Schlagwort ‘Lobbyisten‘

Respekt Handelsblatt!

Vor ein paar Tagen noch wurden den Lobbyisten vom Handelsblatt jegliche journalistische Kompetenz und Objektivität abgesprochen. Zu Recht. Die vermeintliche Kritik an der Piratenpartei war nicht viel mehr als eine (fremdfinanzierte?) Propaganda-Show, ein Angriff auf die Freiheit des Internets, ein Angriff auf Urheber und Kreative — einzig die Verwerter sollten geschützt werden.

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D64 erringt ersten Erfolg innerhalb der SPD

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Es war ein gelungener Schachzug, als der Verein D64 kurz vor dem Bundesparteitag der SPD einer erstaunten Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Als selbsternannter Think Tank hat dieser offensichtlich nur ein Ziel: Die Datenerhebung und die Klarnamenpflicht. Der Verein sagt über sich selbst, man sei SPD-nah, aber unabhängig. Dass das einzige Ziel, die Datenerhebung und die Klarnamenpflicht im Internet angestrebt wird, ergibt sich aus der Zusammensetzung des Vereins: Bekannte Werber haben sich mit Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel, der Facebook-Lobbyistin Eva-Maria Kirschsieper oder dem Targeting-Unternehmer Stephan Noller zusammengetan. Es ist offensichtlich, dass renommierten Datenschützern und anderen bekannten Organisationen wie dem Chaos Computer Club, der Humanistischen Union oder dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ein gesellschaftlicher Gegenentwurf angeboten werden soll.

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Der «Zündfunk» zur «Digitalen Gesellschaft»

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Screenshot: digitalegesellschaft.de

Der «Zündfunk» hat Markus Beckedahl und meine Wenigkeit zur «Digitalen Gesellschaft» befragt.

Christian Sickendieck:
Der Verein «Digitale Gesellschaft» muss sich der digitalen Gesellschaft, also den Menschen die am Internet partizipieren, öffnen. Es kann nicht sein, dass das eine geschlossene Gesellschaft wird. Letztlich sehe ich Lobbyarbeit auch per se kritisch. Lobbyarbeit hat immer den Ruch, etwas im Hinterzimmer auszuklügeln ohne dass die Breite der Gesellschaft beteiligt wird. Dadurch, dass sie sich selbst als Lobbyorganisation präsentiert und den gleichen Weg geht, legitimiert sie andere Lobbyorganisationen und das halte ich für einen fatalen Irrweg.

Okay, beim nächsten Mal versuche ich dann, es besser auszuformulieren. 😉 Nichtsdestotrotz finde ich es schon gut, dass der Redakteur Christian Schiffer und der «Zündfunk» genau das Argument von mir in den Beitrag mit reingenommen hat, über das wir bisher noch gar nicht gesprochen haben: das kritische Hinterfragen von Lobbyorganisationen (und die Folgen für unsere Demokratie und Gesellschaft) per se.

Nachtrag: Eine (leicht) geänderte Fassung des Beitrages lief heute auch auf BR5 im Computermagazin. Diesmal sogar mit Podcast:)

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Lassen wir die «Digitale Gesellschaft» selbst zu Wort kommen

Der Hauptkritikpunkt an der «Digitalen Gesellschaft» war an vielen Stellen die Namensgebung. Der Name suggeriert, dass es eine digitale Gesellschaft gibt,1 und dass Markus Beckedahl und seine Mitstreiter in Zukunft alle Menschen, die am Internet partizipieren, vertreten. Anmaßung war dabei noch die gemäßigte Kritik. Doch sehen wir uns obiges Video an und hören, was die «Digitale Gesellschaft» selbst zu sagen hat.

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  1. Seit Jahren nun wird versucht, Medien und Politikern zu erklären, dass es nicht *die* Netizens oder *die* digitale Gesellschaft gibt. Und dann dieser Name… m( []

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Die «Digitale Gesellschaft» ist nicht die digitale Gesellschaft

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Screenshot: digitalegesellschaft.de

Markus Beckedahl und ein paar Mitstreiter haben in Berlin den Lobbyverband Digitale Gesellschaft gegründet. Transparenz, Offenheit, Miteinander — das, was das Internet in seinem Ursprung ausmacht, findet man aber bei der «Digitalen Gesellschaft» nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Intransparenz und ein Closed Shop sind die Grundpfeiler der selbsternannten Lobbyisten. Interessierte sind für «Zahlemann und Söhne», sowie für die alltägliche Arbeit eingeladen. Vielleicht kann man es polemisch in einem Satz zusammenfassen: Markus Beckedahl hat sein eigenes Kaiserreich geschaffen. Doch nicht nur das, es gibt weitaus mehr Kritikpunkte.

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