Schlagwort ‘Krise‘

Die Wahl zum Bundespräsidenten – was sich jetzt ändern muss

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Mit der Nominierung Christian Wulffs zum Bundespräsidenten geht ein weiteres unwürdiges Politschauspiel zu Ende. Wieder war es nicht von entscheidender Bedeutung, einen überparteilichen Kandidaten zu finden, der die Menschen eint, für das gesamte Volk spricht, sondern die Parteipräferenz wird Christian Wulff ins Schloss Bellevue einziehen lassen. Das Amt des Bundespräsidenten ist zum Postengeschacher der Parteien verkommen, der Bundespräsident ist zum oft zitierten Grußaugust verkommen, der der jeweiligen Regierungskoalition seinen Segen zu erteilen hat.

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Schalke 04 kurz vor dem Exitus?

SchalkeErinnert sich noch wer an die Finanzprobleme von Borussia Dortmund? Die Borussen wollten sich die Macht im deutschen Fußball erkaufen und scheiterten kläglich. Knapp an der Pleite vorbeigeschrammt machen sie heute nur noch durch ihren Trainer Schlagzeilen und sind zu einer grauen Maus mutiert. Schalke 04 scheint nun auf ähnlichen Spuren zu wandern. Wenn man den Bericht Schalkes Finanznöte offenbar größer als bekannt im Handelsblatt liest, ist zu befürchten, dass es auf Schalke sehr viel schlimmer ausschaut, als vor Jahren noch bei Borussia Dortmund. Dass Schalke 04 finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, ist seit langer Zeit ein offenes Geheimnis. Die jetzt aber veröffentlichten Zahlen sind dramatisch.

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mein Tipp für die Krise

Monty Python, Life of Brian

😀

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Die Krise des Journalismus ist hausgemacht

Anfang 2001 zog ich in die große, weite Welt nach Hamburg. Es wartete ein Job bei der damals größten europäischen TV-Nachrichtenagentur auf mich. Das Geschäft einer TV-Nachrichtenagentur ist ähnlich dem der dpa und anderer Agenturen gelagert, nur halt mit Bewegtbildern. Kein Fernsehsender der Welt hat die personellen Kapazitäten und finanziellen Möglichkeiten, rund um die Uhr Kameraleute zu beschäftigen, die dann bei Unfällen und anderen wichtigen Ereignissen raus fahren und die entsprechenden Bilder liefern. Hier kamen wir ins Spiel. Zwei klein Beispiele zur Verdeutlichung:

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Zitat des Tages und die Mär von der Unzufriedenheit

Deutschland ist stark. Es gibt Vertrauen in die, die politisch handeln, in Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände.

Franz Müntefering(SPD)

Die Deutschen sind nicht wirklich unzufrieden, dieses Murren ist das täglich Brot in dieser biedermeierschen Lethargie — man hat sich daran gewöhnt, die da oben und die da unten in ihrem Sing-Sang. Tendentiell mag dieses Murren derzeit an Stimmgewalt zunehmen, über viele Jahre betrachtet wäre ein jeder Konzern jedoch mit einem derart gleichmäßigen Verlauf zumindest in krisengebeutelten Zeiten mehr als zufrieden. Das nun eine kleine Minderheit, teils im Netz und teils da draußen, tatsächlich den real existierenden Aufstand probt — zumindest auf dem Papier — mag für die werten Mitmenschen mitunter etwas besonderes darstellen — zumindest für jene im unmittelbaren Dunstkreis dieser lauten Minderheit. Allgemein jedoch gab es in der Geschichte dieser Republik weitaus höhere Ausschläge auf der Unzufriedenheitsskala.

Was also bleibt ist der here Traum einiger Aktiven — diverse Generationen träumten ihn schon und vermochten mehr zu bewegen und erlagen dennoch dem allgemeinen Versagen. Andererseits vielleicht liegt Müntefering gar nicht so falsch, würde es denn dem Deutschen tatsächlich schlecht gehen, wären diese herablassenden, beschwichtigenden Worte wahrscheinlich schon Anstoß genug mehr zu wagen als ein Haufen gedrechselter Worte, wie die meinen.

Träumen wir also weiterhin den heren Traum von Demokratie und Freiheit — lassen wir uns also weiterhin beherrschen, dirigieren, manipulieren. Carpe diem … andererseits, morgen ist auch noch ein Tag …

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Pro Krise

murdelta mit dem Dent des Tages:

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Die Wahrheit kann manchmal so einfach sein

Foto: chrishartmann | CC-Lizenz

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Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Die Welt befindet sich in einer Weltwirtschaftskrise. Gestern noch galt der Sozialismus als Schimpfwort, heute ist es en vogue über ihn zu diskutieren, ihn als neue, alte Alternative anzusehen. Der Neoliberalismus ist gescheitert, so ertönt es heute aus dem Chor der ewiggestrigen linken Sozialromantiker. Das ist lachhaft. Der Herausgeber des Freitag, Jakob Augstein, hat in einem beeindruckenden und fundiert recherchierten Leitartikel festgestellt, dass der Neoliberalismus eine vernünftige Idee war und selbstverständlich ist. Ich möchte ihm heute bespringen und darlegen, dass Privatisierungen & Co. in Deutschland noch am Anfang stehen. Das Ziel kann nur sein:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Die Menschen in diesem Land würden von einer Privatisierung des Deutschen Bundestages ausschließlich profitieren. Keine neidgetränkte Debatte mehr, angestoßen von der BILD, über unangemessene Diätenerhöhungen. Die Deutsche Post hat es vorgemacht und kann nur als Vorbild dienen. Unrentable Filialen wurden geschlossen, Menschen Mitte 30 in den Vorruhestand geschickt. Das ließe sich eins zu eins auf den Deutschen Bundestag übertragen. Büros von Abgeordneten ohne Aussicht auf Rendite könnten geschlossen werden, Zentralbüros, vielleicht an den großen Bahnhöfen dieses Landes, könnten eingerichtet werden. Es würden große politische Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes entstehen. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Der Staat steht vor großen Herausforderungen, sei es der demografische Wandel oder die Globalisierung. Darum können wir es uns, wie in den goldenen Zeiten der Siebziger, nicht mehr leisten, soziale Geschenke zu verteilen. Diese in der breiten Bevölkerung nicht populären Entscheidungen können nur von einem Unternehmen durchgeführt werden, nicht aber von Politikern, die täglich an ihre Wiederwahl denken müssen. Nur private Unternehmen sichern die Zukunftsfähigkeit dieses Landes. Unternehmer wie Klaus Zumwinkel, Hartmut Mehdorn oder Josef Ackermann sind die wahren sozialen Wohltäter dieses Landes. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Der Steuerzahler ist in unserem Land völlig überfordert. Wir hinterlassen unseren nachfolgenden Generationen einen gigantischen Schuldenberg. Das dürfen wir nicht weiter zulassen. Wir könnten in einem ersten Schritt Millionen an Gehälter und Nebenkosten einsparen, nachfolgend würden uns professionelle Entscheidungen deutscher Spitzenunternehmer Milliarden einsparen, die sonst durch politische Fehlentscheidungen verschleudert werden würden. Zudem könnte man einen privatisierten Deutschen Bundestag für eventuelle Fehlentscheidungen haftbar machen und in Regress nehmen. Das eingesparte Geld könnte man dann den Leistungsträgern dieses Landes zugute kommen lassen. Runter mit der Vermögenssteuer! Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Die Privatisierung des Deutschen Bundestages wäre nur eine logische Folge der letzten Jahre. Schon heute werden Politiker von Unternehmen bezahlt, offiziell zumindest nach deren Ausscheiden aus der Politik. Die Unternehmen unterstützen und entlasten den deutschen Steuerzahler schon heute, indem sie viele Gesetze für die Bürgerinnen und Bürger verfassen. Was heute in verrauchten Hinterzimmern geschieht, eine kleine Parteispende dort, einen gut bezahlten Job für den Sohnemann hier, würde dann in aller Öffentlichkeit geschehen. Transparenz von nicht geahntem Ausmaß wäre die Folge. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Natürlich muss bei einer Privatisierung des Deutschen Bundestages auch den ausländischen Hedgefonds und Heuschrecken die Tür aufgehalten werden. Wir wären Vorbild für den ganzen Planeten. Endlich würden die Politiker und Politikerinnen auch den Gesetzen des Marktes unterworfen, sie würden als Vorbild für einen neuen Neoliberalismus gelten. Deutschland wäre wieder stolz auf die eigenen Poltiker. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Die Sorgen, die sich mancher Leser beim Lesen dieses Textes macht, ist völlig unbegründet, das sei hier gleich angemerkt. Natürlich fallen nicht von heute auf morgen die Büros der Abgeordneten weg. Zudem sei hier noch einmal auf die Vorteile der Zentralbüros hingewiesen. Die Kräfte zu bündeln, hieße mehr Zeit und Energie für die Bürgerinnen und Bürger zu haben. Zudem kämen in den Zentralbüros wieder viele Menschen an einem Ort zusammen. Sie hätten ein gemeinsames Ziel, ein neues Wir-Gefühl könnte entstehen. Der Patriotismus würde in Deutschland wieder aus der Schmuddelecke geholt werden, in der er durch ewiggestrig links denkende Menschen gestellt wurde. Deutschland wäre wieder ein Land mit tollen Menschen, auf das man stolz sein könnte. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Ich bin froh und glücklich, dass einige meiner Ideen aus 2007 nun von der deutschen Bundesregierung in einem ersten Schritt umgesetzt werden. Der Deutschlandfond, der mit 100 Mrd. Euro ausgestattet wurde, soll von einem so genannten Lenkungsrat geleitet werden. Endlich werden politische Entscheidungen ausgelagert. Endlich entscheiden nicht mehr unfähige Politiker in schwätzigen, unergiebigen Koalitionsrunden. Endlich entscheiden die Macher und Leistungsträger dieser Gesellschaft. Endlich entscheiden völlig unabhängige Gremien. Ich kann der Politik zu der Privatisierung unserer Demokratie nur gratulieren. Die Politik der Bundesrepublik Deutschland beweist eindrucksvoll, was sie kann. Nichts. Darum:

Privatisiert den Deutschen Bundestag!

Mehr zum Thema:
WEISSGARNIX — Ein Lenkungsausschuss als Schreckenskabinett
LobbyControl — Lenkungsrat mit Wirtschaftsköpfen statt demokratischer Kontrolle
manager-magazin.de — Das 100-Milliarden-Risiko
Frankfurter Rundschau — Anschein der Unabhängigkeit wahren

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FORUM · Institut für Management GmbH — Da soll bestimmt nichts verschleiert werden

Nein, ganz bestimmt nicht. Liebes FORUM · Institut für Management GmbH, hier hatte ich über den Fall der 1,30-Euro-Kündigung berichtet. Unter anderem darüber, dass die zuständige Richterin bei Ihnen Seminare abhält. Im Zuge dessen hatte ich darauf verwiesen, dass sie weitere, interessante Veranstaltungen anbieten:

Kündigung scheinbar Unkündbarer

  • Kündigen unter Tarifvertrag
  • Arbeitsvertraglicher Kündigungsschutz
  • Betriebsratsmitgliedern kündigen
  • Schwangere, Mütter, Schwerbehinderte
  • Zwingend notwendige Behördenbeteiligung
  • Auswirkungen auf den Kündigungsschutzprozess

Der Link zu dieser Veranstaltung führt nun ins Leere. Da ist doch bestimmt nur ein kleines technisches Problem. Ich würde ja niemals unterstellen wollen, dass da etwas verschleiert werden soll. Wie käme ich darauf. Also lieber Dr. Ulrich Zeitel, schauen Sie doch einmal, dass Sie Ihre Technik wieder in den Griff bekommen. Per Suche ist die Veranstaltung immer noch zu finden:

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Das ist Deutschland

Oliver hatte hier schon etwas zu dem mittlerweile vieldiskutierten 1,30-Euro-Urteil geschrieben. Die Empörung kennt keine Grenzen, die Chuzpe mancher Medien und der Politiker ist unvorstellbar – von der BILD angefangen bis hin zu Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Unnötig zu erwähnen, dass auch die Barbaren der BILD ihren Anteil an unserem sozialen und von Neid getränkten System haben hat. Und dass sich ein Mitglied des Bundestages dazu äußert, wirkt schon sehr befremdlich, schließlich können die Damen und Herren Politiker am ehesten etwas gegen diese neue Form der Rechte-Enteignung der Arbeitnehmer tun. Wenn es dann aber ein Wolfgang Thierse ist, dessen Partei seit 11 Jahren in der Regierungsverantwortung ist, dann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Das setzt dem Fass dann die Krone auf. Die SPD sollte sich in die Ecke setzen und sich schämen. Doch das nur am Rande. Viel interessanter scheinen die Verbindungen der zuständigen Richterin zu sein. In den Kommentaren des Tagesspiegels äußert sich der User epunion.de wie folgt:

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Zitat des Tages: Vertrauen

Das Landesarbeitsgericht Berlin hat heute die Kündigung von Kaiser’s gegen eine Kassiererin bestätigt. Die Frau soll Pfandbons im Wert von 1,30 Euro «betrügerisch verwendet» haben.

Radio Utopia

Wie auch dort schon angeführt, hat dieses Urteil gerade in der heutigen Zeit einen äußerst sarkastischen Unterton. Mehr als 30 Jahre treue Dienste gegenüber mutmaßlich veruntreuten 1.30€ und dies gegenüber Milliarden verbrannter Gelder seitens korrupter Banken und Politiker. Wäre doch mal die Justiz derart genau gegenüber jenen die diesen Staat tagtäglich schädigen

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