Schlagwort ‘Menschwürde‘

Griff ins Klo des Tages: Guido Westerwelle

Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.

SZ

Wenn eine derart durch und durch korrupte Partei, deren einzige Leistung bis dato massive Lobbyarbeit bzw. anhaltende Belustigung des Volkes war, nun das Wort ergreift und erneut die Abgründe ihres asozialen Habitus aufzeigt, wie tief ist dann diese Republik eigentlich gesunken? Wie kann es sein, daß z.B. eine Partei wie die Linke vom Verfassungsschutz beobachtet wurde und fortwährend diverse Spitzenpolitiker die Verfassung als solche in Frage stellen und keiner Beobachtung unterliegen? Wenn dies dazu noch Juristen tun, wiegt dies umso schwerer. Da hilft es auch nicht, wenn sich Leutheusser-Schnarrenberger ihrem Parteichef entgegenstellt und ihrerseits eine halbgare Interpretation des Urteils feilbietet: Ich finde es nachvollziehbar, dass sich die Bedürfnisse von Kindern nicht pauschal an den Werten für Erwachsene orientieren dürfen.. Das Problem ist nämlich ein anderes, wenn schon die Leistungen für alleinstehende Erwachsene falsch ermittelt wurden, kann der Betrag für Kinder nicht besser werden. Darüber hinaus hat man letzteren noch willkürlich gekürzt. Grundlegendes Problem ist also ein zwar korrektes statistisches Modell, daß jedoch von der Politik nach Gutdünken kastriert wurde!

Was man hier sieht, ist nicht die Schrödersche soziale Hängematte, sondern tatsächlich spätrömische Dekadenz, in welcher sich die Obrigkeit auf Kosten der Bevölkerung orgiastischen Tagträumen hingibt. Was man mit dieser Partei schaut, sind Politclowns, die sich als soziale Brandstifter in spe betätigen und mittels Halbwissen Bildung vorzutäuschen versuchen, um ihr monetär gestärktes Klientel bei Stange zu halten. Wir sehen das Aufleben aristokratischer Strukturen — die keineswegs Aristoteles Lehren folgen, gar feudaler Züge in dieser Republik. Wir sehen eine Republik am Boden, die von massiver Inkompetenz zugrunde gerichtet wird. Von den Wählern dieser Spaßpartei oder deren Sympathisanten in der Bevölkerung ganz zu schweigen.

Stimmen anderer:

Westerwelles schräges Zahlenspiel
Sargnagelschmiede: Hallo Guido …
TP: Westerwelles kleine Welt
SPON: Er kam, sah und patzte
Gehen wir unter wie einst das späte Rom? Westerwelle und die Dekadenz
Spätrömische Dekadenz und berlinrepublikanischer Bildungsmangel
Arbeitslosigkeit macht krank…

Update

Westerwelles Rechenfehler erklärt anhand der mäßigen Recherche(?) der FAZ:

Bevor Einkommen angerechnet wird, sind die Freibeträge abzusetzen. In Höhe dieser Freibeträge liegt somit der «Vorteil» des Erwerbstätigen. In dem Beispiel hat der Zeitarbeiter somit tatsächlich ein um 286,20 € höheres Haushaltseinkommen als die Familie, die nur Alg II bezieht. (…) Ihre Berechnung ist korrekt, die der FAZ nicht.

[…]

Wir halten also fest: Die «FAZ» prangert einen Missstand an, den es so gar nicht gibt, und steuert dadurch die ohnehin schon hysterische Debatte, ob gewollt oder ungewollt, in eine nachweislich falsche Richtung.

via sargnagelschmiede, bildblog

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