Schlagwort ‘Kommunikation‘

Warum app.net gescheitert ist

appnet_screen

Als vor einigen Monaten der Twitter-Konkurrent app.net startete, jubelte der elitäre Internet-Zirkel. app.net war kostenpflichtig, der gemeine Pöbel sollte der Zugang verwehrt werden. In einer Zeit, in der Twitter immer mehr die Nutzer verärgert, die Pforten schließt, war die Freude groß, die Alternative wurde bejubelt.

Weiterlesen: »Warum app.net gescheitert ist«

, , , , ,

Das geheime Tagebuch des Marcell D’Avis

1_1_sturm_davis
Screenshot: blog.1und1.de (via)

01. November 2009
Nach 16 Jahren im Call Center bin ich endlich befördert worden. Ich bin nun Teamleiter. Unsere Marketing-Leute haben eine ganz tolle Idee und nennen mich Leiter Kundenzufriedenheit und wollen nun Werbespots mit mir drehen. Statt 7,35 Euro verdiene ich nun 9,50 Euro in der Stunde. Nie wieder Geldsorgen. Ich freue mich über meine neue Stelle. Die Zukunft sieht rosig aus. Call Center sind toll und bieten riesige Aufstiegsmöglichkeiten. Bis ins Fernsehen.

Weiterlesen: »Das geheime Tagebuch des Marcell D’Avis«

, , , , , , , ,

Kommentar zum Leistungsschutzrecht, den Verlagen und den Medien

wordle_comment

Es wird weiter fröhlich von Verlagen und Managern über das so genannte Leistungsschutzrecht diskutiert und aktiv Lobbyismus in Berlin betrieben. Nachfolgenden Kommentar (Wordle oben) habe ich nebenan bei Thomas hinterlassen. Irgendwo sehe ich kaum noch Licht am Ende des Tunnels, wenn ich Murdoch höre, oder hier in Deutschland Döpfner und wie sie alle heißen. Man hat die Zeichen der Zeit verschlafen und will nun das Internet unter Kontrolle bringen. Da findet man in der Politik natürlich dankbare Abnehmer – allein mir fehlt der Glaube, dass dies funktioniert… ;-)

Weiterlesen: »Kommentar zum Leistungsschutzrecht, den Verlagen und den Medien«

, , , , , , , , , , , , ,

menschliche Kälte

sheeple

via xkcd, creative commons

, , , , ,

Die nackte Angst

Man muss die Frage einfach stellen: Pfeift Holtzbrinck aus dem letzten (finanziellen) Loch? Wie steht es um die Zukunft des ehemals ehrwürdigen Verlages? Regiert dort schon die pure nackte Angst ums Überleben? Ich kann es mir nicht anders vorstellen, wenn ich die Pamphlete lese, die dort mittlerweile wöchentlich das Haus verlassen — natürlich geht es um das abgrundtief böse Internet. Den ersten so genannten Artikel von Adam Soboczynski hatte ich noch unkommentiert gelassen — er beklagt den Hass im Internet auf Intellektuelle. Ich habe selten Dümmeres gelesen. Der Autor hat offensichtlich vor dem Spiegel gestanden und seinen eigenen Hass auf den Internet projiziert und dann seine Zeilen geschrieben. Nicht der Rede wert. Heinrich Wefing war dann der nächste, der einmal so richtig draufhauen durfte. Oliver und meine Wenigkeit haben das entsprechend gewürdigt. Ich dachte zuerst die gehen jetzt bei der Zeit mit diesen Tiraden in Serie, so Oliver noch lachend in den Kommentaren. Wenn er da gewusst hätte, wie recht er damit haben sollte. Gestern durfte dann Kulturchef Jens Jessen in die Tasten hauen — und spricht dem Internet die Demokratie ab.

Weiterlesen: »Die nackte Angst«

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Nicht der Hildegard erzählen

Ein sehr guter Freund von mir hat mal ein paar Jahre als Geschäftsführer in einem Pornokino gearbeitet. Vorgestern erzählte er die Geschichte vom Finanzamt-Opi. Finanzamt-Opi kam jeden Tag in seiner Mittagspause ins Pornokino, ging in die Schwulenecke, blieb dort 45 Minuten und ging wieder. Nun gibt es im Pornokino auch Einzelkabinen — und in der Schwulenecke so genannte Glory Holes. Heißt: Der Interessierte steckt seinen Finger in dieses Loch als Zeichen für seinen Nachbarn, dass dieser seinen kleinen Freund da durchstecken kann und beide erfahren wundervolle Befriedigung. An einem Tag jedoch reichte es unserem Finanzamt-Opi nicht, seinen Finger in das Glory Hole zu stecken, er nahm die ganze Hand und betatschte den Nebenmann. Dieser fand das gar nicht lustig, stürmte in die Kabine des Finanzamt-Opis und gab ihm was auf die Glocken. Als mein Kumpel gerufen wurde, hatte Finanzamt-Opi bereits das gesamte Kino vollgeblutet und lag vor der Großbildleinwand. Natürlich musste ein Arzt her, doch Finanzamt-Opi bedeckte seine Wunde mit der Hand und wiederholte immer wieder den gleichen Satz: Nicht der Hildegard erzählen, Nicht der Hildegard erzählen. An diese Geschichte musste ich denken, als ich den Artikel von Heinrich Wefing in der Zeit, Wider die Ideologen des Internets!, gelesen habe. Die offensichtliche Ahnungslosigkeit und die Ideologie, die diesem Artikel zugrunde liegen, sind erschreckend.

Weiterlesen: »Nicht der Hildegard erzählen«

, , , , , , , , , , , , , , , ,

der F!XMBR lallus Jabber-Server

Ein neues Jahr bringt nicht nur erfreuliche Dinge, sondern auch mitunter eine oft notwendige Flurbereinigung — bei uns in Form von ein wenig Redundanz. Vor einigen Jahren setzen wir im Rahmen unseres Projekts .get privacy auch einen Jabber-Server auf, um die Leute nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten zu überzeugen. Gesagt getan erfreute sich unser kleiner beschaulicher Jabber-Server täglich 20–30 Stammuser und ca. 100–150 registrierter Teilnehmer. Im Zuge des Wechsels — wir ließen .get privacy sein und gliederten die dortige Thematik in F!XMBR ein — gab es einige Migrationsprobleme auf dem neuen Server. Lange Rede, kurzer Sinn: danach waren verständlicherweise nur noch zwei bis drei User anwesend, wenn überhaupt, der Server per se also überflüssig.

Gestern sprach Chris mich darauf nochmals an — Jahresende und so … tabula rasa — und tja was soll ich sagen? Liebgewonnen ja, aber inzwischen unnötig wie das fünfte Rad am Wagen. Insofern good bye Lallus :-) Und den letzten verbliebenen Stammuser verweise ich gerne auf den CCC Jabber-Server — da befindet man sich auf jeden Fall in guten Händen …

, , , , , , , , , , ,


RSS-Feed abonnieren