Schlagwort ‘Kommerz‘

Die Medienlese stellt den Betrieb ein

Auch in der Schweiz wachsen die Bäume nicht in den Himmel — wie Blogwerkmacher, –vermarkter, –verkäufer und noch viel mehr Peter Hogenkamp heute mitgeteilt hat, wird die Medienlese geschlossen. Die Kooperation mit Null-Banner-Lieferanten Adnation war wohl ein letzter verzweifelter Versuch, bereits zum Monatsende werden die Türen geschlossen. Der Don findet es ein wenig schade, weil die Leute der Medienlese sich durchaus angestrengt haben. Nur reicht das eben nicht — selbst im Untergang beweist das Blogwerk, warum es ganz einfach nicht funktioniert.

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Zitat des Tages: Micropayment

Stellvertretend für all die Marktschreier, die immer wieder diese Wundertüte Micropayment auspacken und als Rettungsanker für die Medien im Internet sehen, ein Satz von meedia.de:

Paid Content kann funktionieren als Bestandteil einer Flatrate, die Medien-Anbieter und –Distributoren gemeinsam aushandeln müssen. Telefon-Gesellschaften, Internet-Provider, Kabelnetz-Betreiber, alle die Medien vertreiben, müssen mit ins Boot geholt werden und Medien-Produzenten an den Kosten für die Erstellung der Inhalte anteilig bezahlen.

Ist diesen Web-2.0-Seelenverkäufern eigentlich bewusst, was sie dort fordern? Es kann in meinen Augen kaum etwas Schlimmeres geben, wie obigen Satz. Es tut mir ja leid, dass bis auf ein paar Werbebanner das Geschäftsmodell Internet kaum funktioniert — na gut, es tut mir nicht wirklich leid — aber deswegen gleich unser Wirtschaftssystem, ein stückweit unsere Demokratie abbauen zu wollen, geht dann doch viel zu weit. Wenn Ihr im Internet kein Geld verdient, liebe Marktschreier, sei es nun mit oder ohne Irokesenschnitt, dann macht es so wie alle anderen auch, oder lasst es ganz, sprich: Ihr könnt gehen. Obige Forderung, wie sie neuerdungs von vielen Web-2.0-Clowns erhoben wird, ist nichts anderes als die Forderung nach einem Kartell inkl. Preisabsprachen. Man stelle sich Döpfner und Hombach als Führer dieses Kartells vor. Gegenbeispiel: Die Energieriesen treffen sich wöchentlich, weil die Gewinne nicht mehr sprudeln, um Absprachen zu treffen. Na, klingelts? Liebe Seelenverkäufer, ich kann neben Euch herleben, wenn Ihr aber, weil Euer Geschäftsmodell nicht funktioniert, am Raubbau unserer Demokratie beteiligen wollte, dann gibt es ein klein wenig Kontra — und wie ich viele Kollegen da draußen kennengelernt habe, nicht nur von F!XMBR. Und das ganze sogar kostenlos. :)

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I’m Linux

Nach grenzdebilen Ideen aus dem Hause Apple a la I’m a Mac, bescheidenen Plagiaten aus Redmondschen Gefilden die User hochzunehmen — was auf diese Art und Weise nur bei der Gattung des gemeinen Apple-Fans funktioniert, schickt sich nun auch die Linux Foundation an diese Art von Schaden zu wirken. Getreu dem Motto: Blödheit gibts nicht nur gegen Bares, sondern auch offen und frei :-)

Sick of the airtime that Microsoft and Apple are getting with their competing ranges of “I’m a PC/I’m a Mac” adverts, the Foundation has announced a competition to create their own, open-source adverts to increase awareness of just what it means to say “I’m Linux.”

via bittech

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die Wirtschaft fordert: Milliarden für deutsche Unis

Ja und wer fordert? Richtig unsere durch die Bank hochkriminelle Wirtschaft, deren Gebaren oft an antike Orgien erinnert, jene fordern für die gesamte Republik Studiengebühren, die wiederum für ein Plus an Qualität sorgen sollen. Darüber hinaus soll der Staat ebenso seinen Obolus beisteuern und mittels der üblichen Nebelkerzen a la BAföG, Studienkredite und Stipendien Sozialschwachen unter die Arme greifen. Wenn man tatsächlich daran interessiert wäre ein Plus an Absolventen zu erhalten, würde man wohl weniger fordern und mehr investieren und schon gar nicht Dinge wie diesen brainfuck von Studiengebühren einfordern.

Die deutsche Wirtschaft mit all ihren widerlichen Lobbyisten, ist einer der Sargnägel für diese Republik. Die deutsche Wirtschaft täte gut daran sich in die Ecke zu stellen, zu keiner Zeit in diesem Land tat sie diesem etwas gutes, sie erhielt fortwährend Geschenke seitens des Steuerzahlers und selbst die Zeche wird in der Regel von diesem beglichen, der Dank: mehr Unmenschlichkeit. Die Vorschläge aus den Reihen dieser dienen dem Machterhalt, der Ausbeutung, der persönlichen Bereicherung. Die Beispiele sind Legion und heutzutage allgegenwärtige Realität.

FAZ

Bild: Wikipedia, GFDL

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Zwei Nachrichten aus der Blogosphäre, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben

BoomUnsere regelmäßigen Leser haben es vielleicht gemerkt — bis auf die eine oder andere Spitze hat sich hier das Thema Blogosphäre verflüchtigt — sich in den Ernst des Lebens integriert, die Artikel generell, natürlich haben wir auch noch jede Menge Spaß, in Richtung (politische) Qualität verschoben. Und zudem man tritt natürlich auch nicht auf ein auf dem Boden liegendes Geschöpf. Zudem war die Kritik an der Sache niemals den Hass wert, den wir als Menschen empfangen haben — aber gut, Berliner sind halt nicht nur arm im Geldbeutel. Über zwei Meldungen musste ich heute aber dann doch schmunzeln, zumal ich sie im Feedreader fast hintereinander gelesen habe. Da wäre zum einen der Don mit seiner Einlassung über den Stand der Professionalisierung der sogenannten (deutschen) Top-Blogs. Ungewohnt diplomatisch schreibt er: In den letzten zwei Monaten hat sich beim Thema Blogvermarktung nichts verbessert, es ist eher schlechter geworden. Die SPD wartet heute noch auf mich — da werde ich derzeit keinen Kommentar zu verfassen. Aber bald ist ja Grimme — dann hat man innerhalb des Netzwerkes wieder etwas zu feiern. Also kein Grund, den Sand in den Kopf zu stecken. Nachdem ich über den Don kurz geschmunzelt habe, scrollte ich weiter zum Werbeblogger. Dort fragt Gastautor Thomas, ob das Modell Blog gescheitert ist. Natürlich aus Sicht eines Werbers. Wer aber nun das Verhalten der sogenannten deutschen Top-Blogs per se, den Artikel von Don, die Frage von Thomas zusammenbringt, der hat die Antwort auf die Fragen aller Fragen. Warum fristen Blogs in Deutschland ein Nischendasein, werden Blogger ausgelacht, wird man da draußen in Gesprächen mit Nichtbloggern verwundert angeschaut, ohne große Anstrengung von den etablierten Medien der Lächerlichkeit preisgegeben? 1 + 1 = 2. 😉

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