Schlagwort ‘Mammon‘

Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen

adblock_werbung

Was wurde ich vor einem Monat angegriffen, als ich überspitzt die neue Version von Adblock Plus als Malware bezeichnet habe. Nun kommt heraus: Adblock Plus will Werbung gegen Geld durchlassen. Die PC Welt berichtet: Adblock Plus schlug den Deal im Verlagsgebäude der PC-WELT in München vor. Dann schauen wir doch mal, wie Mozilla reagiert. Noch Fragen, Hauser?

P.S. Liebe PC Welt, schaut Euer Lektorat eigentlich auch über Eure Online-Texte? Ich glaube nicht.

, , , , , , , , , , ,

Adblock Plus wird zur Malware

adblock_werbung

Als Malware werden im Regelfall Programme bezeichnet, die unerwünschte oder auch schädliche Software auf dem Rechner ausführen. Genau diesen Weg geht nun Adblock Plus. Zukünftig will man unaufdringliche Werbung zulassen. Damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen. Und damit das Gros der Internetnutzer dies auch nicht merkt, ist die Funktion von vornerein aktiviert, sie muss vom Nutzer abgeschaltet werden. Vor gut drei Monaten wurde Adblock Plus von dem Unternehmen Eyeo GmbH übernommen. Bis zum GAU hat es also nicht lange gedauert. Zukünftig wird also vor Adblock Plus gewarnt werden müssen, wie vor jedem Trojaner, Virus oder anderem Schadprogramm. Adblock Plus macht in Zukunft genau das Gegenteil von dem, was die Nutzer erwarten. Er lässt ausgewählte Werbung der Macher zu. Damit ist er zur Malware mutiert. Setze ich einen Adblocker ein, so ist Werbung unerwünscht. Adblock Plus wird in Zukunft genau das Gegenteil dessen tun, was er verspricht.

Alternativen:

Proxomitron
Bfilter
Privoxy

, , , , , , , , , , ,

Warum der Kino.to-Bust gut und richtig ist

kinoto

Bevor F!XMBR gegründet wurde, habe ich mich hier und da auf diversen Foren rumgetrieben. Die meisten Foren hatten eine spezielle Ecke, in der Warez & Co. jeglicher Art getauscht wurde. Damals gab es so etwas wie ein eisernes Gesetz: Warez gegen Geld wurde geächtet, wer die Software länger nutzte, bezahlte schlussendlich dafür und kaufte sich das Original. Es war eine Frage der Ehre. Ich habe einmal für einen Bekannten eine ganz spezielle Software gesucht, die eher selten war, die er testen wollte, bevor er sie beruflich einsetzte. Ich startete die Suchanfrage und auf die Rückfrage, wofür ich sie denn brauchen würde, antwortete ich: «Ein Bekannter braucht sie beruflich.» Ich vergaß zu erwähnen, dass er selbstverständlich bei Gefallen die Software kaufen würde, somit nicht nur Anspruch auf Support und Updates hat, um nur zwei Vorteile zu erwähnen. Gegen den Shitstorm, der mich auf diesen einen Satz erreichte, sind die Shitstorms der Piraten ein laues Lüftchen. Vergangene Woche wurde die Webseite Kino.to hoch genommen und die Betreiber festgesetzt. Das ist gut und richtig so.

Weiterlesen: »Warum der Kino.to-Bust gut und richtig ist«

, , , , , , , , ,

Flattr, Peter Sunde und die NPD

area_51_620
Foto: F!XMBR

Als ich vor knapp zwei Wochen Flattr und die dazugehörigen Blogs dafür kritisierte, dass zugelassen wird, dass die NPD Teil ihres kleinen Netzwerkes ist und somit auch ein stückweit von Flattr, dem System und der Community finanziert wird, war der Aufschrei groß. Peter Sunde meldete sich in den Kommentaren zu Wort und merkte an, dass sich Flattr als schwedisches Unternehmen an schwedische und nicht an deutsche Gesetze halten müsse. Er führte weiter aus, dass es ihm per Gesetz untersagt sei, die NPD von Flattr auszuschließen, das sei Diskriminierung. Mehrere Kommentatoren sprangen darauf an — der gute Peter Sunde hätte doch gute Gründe genannt, warum er Geschäfte mit der NPD macht. Der Held der Community hatte gesprochen. Hugh! Elke Wittich, @Elquee, hat recherchiert und eine Anfrage diesbezüglich an das schwedische Justizministerium gestellt. Die Anfrage wurde an das Ministerium für Integration und Gleichstellung weitergeleitet. Die Antwort fiel wie erwartet aus.

Weiterlesen: »Flattr, Peter Sunde und die NPD«

, , , , , , , , , ,

Blogger und Medien für Nazis

blogger_medien_fuer_nazis_620
(Klick auf das Bild für höhere Auflösung)

Vor ein paar Wochen wurde die wunderbare Kampagne Soziale Netzwerke gegen Nazis gestartet. Fast alle der großen Sozialen Netzwerke waren mit im Boot — es fehlte lediglich Facebook, was entsprechend kritisiert wurde. Auch Flattr war nicht mit dabei — aber dafür ist das Unternehmen wohl noch zu klein. So dachte ich zumindest. Ein typischer Fall von «falsch gedacht». Seit gestern wissen wir, dass Nazis von Flattr geschützt werden.  Die Verantwortlichen wurden darauf hingewiesen, was für Gesellen sich bei ihnen tümmeln. Die Reaktion erschreckt — man kämpfe für die so genannte «Freedom of Speech». Doch nicht nur Flattr selbst beruft sich auf das Totschlagargument Zensur, wenn man die NPD ausschließen würde — erschreckend viele deutsche Blogger behaupteten in den letzten Stunden, die NPD sei doch eine ganz normale Partei. Mir fehlen dazu ehrlich gesagt ein stückweit die Worte — und wenn immer es soweit ist, versuche ich mit Satire zu arbeiten und zu antworten…

, , , , , , , , , , , , , ,

Flattr — Geld verdirbt den Charakter

flattr_fakeshot
Satirisches Logo: F!XMBR

Egal ob man das Prinzip Flattr nun ablehnt oder nicht: es gibt Dinge, die sollte niemand, der mit beiden Beinen innerhalb unseres Grundgesetzes mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Strömungen steht, akzeptieren, tolerieren oder nur einen Ansatz von Rücksicht zeigen. Dazu gehören selbstverständlich die NPD und deren PR-Organ «Deutschlandecho». Ich denke, ich muss das nicht begründen. Man kann die CDU und FDP politisch bekämpfen und doch beim Stadtteilfest gemeinsam einen Kaffee trinken. Bei manchen CDU– und FDP-Wähler ist Hopfen und Malz noch nicht verloren — umgekehrt denken viele Menschen übrigens genauso. Das ist bei den Rechtsextremen nicht der Fall. Und genauso verhält es sich selbstverständlich auch mit den islamfeindlichen Muttersöhnchen von Politically Incorrect, bei denen es natürlich mit der NPD eine große Schnittmenge gibt. Warum ich das gerade jetzt anspreche? Nun, bereits am 30. August wies ich Markus Beckedahl von netzpolitik.org per Twitter darauf hin, dass die NPD und ihr PR-Organ «Deutschlandecho» Flattr nutzen. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass ein paar Berliner Kollegen gute Kontakte zu Peter Sunde & Co. haben. Die Nachricht ist im Übrigen angekommen, es gab eine kurze Rückfrage. Dann habe ich gehofft und darauf gewartet, dass Etwas passiert.

Weiterlesen: »Flattr — Geld verdirbt den Charakter«

, , , , , , , , , ,

Quo vaditis, Blogger?

Blogging

Wenn wir uns dieses von Pathos geprägte Bild eines Bloggers in deutschen Gefilden betrachten, so schauen wir die Speerspitze einer neuen Gesellschaft, die letzte Bastion gegenüber dem ausufernden datentechnischen Begehren der Politik, die Stimme der Vernunft gegenüber einer entrückten Gesellschaft, den Sargnagel der alten Medien, die digitale Bohème etc. pp., die Liste ließe sich endlos fortführen. In den Augen der anderen, dieser Mehrheit da draußen, ist man mehr vox clamantis in deserto, die Stimme eines Rufers in der Wüste.

Und doch, vieles davon sind valide Prädikate, wenn auch die Breitenwirkung eher als vernachlässigbar anzusehen ist. Der Mehrwert bleibt also aus und die Nachhaltigkeit ist mehr oder weniger gen Null strebend. Nicht so jedoch innerhalb dieser sogenannten digitale Bohème, in dieser Welt ticken die Uhren anders, alles ist dynamisch, will stetig neu definiert werden und wenn es nur eine Art Neusprech ist, die bekannte Dinge neu verpackt. Cui bono? Wem gereicht dies zum Nutzen? Einige wenige leben dies sicherlich, gehen einem Ideal nach, versuchen ihr Iota zu einer besseren Welt beizutragen und wenn nur zumindest gemäß unserem Motto: Wir schreiben hier nur, damit die Nachwelt sieht, dass nicht alle so waren. Das Gros jener aber, die sich Tag für Tag in den alten Medien die Klinke in die Hand geben und von diesen hehren Zielen der Blogosphäre fabulieren sind jedoch einzig und allein auf Aufmerksamkeit aus. Keineswegs Aufmerksamkeit für diese einst formulierten Ziele, nein Aufmerksamkeit für ihre Person — sei es um die eigene Publikation zu pushen oder die Karriere per se zu fördern. Monetäre Gesichtspunkte überwiegen, viel zu oft bleibt am Ende des Tages von so mancher Konferenz nur der schnöde Mammon über und eine mißbrauchte Community — Legionen willfähriger Lemminge.

Weiterlesen: »Quo vaditis, Blogger?«

, , , , , , , , , , , , ,

Bildungsbürgertum?

Ich weiß es nicht. Obiges stellt nur eine Facette meines Lebens dar, insbesondere wenn sich die Woche dem Ende zuneigt, überall eitel Sonnenschein herrscht, ich meine Lektüre genieße und Cecilia Bartoli mit yo que soy contrabandista lausche. Es hat Normalität für mich und derart erkläre ich mich auch gegenüber einem erstaunt Fragenden. Angabe? Nein, einfach nur ein Anspruch gegenüber meiner selbst.

Weiterlesen: »Bildungsbürgertum?«

, , , , , , ,

RSS-Feed abonnieren