Arm von Stephen Hawking.

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die guten Vorsätze …


Bild: Caspar David Friedrich, «Der Wanderer über dem Nebelmeer», gemeinfrei

Gute Vorsätze gibt es viele, die einen möchten abnehmen, andere möchten mit dem Rauchen aufhören, wahrscheinlich existieren gar Zahlen, die eine Häufigkeit bestimmter Vorsätze belegen. Wie dem auch sei, die Mehrheit weiß sehr wohl, daß es um die Nachhaltigkeit jener zu Neujahr gefaßten Vorgaben eher schlecht bestellt ist im neuen Jahr. Drum verzichte ich auch liebend gerne auf derlei Nonsense und verfolge eine gänzlich andere Maxime, die weitaus häufiger mit Erfolg gekrönt ist.

Facta, non verba. Traditionen sind gut, solange diese nicht nur den Schatten einer Erinnerung pflegen, sondern auch zu neuem Tatendrang gereichen. Diese Tradition zu Neujahr ist solch eine liebgewonnene Erinnerung, ohne merklichen Mehrwert.

Dennoch, einen «Vorsatz» faßte ich, wenn auch nicht zu Neujahr, sondern spontan im Sommer dieses Jahres: weniger Internet, mehr andere Aktivitäten. Ich trenne nicht Reallife und Virtuallife, daß Internet ist schlicht eine Aktivität im Reallife, welche ich mehr und mehr zu Gunsten anderer Aktivitäten einzuschränken gedenke. Dies funktioniert nicht über Nacht, aber bis dato habe ich schon gute Fortschritte gemacht. Der Grund war auch eher, daß die Tat dem Vorsatz vorausschritt und das Vorhaben somit Momentum erlangte. Dies bedeutet jedoch keineswegs, daß ich eine Abstinenz pflegen werden, sondern mehr Ruhe einkehren lasse. Ich überlasse vermehrt die Banalitäten anderen, blogge weniger und schränke auch vermehrt die Vernetzungen des Web 2.0-Alltags ein. Auf der anderen Seite bin ich bei Open Source wieder aktiver, fotografiere mehr und frische teils maßvoll verloren geglaubte Web 1.0-Aktivitäten wieder auf.

Es ist interessant mit anzuschauen, wenn man abseits der Oberfläche wieder deutlich Tiefe erblickt, echte Informationen, Wissen, in aller Ausführlichkeit formulierte Gedanken. Slow Media kommt mir da in den Sinn, kein Vorsatz, aber etwas, daß man einfach tun sollte. Heute, nicht morgen!

Ich werde weniger bloggen und dennoch mehr schreiben. Videos oder Lesetipps sehe ich nur als Schmankerl für zwischendurch, kaum als tatsächlichen Beitrag. Die Beiträge, welche zu einem kurzatmigen Echauffieren gereichen, sind längst Vergangenheit, dafür genügt heute das Setzen eines Links, jene nachhaltiger Natur sind rar gesät, da man sich tiefschürfende Gedanken etc. nicht einfach mal so an einem Nachmittag aus dem Ärmel schüttelt. Teils paraphrasierte und zur Noblesse erhobene Worte, mögen zwar dem einen oder anderen «Unbedarften» den Schein von Tiefe vermitteln, wie sooft in der Blogosphäre, aber dies ist nicht meine Art.

Wir lesen uns, dies mit Sicherheit — weniger im Web 2.0, aber gewiß irgendwo abseits davon. Guten Rutsch :-)

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der «digitale Bürgerrechtler» oder die unendliche Geschichte vom Scheitern

Ich bin es leid wieder und wieder Dinge zu erklären, die längst offenkundig sein sollten. Ich bin es auch leid, wieder und wieder gegen Menschen anzukämpfen, die ob ihres offensichtlichen gelebten Fun-Faktors Dinge, die sich nicht im Ansatz verstehen bzw. verstehen möchten, lobpreisen und damit einem nicht abzusehenden Kolateralschaden willfährig den Weg bereiten. Diese unbedarften Zeitgenossen, bezeichnen jene Kritiker als «analoge Menschen», «Schrebergärtner» usw. Da wird von «Gartenzwergfotografiererei» fabuliert, garniert wird dies mit Cassandra-Rufen bezüglich der Netzneutralität, gleichsam tangiert die Realität vor Ort, dieses sogenannte Reallife, nicht im geringsten. Die Vorratsdatenspeicherung wird als abstrakte Größe im «Netz» gehandhabt, ohne daß viele das Ausmaß dieser überhaupt begreifen, wie sonst wäre die Lobhudelei zu Gunsten Streetviews zu verstehen, von der virtuellen Ignoranz gegenüber der kommenden Volkszählung ganz zu schweigen?

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shiver me timbers: 10 «Thesen» zur Netzpolitik

Ich habe es mir abgewöhnt die «Piraten» Piraten zu nennen, da ich letztere spätestens seit Stevensons «Schatzinsel» recht cool finde und diese Fazination mit jenen fleischgewordnenen Jecken nicht viel gemein hat. Drum nutze ich für jene vornehmlich die Bezeichnung Likedeeler, von Kontext und Habitus her ohnehin die adäquatere Bezeichnung meiner Meinung nach.

Ich will hier auch gar nicht tief auf die Strukturen oder das Anliegen jener Leute eingehen, das Netz genießt dort Priorität, Dinge der «realen Welt» werden mehr oder weniger ignoriert oder beiläufig eingeflochten. Ein Funken Wahrheit ist immer auffindbar, so auch bei jener «These»: «Gesetze der realen Welt dürften nicht einfach auf das Netz angewendet werden.» Logisch ist dies wohl, ein wenig Finetuning tut immer Not, aber allgemein paßt es.

Weitaus problematischer ist es, dem Netz eine Sonderrolle zuzuschreiben, in welcher Ausnahmen zu gelten haben, da alles irgendwie anders sei. So jedenfalls argumentiert der Staat, das BKA, der BDK und diverse andere, die in diesem Netz die Büchse der Pandora schauen. Nun diese Likedeeler forcieren diese Art von Sonderrolle für das Netz schon seit Anbeginn ihrer Existenz, nun zementierte man dieses Anliegen anhand von 10 «Thesen».

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Das mit dem Gauck-Hype

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Jens über die Tatsache, wie die SPD und die so genannten Leitmedien die Menschen vergauckeln.

Gauck bei F!XMBR:

Gauck ist überzeugter Neoliberalist
Ich lass mich nicht vergauckeln

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ein Manifest, ein Manifest

Zugegeben ich schreibe mich so manches mal ein wenig in Rage, so ein klein wenig zumindest. Gestern beispielsweise war so ein Tag, wenn die selbsterklärte Crème de la Crème der Netcitizens, aka Werber und Journalisten, sich wieder einmal aufmacht für alle die Stimme zu ergreifen, die eben nicht bei drei unterm Tisch sind.

Gestern las ich es noch: vor 10 Jahren, ja da wäre solch ein Manifest der Hit per se gewesen. Heute aber? Heute aber zuckt man mit den Schultern, es ist inzwischen usus sich mit derlei Dingen zu profilieren, der Sturm im Wasserglas wird jedoch nur ob der Initiatoren angeregt, von denen einige schon in diesem Mikrokosmos Bloggosphäre den einen oder anderen Fauxpas landeten. Erwähnenswert wären da Vodafail, Adical und auch ein wenig Glanz und Gloria seitens des online Tagesspiegels.

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Das Wallstreet Journal nennt Deutschland in einem Atemzug mit China

Eine kleine Nachtlektüre:

The Chinese government may be backing down from its plan to install new «filtering» software, Green Dam, on all Chinese computers. But it would be naïve to think that scrapping the Green Dam mandate means the end of headaches for computer– and device-makers world-wide. More and more governments — including democracies like Britain, Australia and Germany — are trying to control public behavior online, especially by exerting pressure on Internet service providers. Green Dam has only exposed the next frontier in these efforts: the personal computer.

[…]

In Germany, Internet users and civil liberties groups are fighting proposed legislation mandating a national censorship system. The Bundestag votes today on a bill authorizing German police to establish and maintain a list of Web sites that Internet service providers would be required to block. In a petition against the bill, German civil liberties groups call it «untransparent and uncontrollable, since the ‘block lists’ cannot be inspected, nor are the criteria for putting a Web site on the list properly defined.» These concerns aren’t unfounded: Some German politicians have already suggested extending the block list to Islamist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have suggested it would also be nice to block file-sharing sites too.

Die Protestbewegung wird selbst in den USA registriert, soweit zum Positiven. Zum Negativen ist schon so viel gesagt worden. China lacht über uns, mit dem Hinweis, unsere Zensur sei nichts anderes wie die im Land der Mitte. Zensur ist und bleibt Zensur — ob nun durch die chinesische Regierung oder durch unsere Bundesregierung und das BKA, es bleibt das gleiche. Und nun nennt uns das altehrwürdige Wallstreet Journal in einem Atemzug mit China. Wie tief wollen diese Freiheit– und Demokratiefeinde im Deutschen Bundestag eigentlich noch sinken?

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Zensursula zum Wochenende

Das ZDF hat gestern in der Nachtsendung Zensursula zum Thema gemacht. Man merkt es überdeutlich, dass es Ursula von der Leyen um reine Profilierung geht, sie von PR-Mitarbeitern extrem geschult wurde, Kinderpornografie, also die Vergewaltigung von Kindern — sie kommt umso durchsichtiger und unglaubwürdiger rüber. Die Frau ist gelebte Politikerverdrossenheit.

Lasst Euch nicht verarschen.
In diese Richtung rollt der Zug.

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Netzsperren-Gegner sind anonyme Pädokriminelle

So lässt sich die Argumentation von Ursula von der Leyen und Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg zusammenfassen. Dass dem nicht so ist, wurde mehrfach belegt — aber Argumente zählen in der Politik nicht. Hier geht es um Wahlkampf und die Internetzensur. Christan Bahls, Gründer von MOGIS — MissbrauchsOpfer gegen Internetsperren, hat eine nette Idee ins Leben gerufen: Gib Deiner Stimme ein Gesicht. Auf der Webseite kann man sein Foto hochladen und so seiner Stimme ein Gesicht geben. Das kann anonym geschehen, die Bilder stehen im Vordergrund, man kann aber auch seinen Namen angeben, der angezeigt wird, wenn man mit der Maus über das Foto fährt. Wir sind weder anonym noch pädokriminell, wir treten für unsere freiheitlichen Grundrechte ein. Im Internet, auf der Straße — überall.1

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  1. Und wenn wer sein Foto aus durchaus nachvollziehbaren Gründen nicht hochladen möchte, dann ist das selbstverständlich akzeptiert. :) []

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SPD und Union einigen sich über Internetzensur

Die SPD arbeitet weiterhin hartnäckig am Projekt 10, die Union im Gegenzug, der FDP zu weiteren Höhenflügen zu verhelfen. Wie Heise berichtet, hat sich die Regierungskoalition auf die Internetzensur verständigt. Dabei sollen Abstriche zum bisherigen Gesetzentwurf gemacht werden. Die Strafverfolgung von Usern, die auf der Stopp-Seite landen, soll gestrichen werden. Echtzeit-Kommunikationsüberwachung soll verboten werden. Ein so genanntes unabhängiges Gremium soll das BKA überwachen. Stellt sich natürlich die Frage: Wer überwacht die Überwacher? Wer also in den letzten Wochen auf die SPD gehofft hat, wurde mal wieder eines Besseren belehrt. Kaum sind die Wahlen vorbei, werden weiter Grund– und Bürgerrechte abgebaut. Im Gleichschritt mit der Union wird ein Überwachungsstaat installiert. Die grundsätzliche Kritik wurde nicht mal im Ansatz verstanden, geschweige den angenommen.

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