Schlagwort ‘Michael Seemann‘

Bruce Schneier: die Zukunft der Privatsphäre

Bruce Schneier spricht über die Zukunft der Privatsphäre. Via Open Rights Group

Ein Jahr später, wir veröffentlichten dieses Video letztes Jahr zur gleichen Zeit auf F!XMBR, ist Post-Privacy en vogue, sprich eine Art «Biedermeier» der digitalen Elite. Anstatt zu kämpfen, gibt man klein bei, postuliert allerlei abstruse Theorien, allen voran jener Michael Seemann (aka mspr0) mit seinem ganz persönlichen Kontrollverlust, nicht zu vergessen Zeitgenossen wie Jens Best oder auch Jeff Jarvis. Ich möchte gar nicht das Augenmerk auf jene richten, dazu ist die Zeit zu schade und deren Beiträge mehr oder weniger substanzlos. Vielmehr haben diese Vertreter der «erweiterten Öffentlichkeit» exemplarischen Charakter, interessanter hingegen ist obiger Vortrag Bruce Schneiers, der das Gut Privatsphäre thematisiert und den fundamentalen Anspruch des Einzelnen auf dieses Gut verdeutlicht, ebenso wie die sich zusehends manifestierende Bedrohung diesem gegenüber.

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Interview: Bloggen ist unendlich

abandon_factory
Foto: savone | CC-Lizenz

Die Jungle World hat mir während der Geschichte rund um den Kontrollverlust des Herrn Seemann bei der FAZ und zum Bloggen allgemein ein paar Fragen gestellt. Ich habe da mal geantwortet. «Ich glaube, mit dem Fall bei der FAZ stehen wir vor einer Zäsur. Michael Seemann, Mario Sixtus, Thomas Knüwer und andere haben das Bloggen in Deutschland endgültig in Verruf gebracht. Wer sich so unprofessionell verhält wie Seemann, wer wie Sixtus völlig hanebüchen von einer »Bücherverbrennung« spricht, wer wie Knüwer die FAZ-Redaktion beleidigt, kann nicht mehr ernst genommen werden. Wir sprechen hier immerhin von Bloggern, die zu den etabliertesten und auch medial bekanntesten gehören.» Nothing more to say: «Auf Blogs kann man lachen und weinen, sich freuen und ärgern, sich informieren und desinformiert werden. Bloggen ist unendlich, es ist subjektiv, es ist politisch, es ist privat, es ist öffentlich, es bedeutet, anderen zu helfen und Hilfe zu bekommen. Bloggen kann man nicht beschreiben. Bloggen kann man nicht in Worte fassen. Bloggen muss man selbst, um es zu verstehen.»

Interview — Bloggen ist unendlich

Artikel der Jungle World — Kontrollverlust im Blogger-Dorf

F!XMBR — Die FAZ konnte gar nicht anders
F!XMBR — Quo vadis, Blogger?

, , , , , , , , , , , ,

Die FAZ konnte gar nicht anders

tunnel_620

So langsam verebbt die Empörungswelle. Mittlerweile hat sich die Stellungnahme von Don Alphonso und meine Einschätzung1 bestätigt — wie man bei CARTA nachlesen kann. Freie Übersetzung: Unser freier Mitarbeiter hat sich wie die Axt im Walde verhalten und jegliches Vertrauen missbraucht und verspielt. Wer als Kunde, als Dienstleister seinen digitalen Mob und einen Shitstorm auf den Auftraggeber loslässt, darf sich über die Folgen nicht wundern. Kein Unternehmen der Welt kann und wird sich so ein Benehmen bieten lassen.

Weiterlesen: »Die FAZ konnte gar nicht anders«

  1. Mehr dazu in zwei Wochen []

, , , , , , , ,

RSS-Feed abonnieren