Schlagwort ‘Jugendschutz‘

AK Zensur: Tippspiel zum JMStV

akzensur

Ich habe mich bisher wenig mit dem Entwurf zum  Jugendmedienschutz-Staatsvertrag beschäftigt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Webseiten zukünftig eine Alterskennzeichnung bekommen sollen. Das ist sowas von abwegig, dass mir dazu relativ wenig einfällt. Gott sei Dank gibt es den AK Zensur, der sich nicht nur mit den Netzsperren politisch auseinandersetzt, sondern eben auch mit diesen Dingen politischer Fahrlässigkeit – oder politischer gewollter Zensur, je nachdem man es sehen möchte. Der AK Zensur hat nun ein spannendes Tippspiel gestartet: Wir nennen Euch eine Webseite, und Ihr könnt diese eine Seite in den betreffenden Altersstufen bewerten. Wie schätzt Ihr ein, muss diese Seite bewerte werden? Jeden Tag gibt es eine neue Webseite und die Auflösung zur vorherigen: Zusammen mit fachlich versierten Medienpädagogen präsentieren wir dann die Einschätzung, in welche Altersstufe die jeweilige Seite laut Gesetz fallen würde, wenn der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag gelten würde – unabhängig davon, ob dies aus medienpädagogischer Sicht sinnvoll wäre. Viel Spaß… 😉

AK Zensur — Laut JMStV: Ab 6, ab 12 oder ab 18?

Nachtrag: Die Auflösung. Ü16.

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Jugendschutz: F!XMBR ab 18 Jahren

Von Netzzensur zu reden sei dagegen Unsinn, verwahrte sich Beck noch einmal gegen die seit einer Anhörung im Januar nicht abgerissene Kritik am JMStV.

heise

Ebenso ist es Unsinn von Sozialdemokratie zu schwafeln kommen denn die Totengräber der Nation ins Spiel. Diese Genossen haben Deutschland bereits auf dem Gewissen, denn sie schufen etwas, daß selbst die Union bis dato nicht in dieser Größerordnung vermochte: einen asozialen Albtraum. Aber seis drum, hier dreht es sich um Netzpolitik oder was die SPD in diesem Kontext umzusetzen gedenkt.

Daß aus der Pfalz mehr oder weniger nur Unsinn stammt, dies wissen wir spätestens seit Kohl. Daß Beck in Berlin nichts zu bewegen vermochte — schwamm drüber, da waren Intriganten am Werk … so zumindest die Pfälzer Folklore. Jetzt aber hat es Beck in seiner Funktion als Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder auch auf das Netz abgesehen, welches er gekonnt inkompetent mit einem ganz und gar gestrigen Regelkatalog zugrunde richten möchte. Wir kennen bereits seine Weltfremde in puncto öffentlich-rechtlicher Kultur und dem seiner Meinung nach gebührenden Kopfgeld für diese staatlich propagierte Ohnmacht.

Wir kennen aber inzwischen auch die Vorstellung von adäquatem Jugendschutz: Selbstzensur in Form von einer Verifikation der Inhalte Dritter, Kennzeichnung von Inhalten, Öffnungszeiten im WWW bzw. einer Altersverifikation, bei Zuwiderhandlung tritt die staatliche Zensurbehörde zum Schutze der Jugend selbst in Aktion etc. pp. Es hat schon eine zynische Note, einerseits an Schulen für das vorzeitige Ableben im Staatsauftrag zu werben und andererseits vom Jugendschutz zu fabulieren. Derart gekonnt kennt man dies nur noch vom Prinzip Fördern und Fordern, welches der ehemalige primus inter pares der Genossen forcierte und der sich nun mit lupenreinen Demokraten umgibt.

Was soll ich weiter dazu sagen? Der gesunde Menschenverstand kollabiert heute meist schon bei den Schlagzeilen aus der Politik bzw. einzelnen Zitaten diverser Politgrößen, der Kontext per se kann einen gesunden Bürger augenblicklich in Stase versetzen. Wer schützt uns vor dieser ausufernden Gefahr geistiger Umnachtung? Nun lange Rede kurzer Sinn, der Schwachsinn hat Methode und wird durchgesetzt werden — wir auf der anderen Seite werden lernen müssen mit dem angerichteten Kolateralschaden umzugehen oder wir werden daran zugrunde gehen. So oder so, Demokratie geht anders und von solchen Utopien wie Freiheit wagen wir erst gar nicht mehr zu träumen.

F!XMBR also bald ab 18 und um 22 Uhr geht dann richtig die Post ab: Nachtclub-Feeling für geladene Gäste.

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Ein Pornoanwalt antwortet

Ich mag keine Anwälte. Wenn man sie konsultieren muss, kostet es im Regelfall Geld und noch mehr Nerven. Dass mittlerweile mehr Anwälte im Deutschen Bundestag sitzen als andere Berufsgruppen, hat unserer Gesellschaft, der Demokratie, dem Land, dem menschlichen Miteinander mehr geschadet als jeglicher Streit zwischen Schwarz und Rot, Grün und Gelb. Auf die Vorwürfe gegen das Programm JusProg vom JusProg Verein zur Förderung des Kinder– und Jugendschutzes in Telemedien e.V. hat nun ein Mitglied des Vereins, der seit der Gründung dabei und gleichzeitig laut eigener Darstellung Pornoanwalt ist, geantwortet — um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen. Es ist der typische Text eines Anwalts, wie gut, dass es als wahrscheinlich einzige Ausnahme noch Udo Vetter gibt — meiner Meinung nach nichtssagend, am Thema vorbeischwafelnd.

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F!XMBR wider dem Jugendschutz

Welch seltsame Blüten die (selbst auferlegte) Internetzensur treiben kann, beweist Jugendschutzprogramm.de. Via Fefe bin ich darauf aufmerksam geworden, dass er selbst und auch taz.de gesperrt sind — also für Kinder gefährdende Inhalte bereithalten. Ich werde beide Seiten nun etwas argwöhnischer lesen, schließlich will ich in meinen jungen Jahren nicht von der dunklen Seite der Macht verführt werden. Jugendschutz muss sein, ebenso wie der Kampf gegen die Kinderpornografie. Jawohl. Fast wollte ich schon JusProg Verein zur Förderung des Kinder– und Jugendschutzes in Telemedien e.V. etwas spenden — Kinder sind schließlich unser höchstes Gut. Doch dann fiel mein Blick auf den Link Seite prüfen und das kleine Teufelchen in mir riet, doch einmal F!XMBR in das Feld zur Überprüfung einzugeben. Liebe Kinder, ihr müsst jetzt ganz stark sein.

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