Schlagwort ‘Kritk‘

Der Gang nach Canossa des Hans-Ulrich Jörges

Hans-Ulrich Jörges war vor dem Merkel-Wahlsieg 2005 der neoliberale Vordenker im Hause Gruner & Jahr. Unvergessen zum Beispiel seine Angriffe auf die Schwächsten dieser Gesellschaft, die Hartz-IV-Empfänger. Vor der Wahl 2005 machten Gerüchte die Runde, dass er sich Hoffnungen auf den Job des Regierungssprechers machte. Er wurde es Gott sei Dank nicht. Mittlerweile scheint bei Hans-Ulrich Jörges ein Umdenken stattgefunden zu haben. Wenn er vor wenigen Jahren noch der neoliberale Vorsprecher war, so schafft er es heute, ab und zu sich kritisch mit dem Kahlschlag des (sozialen) Miteinanders auseinanderzusetzen. Das ist erfreulich — auch wenn er häufig nicht aus seiner Haut kann und ähnlichen Blödsinn verfasst wie zu früheren Zeiten. Doch die Hoffnung stirbt nie — wollen wir doch mal schauen, was Hans-Ulrich Jörges ab September in einer Schwarz-Gelben Regierung für Loblieder singt. In seiner aktuellen WebTV-Kolumne-Kolumne beschäftigt er sich mit dem Börsengang der Bahn. Ich war bisher, muss ich gestehen, ein Anhänger des Börsengangs, weil ich geglaubt habe, denn nur dadurch kann die Bahn modern bleiben und sich Kapital verschaffen. Ich bin inzwischen dagegen, wegen dieser Berliner Erfahrung. Ich muss einsehen, die Gegner hatten immer recht. Hier wird gespart auf Kosten der Menschen. Ein sauberer Gang nach Canossa.

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