Schlagwort ‘Kompetenz‘

Ich bin böse

Okay, nun weiß es auch der Letzte. 😉 Aber mal im Ernst: Wer kennt sie nicht, die monatlichen Artikel der PC-Zeitschriften. Sei es nun die PC-Welt, die CHIP oder andere — sie überbieten sich monatlich mit den wahnwitzigsten Überschriften und Artikeln. Mit jeder neuen Ausgabe erfahren wir, wie man auf welche Art und Weise Programme freischaltet, auf welchen chinesischen Server Microsoft, Adobe & Co. als Sicherheitskopie liegen, kurz: wie der IT-Junkie an seinen Stoff kommt. Auf den jeweiligen Webseiten geht es ähnlich zu. Unzählige Klickstrecken, Download-Specials — viel ist dort zu finden, nur meiner Meinung nach eben kein Journalismus. Die PC-Welt hat gerade mal wieder eine Idee, wie sie noch niemand vor ihr hatte. Eine Klickstrecke zu gute Tools, böse Tools. Man ahnt schon, was man dort findet — und doch, diesmal überrascht uns die PC-Welt. Böse Tools sind laut der PC-Zeitschrift nämlich auch Tools zum Verschlüsseln, wie zum Beispiel Cyberghost VPN. Eine Begründung wird mitgeliefert:

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Medienkompetenz

Das Problem sei, dass das Internet ein nur bedingt regulierbarer Raum sei, in dem problematische Inhalte sichtbar würden, «die wir ohne das Internet nicht zu Gesicht bekommen hätten».

heise

Ich bezweifle zwar das dieses dortige erwähnte richtige Leben überhaupt noch Bestandteil vieler sogenannter Experten ist, aber wie dem auch sei, Medienkompetenz ist sicherlich das A und O. Diese hört jedoch nicht im Internet auf, sondern sollte insbesondere auch bei den etablierten Medien wirken und ebenso bei mancherlei Experten, welcher just auf den Medienzug aufsprang ohne diesen wirklich in seiner Gänze zu erfassen.

Die echte journalistische Berichterstattung wird an Qualität gemessen. Und dieser theoretischen Aussage folge ich nur allzu gerne, aber alleine die Realität, dieses richtige Leben, straft diese oftmals leichtfertig formulierte Tatsache Lügen. Vielmehr schauen wir das Diktat der Quote, welches nicht nur Gladbeck als makaberen Höhepunkt journalistischen Wirkens sah, nein viel zu oft sahen wir uns derlei Grenzwertigkeiten gegenüber. Grenzwertigkeiten, die die Ausnahmen mehr und mehr zur Regel verkommen ließen.

Es müssten Möglichkeiten geschaffen werden, Falschmeldungen oder Betrügereien zu erkennen, wie dies im Falle der Ankündigung des Amokläufers von Winnenden wahrscheinlich zu spät geschah. Da zum Beispiel regierte die Sensationslüsternheit des Journalismus, die Profis sprangen mangels vorhanderer Selbstbeherrschung auf den Zug auf, ließen jegliche Quellenkritik außer acht, et voila.

Letztendlich muß man also Medienkompetenz als mündiges Auftreten gegenüber diesen selbsternannten Meinungsmonopolisten definieren und gewappnet mit allerlei Mitteln zur Informationfindung gilt es im Mediendschungel Oberwasser zu bewahren. Die Welt besteht aus Informationen, was davon tauglich ist basiert auf vorhandenem Wissen und Erfahrung im Umgang mit diesen Daten. Erfahrungen die man nicht mittels Regulierungen oder gar handfester Zensur kompensieren kann.

Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerreißt.1

  1. Friedrich Hölderlin []

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aus der Rubrik: wenn man keine Ahnung hat …

Im Arbeitslosengeld II haben wir die sogenannte Erstattung der Kosten der Unterkunft, wonach alle Heizkosten und Stromrechnungen voll ersetzt werden.

Angela Merkel zur Verteidung des Abendlandes, der Unmenschlichkeit, der Asozialität, des Neoliberalismus, der konservativen Elite.

Tatsächlich aber müssen die Hartzler mit steigenden Stromkosten auch eine klaffende Leere im Geldsäckel hinnehmen. So eine Unschärfe, ein lächerlich kleiner fauxpas geschieht in den besten Familien. Schwamm drüber, halt ein paar Euros weniger, die man mit ein wenig klugen Sprüchen und dem Verzicht auf Bier und Zigaretten locker kompensieren kann. Siehe auch die Linke Meldung diesbezüglich.

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Politiker erklären Überwachung

ARD-Kinderreporter befragen Politiker zum Thema Überwachung und bekommen auch sogleich kindgerechte Antworten, üblich auch im Bundestag.

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Angela Merkel — Ist es Unkenntnis oder einfach nur ein Aufhetzen der Bevölkerung?

BankerAls das deutsche Volk 2005 Angela Merkel zur Kanzlerin gewählt hat, wusste es, dass es die evangelische Pfarrerstochter aus der SED-Schmiede FDJ nicht so genau mit brutto und netto nimmt. Positiv ausgedrückt konnte man damals sagen, sie menschelt, sie macht halt auch mal Fehler. Die SPD wurde nicht müde zu betonen, wie unfähig Frau Merkel doch sei. Ganz vorne dabei, die Herren, die heute stramm stehen, wenn Angela Merkel den Raum betritt, Franz Müntefering, Frank-Walter Steinmeier und Peter Struck. Zudem konnten sich die Deutschen beim Leipziger Parteitag 2003 der CDU davon überzeugen, wie tief die Verachtung der Angela Merkel für den Sozialstaat sitzt — sie bewies sich als Neoliberale par excellence und wurde schließlich von den Mächtigen in den Medien und in der Wirtschaft zur Kanzlerkandidatin gekürt. Das ist in wenigen Worten zusammengefasst die Lebensleistung der Angela Merkel. Sie hatte innerhalb der CDU Glück, weil die aufrechten Herren des Andenpaktes keine Eier in der Hose haben, sie so den Parteithron erklommen hat. Sie hatte Glück, dass Gerhard Schröder und die SPD die Menschen in diesem Land verraten und verkauft haben. Doch so manches Mal muss man dann auch offiziell und offensiv mit den Gegner unseres Sozialstaates schwimmen, so geschehen in der FAZ — in der sie eine willige Abnehmerin ihrer Thesen findet. Diese zu überprüfen oder gar zu hinterfragen, ist nicht die Aufgabe des Journalismus der FAZ — so hat es zumindest den Anschein. Auf die Frage, wie sie es mit Sozialtarifen beim Strom halte, antwortete die Kanzlerin erstaunlich Dummes — oder Hetzerisches?

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FORSA und die Zahlen

MerkelWie schon das eine oder andere Mal angedeutet und auch von Chat Atkins nochmal dargestellt, muss man mit den Zahlen von FORSA sehr vorsichtig umgehen. Alle anderen Umfrageinstitute sehen für die SPD zur Zeit 5% mehr auf dem Konto, Allensbach sieht die ehemalige Volkspartei sogar bei knapp 30%. FORSA selbst wird immer eine gewollte politische Aussage der eigenen Zahlen verneinen, ebenso wird natürlich die Tatsache, dass FORSA-Chef Güllner ein guter Freund von Gerhard Schröder ist und seit geraumer Zeit keine Aufträge mehr aus dem Willy-Brand-Haus bekommt, nichts damit zu tun haben, dass die Werte der SPD bei FORSA grundsätzlich in den letzten Monaten, Jahren so schlecht sind. FORSA wendet andere wissenschaftliche Kriterien an, wie der Rest der Kaffeesatzleser Umfrageinstitute. Schauen wir uns mal ein paar Vorhersagen und die tatsächlichen Ergebnisse genauer an:

Partei Bundestagswahl 2005
Ergebnis FORSA Allensbach Emnid
CDU/CSU 35,2% 41–43% 41,5% 42,0%
SPD 34,2% 32–34% 32,5% 33,5%
Grüne 8,1% 6–7% 7,0% 7,0%
FDP 9,8% 7–8% 8,0% 6,5%
Linke 8,7% 7–8% 8,5% 8,0%

Die Bundestagswahl wird als das große Desaster für alle Umfrageinstitute in die Geschichte eingehen. Alle sahen die Union weit vorne, noch kurz vor der Wahl sah es überall nach einer Schwarz-Gelben Regierung aus — hier nun FORSA besonders einen Vorwurf zu machen, hält dem Vergleich nicht stand. Zumal ja hier noch Gerhard mit am Ruder war.

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