Ihr mimt die unermüdlichen Kämpfer für den Mindestlohn. Dabei werft Ihr der Kanzlerin schon mal Springerlobbyismus vor — um kurze Zeit später im großen BamS-Interview den BILD-Redakteuren aus der Hand zu fressen. Ihr steht für einen Überwachungsstaat, wie kaum eine andere Partei. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 habt ihr unser ehemaliges freies Land in einen Überwachungsstaat umgewandelt. Die Vorratsdatenspeicherung mit über 30.000 Klagen von besorgten Bürgern vor dem Bundesverfassungsgericht ist dabei nur eine kleine Randnotiz — die SPD-Innenpolitiker arbeiten weiter mit Hochdruck daran, den Begriff Freiheit vergessen zu machen. Auch steht Ihr unermüdlich zum Atom-Ausstieg — daran wird nicht gerüttelt, so ist aus Euren Reihen zu vernehmen.
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Mitte diesen Jahres hat der Springer-Konzern den Briefzusteller Pin AG übernommen. Über eine halbe Milliarde Euro hat der Konzern angeblich auf Bestreben von Springer-Chef Döpfner locker gemacht — eine der größten Investitionen in der Springer-Geschichte. Schon im Vorfeld der Diskussionen rund um den Postmindestlohn hat der angebliche Anwalt des kleinen Mannes, der Springer-Konzern, Politik gemacht. Neben einer großen Anzeigenkampagne, die den Mindestlohn verunglimpfen sollte, gab es zudem eine Demonstration der eigenen Mitarbeiter, die mit diesem bisher gezahlten Hungerlohn leben mussten — sie Demonstrierten gegen [sic!] den Mindestlohn. Ob sie vom Anwalt des kleinen Mannes, von ihrem Arbeitgeber, dem Springer-Konzern dazu genötigt wurden, kann ich nicht sagen. 



