Schlagwort ‘Journalist‘

ein Bloggerverband als Antwort auf den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Zwar meinen manche Juristen, es sei alles halb so schlimm, aber der Vorgang zeigt, wie nötig es wäre, dass sich die Blogger endlich zu einem Verband zusammenschließen.

freischreiber

Obiges Zitat, ist Teil eines Aufrufs an die Blogger, dem neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag mit einem Bloggerverband zu begegnen. Und wenn es sich auch auf den ersten Blick recht genehm ließt, so widerspricht dieses Anliegen doch der Realität. Jene frei publizierenden Journalisten, die sich dort als Freischreiber formieren, werden gemeinhin von ihren festangestellten «Kollegen» als Schreiberlinge zweiter Klasse angesehen. Dementsprechend werden diese auch entlohnt, man drückt die Preise, entwertet die Leistung jener freischaffenden Publizisten. Was jedoch hat der Verband bis dato für seine Mitglieder erreichen können? Nun, wenn ich mich mit diversen Bekannten der freien schreibenden Zunft unterhalte, werden die Honorare mehr gedrückt denn je.

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Hallo Google,

Googleheute ist der Tag der Offenen Briefe. Ich muss mich heute aber in einer Angelegenheit an Euch wenden, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Es geht selbstverständlich um die unhaltbare Situation der notleidenden Verlage in Deutschland. Die FAZ bittet Euch seit Monaten, zu reagieren. In einem eindringlichen Appell haben die deutschen Verlage, die allesamt kurz vor dem Ruin stehen, ihre Situation dargestellt. Letzte Woche hat einer der letzten großen Verleger unseres Landes, Herr Hubert Burda, in der FAZ um Hilfe gebeten. Heute hat sich dann der Axel-Springer-Konzern zu Wort gemeldet und noch einmal dargelegt, dass Ihr die Inhalte der Verlage kostenlos zur Eigenvermarktung nutzt. Ich bitte Euch inständig, auch im Namen der FAZ, von Heinrich Burda und des Axel-Springer-Konzerns, endlich zu reagieren! Ihr habt gegenüber der Vierten Gewalt in diesem Land die moralische Pflicht, zu handeln und den Wünschen der notleidenden Verleger Folge zu leisten. Wir müssen in diesem Land gesellschaftlich weiter zusammenrücken und den Schwachen der Gesellschaft helfen. Die FAZ, Heinrich Burda und der Axel-Springer-Konzern haben meine volle Solidarität. Ich fordere Euch auf, entschlossen zu handeln!

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Die alten Meister


Screenshot: journalist 04/09, Karikatur: Berndt A. Skott

Anfang des Monats wurde ich auf einen wunderbaren Artikel im Medienmagazin journalist aufmerksam. Im Teaser zum Artikel Die alten Meister heißt es: Sie spitzen zu und federn ab. Und sie halten der Gesellschaft einen Spiegel vor: Karikaturisten sind zeichnende Journalisten. In Deutschland nimmt ihre Zahl immer weiter ab. Eine Branche vor dem Aussterben? Nicht nur, weil wir das große Glück haben, Bulo zu unserem Freunden zählen zu dürfen, habe ich den Artikel verschlungen. Ich habe vom Chefredakteur, Matthias Daniel, und auch vom Redakteur des Artikels, Holger Isermann das Okay bekommen, den Artikel hier auf F!XMBR den Lesern per PDF anbieten zu dürfen. Dafür meinen ganz herzlichen Dank. :)

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Tagebuch eines Journalisten

01. November 2008
Ich bin gefeuert worden. In der derzeitigen Krise müsse man nun alle Kräfte und Kompetenzen in einer Zentralredaktion bündeln, so mein ehemaliger Chefredakteur. Da brauche man mich nicht mehr. Ich war schockiert. Das war doch überhaupt nicht abzusehen. Andere Kollegen, die schon länger ohne Job sind, raten mir nun, in die Zukunft zu blicken und ein Blog zu eröffnen. Das klappt sofort. Schnell schreibe ich den ersten Artikel. Ich habe schon einen Leser – mich selbst. Bloggen ist toll. Zur Feier des Tages gönne ich mir eine Flasche Rotkäppchen aus dem ALDI. Bald ist mehr drin. Ich habe gesehen, Alyssa Milano, Dieter Bohlen und viele Prominente bloggen auch. Das ist die Zukunft.

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Worte des Tages von Günter Wallraff

WallraffDass ich Günter Wallraff schätze, habe ich schon des Öfteren erwähnt. Er ist nicht nur einer der besten Journalisten des Landes, er ist auch Mensch, Humanist, hat das Herz am rechten Fleck und setzt sich für die ein, die sich nicht wehren können, für die ganz Schwachen dieser Gesellschaft. Er kämpft für eine bessere Welt. Auch wenn das manchen neoliberalen Vertreter, der sich Journalist nennt, nicht gefällt und es zulässt, dass Günter Wallraff in den Kommentaren mit dem rechten Gesocks auf eine Stufe gestellt wird. Sei es dem Herrn vom Handelsblatt verziehen, den Neoliberalen bricht gerade die ganze eigene, verquerte Ideologie zusammen – da beißt man schon mal ohne zu überlegen um sich. Es muss erschreckend sein, wenn man sein gesamtes Leben lang einer falschen Ideologie gefolgt ist und langsam erkennen muss, dass diese Elend und Armut über die Menschen gebracht hat und nun zusammenbricht. Doch zurück zu Günter Wallraff. Er hat derStandard.at ein Interview gegeben, welches eindrucksvoll belegt, warum Wallraff Wallraff ist, die SPD die SPD und warum es in Deutschland kaum noch kritische Journalisten gibt.

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Marc Beise — der Untergang des kritischen Journalismus am Beispiel eines SZ-Redakteurs

ZeitungDie SZ wird von manchen sogenannten A-Bloggern gerne ob ihrer Bilderstrecken kritisiert. Wenn es inhaltlich schwerfällt sich mit einer Sache zu beschäftigen, dann muss man halt auf solche Dinge zurückgreifen um mit dem Strom gegen die eigenen Kollegen [sic!] zu schwimmen. Wenn die Bilderstrecken der SZ ein Armutszeugnis für dieselbige ist, ist die Kritik daran dasselbe für die sogenannten deutschen Top-Blogs. Darum soll es aber nicht gehen. Während ich hier fast Woche für Woche Heribert Prantl als letztes Sturmgeschütz der Demokratie, unserer freiheitlichen Rechte feiere, so erschrocken nehme ich Woche für Woche zur Kenntnis, dass die SZ ebenso wie der SPIEGEL, die FAZ oder auch die BILD auf der neoliberalen Welle schwimmt. Eine Welle, die unser Land, unser Miteinander, unsere Gesellschaft so gut wie zerstört (hat). Marc Beise und sein aktuelles Pamphlet Schröder hatte recht stehen dafür meines Erachtens exemplarisch — ich könnte aber auch ins Archiv steigen und den einen oder Rant gegen die Blogger hervorholen, sicherlich an manchen Stellen perfekt pointiert auf den Punkt gebracht, viel mehr jedoch wird gerade im Politikressort der SZ ein Schuh daraus.

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Heribert Prantl — auch die vermeintlich Guten bekennen ab und zu Farbe und zeigen ihr wahres Gesicht

Das Wasser scheint der SZ bis zum Hals zu stehen. Die Angriffe auf das böse und gefährliche Internet nehmen kein Ende — Oliver hatte hier mal einen Text von Johannes Boie in der Luft zerrissen . Seit Monaten ist immer und immer wieder davon zu lesen, wer wie wo die SZ übernimmt — es scheint, als würde diese Diskussion die Redakteure besonders motivieren, den vermeintlichen Feind, das Internet, die Blogs, das Web 2.0 anzugreifen. Wie schrieb Oliver es schon — eine Angstpsychose. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach liebe SZ — liefert qualitativ guten Inhalt, und schon wird kein Weblog in irgendeiner Weise mit Euch konkurrieren können. Es liegt an Euch — vielleicht lasst für einen Neuanfang einfach mal die lächerlichen Bildergallerien weg, dann unterhalten wir uns über die Qualität der von Euch geschriebenen Artikel. Ich mein, wenn Heribert Prantl über den Terror, den Polizeistaat und George Orwell schreibt, ist ja durchaus großes Potential zu erkennen — doch abseits dieses Themas, oh graus, oh graus. Schuster bleib bei Deinen Leisten, will man Euch zurufen. Hans Leyendecker ist auch nur noch ein Schatten seiner selbst.

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Der einsame Wolf

Heribert Prantl leitet das Ressort Innenpolitik der SZ — und anders als die restlichen Innenexperten dieses Landes fällt Prantl immer wieder aus der Reihe. Mahnende, ausgewogende, kritisierende Worte sind bei Prantl dort zu finden, wo seine Kollegen den Jubelperser für die große Koalition und die Innenminister dieses Landes spielen. Heute hat er sich mal wieder dem Thema Wolfgang Schäuble und seinem Schaffen gewidmet — zusammenfassend kommt Prantl zu dem Schluß dass unser Rechtsstaat umgebaut werden soll. Die Kritik, die wir nicht erst seit gestern äussern, kommt auch bei Prantl zum Tragen.

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