Schlagwort ‘Nationalsozialismus‘

Warum Gauck gefährlich ist

Nun ist es amtlich: Wir bekommen einen Neuen Rechten als Bundespräsidenten: Seine erste Rede hat Bundespräsident Joachim Gauck heute mit den Worten Was für ein schöner Sonntag begonnen. Gauck hat hier das NS-Opfers Jorge Semprún zitiert, der seine Erfahrungen im KZ Buchenwald niedergeschrieben und sein Buch eben so genannt hat.

Die taz hält dazu fest: Semprún attackierte damit einen weitreichenden Konsens […]: nämlich mit dem beschwörenden Rekurs auf die Einmaligkeit von Auschwitz jeglichen Versuch zu unterbinden, Nationalsozialismus und Stalinismus, rechten und linken Totalitarismus zu vergleichen. Ulrike Ackermann schreibt weiter in ihrem Artikel: Hitlers Rassenmord sei eine Folge des Stalinschen Klassenmords gewesen, d.h. die «linken» Verbrechen seien den «rechten» ursächlich vorausgegangen.

Gauck hat es bereits mehrfach anklingen lassen: Was über Jahrzehnte Konsens innerhalb der deutschen Bevölkerung und Politik war, nicht nur im linken Spektrum, wird von Gauck in den nächsten Jahren aufgekündigt werden: Der Nationalsozialismus, das Dritte Reich, die Judenverfolgung, Ausschwitz und Buchenwald, waren keine einmalige Sache, sondern können mit den Verbrechen Stalins, dem sogenannten Stalinismus vergleichen werden, Stalins Massenmorde begründeten den Nationalsozialismus sogar.

Mit diesem Präsidenten werden wir noch sehr viel Spaß haben…

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In den Tod geschickt

Ich komme gerade aus der Ausstellung In den Tod geschickt im Hamburger Kunsthaus. In der Ausstellung geht es um die Deportation von Juden, Sinti und Roma aus Hamburg in die Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges. Insgesamt wurden 7.692 Menschen vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof aus deportiert. Die Ausstellung ist sehr persönlich gehalten, Einzelschicksale machen das unvorstellbare Grauen erst greifbar. Immer wieder wird bewusst, wie akribisch der deutsche Staatsapparat den Völkermord buchhalterisch erfasst und begleitet hat. Es wird wieder einmal klar, dass die Deutschen sehr wohl gewusst haben, was während der Zeit geschehen ist. Sei es durch die einfache Bewerbung um die Wohnung des Juden, der gerade umgezogen ist oder durch die Spontan-Versteigerung der Haushaltsgegenstände, die nach dem Umzug zurückgeblieben sind.

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