Schlagwort ‘Kommerz‘

Die Tsunamiwelle

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Die Tsunamiwelle rollt — nur nicht so, wie gedacht. Sascha Pallenberg muss sich derzeit einem Shitstorm stellen, weil er ursprünglich in einem Tweet von einem Tsunami gesprochen hat. Diese Tatsache allein reicht schon, um diverse Auswüchse zu bewerten. Wer auf Twitter jedes Wort auf die Goldwaage stellt, sollte vielleicht anfangen, zu häkeln, aber doch bitte das mit dem Internet sein lassen. Jeder Internetausdrucker da draußen weiß einen Tweet besser zu beurteilen, als die ganzen SEOs, manch pOPELiger Blogger oder andere finstere Gestalten, die mit ihrer unfassbaren Dämlichkeit dafür sorgen, dass das Internet nicht als große Chance wahrgenommen wird, sondern als gefährlich verdammt und gebrandmarkt wird. Ich habe mich auch schon einmal mit Sascha «gefetzt» — in einem Artikel sprach in vom «PR-Gebrabbel von netbooknews.de». Ehrlich gesagt, war es ursprünglich nur ein Füllwort, ich hatte mich vorher nicht mit netbooknews.de beschäftigt und wollte nur die Besonderheit von Caschy hervorheben. Wenn man denn so will, ein Stilmittel. Sascha schoss zurück, und damit war die Sache gegessen. Wenn ich mir die letzten Tage so anschaue, dann komme ich mittlerweile zu der Erkenntnis, dass Sascha durchaus eine ehrliche Haut ist, der sein Herz auf der Zunge trägt. Das muss aber kein Nachteil sein, im Gegenteil.

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Schleichwerbung in Blogs

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Foto: Simon Willison | CC-Lizenz

Wöchentlich schlagen hier Anfragen von irgendwelchen SEO-Agenturen auf, die auf F!XMBR werben wollen, natürlich ganz diskret. Sascha Pallenberg von netbooknews.de und anderen Bloggern wurden nun einige Unterlagen zugespielt, die zeigen, wie es so läuft im weltweiten Netz. Dass es so läuft, ist nicht wirklich eine Überraschung, überraschen tut eher, dass immer wieder Leute gibt, die für ein paar Silberlinge rechtliche Konsequenzen riskieren. Im aktuellen Fall steht eines der bekanntesten deutschen Blogs im Mittelpunkt: Basicthinking (aus SEO-Gründen 😀 kein Link). Sascha schreibt, dass «Christoph Berger, Geschäftsführer der Onlinekosten GmbH» mehrere deutsche Blogger kontaktiert hat. In den E-Mails und auch Telefonaten ist eine Kooperation mit Basicthinking in Aussicht gestellt worden.

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Quo vaditis, Blogger?

Blogging

Wenn wir uns dieses von Pathos geprägte Bild eines Bloggers in deutschen Gefilden betrachten, so schauen wir die Speerspitze einer neuen Gesellschaft, die letzte Bastion gegenüber dem ausufernden datentechnischen Begehren der Politik, die Stimme der Vernunft gegenüber einer entrückten Gesellschaft, den Sargnagel der alten Medien, die digitale Bohème etc. pp., die Liste ließe sich endlos fortführen. In den Augen der anderen, dieser Mehrheit da draußen, ist man mehr vox clamantis in deserto, die Stimme eines Rufers in der Wüste.

Und doch, vieles davon sind valide Prädikate, wenn auch die Breitenwirkung eher als vernachlässigbar anzusehen ist. Der Mehrwert bleibt also aus und die Nachhaltigkeit ist mehr oder weniger gen Null strebend. Nicht so jedoch innerhalb dieser sogenannten digitale Bohème, in dieser Welt ticken die Uhren anders, alles ist dynamisch, will stetig neu definiert werden und wenn es nur eine Art Neusprech ist, die bekannte Dinge neu verpackt. Cui bono? Wem gereicht dies zum Nutzen? Einige wenige leben dies sicherlich, gehen einem Ideal nach, versuchen ihr Iota zu einer besseren Welt beizutragen und wenn nur zumindest gemäß unserem Motto: Wir schreiben hier nur, damit die Nachwelt sieht, dass nicht alle so waren. Das Gros jener aber, die sich Tag für Tag in den alten Medien die Klinke in die Hand geben und von diesen hehren Zielen der Blogosphäre fabulieren sind jedoch einzig und allein auf Aufmerksamkeit aus. Keineswegs Aufmerksamkeit für diese einst formulierten Ziele, nein Aufmerksamkeit für ihre Person — sei es um die eigene Publikation zu pushen oder die Karriere per se zu fördern. Monetäre Gesichtspunkte überwiegen, viel zu oft bleibt am Ende des Tages von so mancher Konferenz nur der schnöde Mammon über und eine mißbrauchte Community — Legionen willfähriger Lemminge.

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Wunderwaffe Blogger

… wie üblich von seiner Genialität höchstselbst: Bulo 😀

Hintergrund

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Ich hab da mal eine Frage

Will blog for feedWir führen hier ja nur ein kleines Privatblog. Es ist unsere Möglichkeit, unsere Meinung zu diversen Themen zu veröffentlichen. Es ist Spaß, Hobby und Passion zu gleich. Mit einem kleinen Lachen, oft aber auch mitleidig, schaue ich zu den Damen und Herren, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen und sich dementsprechend Zwängen unterordnen müssen — seien es nun Journalisten oder Blogger. Ich selbst würde für kein Blog der Welt bezahlen, seien sie noch so grandios wie Michael Spreng, WEISSGARNIX, die NachDenkSeiten, Jens Weinreich, Caschy, LobbyControl oder auch das FAZ Israelblog. Noch viel weniger würde ich Paid Content im etablierten Journalismus akzeptieren — da können Döpfner, Hombach und Burda noch so sehr fantasieren. Dann fliegt die Seite einfach aus dem Feedreader — mein Informationshunger wird trotzdem gestillt. Das Internet hält jegliche Information bereit, egal ob ich sie nun bei der FAZ oder bei Oliver finde. Anders verhält es sich bei mir allerdings mit Printprodukten.

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Vodafones Grabreden

Hielten in den letzten Tagen:

Don Alphonso — PRevanchisten und die Erfindung des Mobs
Vodafone50hz — Vodafone: Und immer noch kein Ende
50hz — Vodafone: Mit dem Mut eines Zweijährigen
Ralf — Vodafail: Die Generation Upload frisst ihre Kinder!
Kosmar — Vodafone
Patrick — Was der Vodafone “Corporate Blog” Case wirklich kaputt macht
J — Authentizität bei Testimonials: Generation Upload
Udo — Surfpaket, ungefragt
Bulo — Erste Erfolge der Vodafone-Kampagne: Herr Kruse und die Krise
Don Alphonso — Heul doch, Sascha Lobo!
C.J. — Vodafone verheizt Bloggerin

Im Gegensatz zum Don bin ich übrigens der Meinung, dass der guten Frau Schnutinger übel mitgespielt wurde. Hier findet man den Original-Podcast zum dem Beitrag auf dem Vodafone-Blog. Nun kann man sich ungefähr vorstellen, wie der PR-Artikel zustande gekommen ist. Ich denke schon, dass Frau Schnutinger den Artikel in dieser Form nicht verfasst hat. Wenn man dann noch davon ausgeht, dass sie, sobald sie dagegen angegangen wäre (öffentlich gegen Vodafone), eine Vertragsstrafe riskiert hätte, kann man nachvollziehen, warum sie nun schweigt. Neben den teils beleidigenden Angriffen auf Twitter, die — mich wirklich sprachlos machend — sogar auf das 5 Monate alte Kind einprügeln. Spätestens in diesem Fall haben die Macher und Protagonisten des Vodafail dann völlig versagt — oder war es vielleicht so gewollt?

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Vodalobo

Obwohl gestrichen, ist er doch gefahren. Bulo ist aus dem Urlaub zurück. 😀

Karikatur: Der unvergleichliche Bulo. Follow him. :)

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Tagebuch eines Vodafone-Vorstandes*

Vodafone15. Februar 2009
Wir planen eine neue Kampagne. Scholz & Friends hat uns geraten, ins Web 2.0 zu gehen. Das sei überhaupt kein Problem. Man kaufe einfach ein paar Blogger und schon läge uns die deutsche Blogosphäre zu Füßen. Klasse, wir freuen uns. Bald gehören wir dazu.

09. März 2009
Die deutschen Top-Stars unter den Bloggern, Sascha Lobo und Nico Lumma, sind bereits eingekauft worden. Mit ihnen wird unsere Kampagne die erfolgreichste der letzten Jahrzehnte. Da bin ich mir ganz sicher. Das sind Profis. Bald werben alle Blogger kostenlos für uns, schließlich gehören wir jetzt dazu. Ich überlege, ob ich mir einen E-Mail-Account anlege. Das Web fasziniert mich. Da gibt es alles kostenlos, sogar Werbung für uns.

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Die Karikatur eines Bürgerrechtlers

VodafoneDie Generation Zensur hat sich heute in Form von Adnation– und Spreeblickgründer Johnny H. zu Wort gemeldet. Vielleicht hätte er sich einfach ein die Vodafone-Omerta halten sollen. Ich schrieb es bereits vor 4 Tagen: Im Familienministerium und bei den angeschlossenen Lobbyistengruppen dürften die Sektkorken knallen. Johnny schreibt, dass Vodafone nur Banner auf Spreeblick gebucht hat, er wird auch nicht müde zu erwähnen, dass er selbstverständlich weiterhin gegen die Netzsperren, wie er die geplante Internetzensur verniedlichend nennt, protestiert. So zum Beispiel im Arbeitskreis Zensur. Warum heißt der AK Zensur eigentlich AK Zensur und nicht AK Netzsperren? Das aber nur am Rande. Die Jungs und Mädels sind zu wichtig und machen einen zu guten Job um von der Generation Zensur vereinnahmt und der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden. Nichtsdestotrotz würde mich trotzdem eine klare Distanzierung des AK Zensur von Vodafone und dem werbenden Johnny H. freuen. Schließlich benutzt letzterer den Arbeitskreis aktuell als Feigenblatt. Johnny und die restlichen Adnation-Teilnehmer nehmen Geld von einem Unternehmen, welches nicht ein Zensurprovider ist — Vodafone ist *der* Zensurprovider, der Vorreiter zur Umsetzung der Internetzensur in der Bundesrepublik Deutschland.

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Vodafone und das Wahrheitsministerium

Was macht Vodafone jetzt eigentlich, wenn die von Ihnen gestern als erledigt betrachtete Zensurdebatte für die Kunden und Nutzer gar nicht erledigt ist? Ja, das ist schon sehr schwierig. Die Vodafone-Omerta greift im Übrigen weiter — sonst so redselig, herrscht nun Schweigen im Wald. Wo sind die Blogartikel zu der PR-Meldung gestern aus dem Hause Vodafone? Wie ernst Vodafone übrigens ihre Bemühungen im Social Web nimmt, zeigen Pepe und Kathrin. Da werden auf der Landingpage zur Vodafone-Werbung Fake-Kommentare eingeblendet — und was passiert? Jemand anderes schnappt sich die Accounts, weil Vodafone dies nicht getan hat, sondern einfach nur von vorne bis hinten Kunden, Interessierte und die Netizens veralbert, um es positiv auszudrücken. Vodafone und Zensursulas Blogger — eine unheilvolle Verbindung. Es war aber zu erwarten. Es fließt Geld, da haben Moral, Anstand, Werte und Rückgrat keinen Platz. Da wird man im Hause Adnation dann auch ganz schnell zum Zensurblogger.

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