Schlagwort ‘Journalismus‘

Vodafone ist tot

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Natürlich nicht direkt, aber deren Social-Media-Kampagne. Wie ich nebenan auf dem Werbeblogger lesen konnte, hat Vodafone den Claim Es ist Deine Zeit fallen gelassen. Für Vodafone war die Kampagne ein einziges Desaster, die zuständigen Berater sitzen gerade in Berlin bei einem Latte Macchiato und halten Vorträge mit dem vielsagenden Titel How to survive a shit storm. Die nächsten Pappnasen aus den deutschen Chefetagen kommen bestimmt, die wieder die großen und erfolgreichen Namen aus der deutschen Blogosphäre einkaufen wollen und sich dann wundern, warum es nicht funktioniert. Ralf schreibt nebenan, dass der Slogan durchaus Charme hatte. Es zeigt sich eben auch, dass die Werbe– und Marketingwirtschaft hauptsächlich aus Sprücheklopfern besteht. Was nützt ein vermeintlich noch so guter Satz, mit denen sich die Menschen vielleicht identifizieren können, wenn sie ihn in der Werbung hören und sich dann lachend wegdrehen?

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Wenn das Gutenberg geahnt hätte: Die Ruhrbarone gedruckt auf totem Holz

Dass ich die Ruhrbarone für das einzig relevante Blog aus dem Pott halte, sollte bekannt sein. Nachdem sich Wir-in-NRW immer mehr als Wahlkampfblog der SPD herausstellt und nach der NRW-Wahl im Mai in der Versenkung verschwinden wird, bleiben die Ruhrbarone, die genau das machen, was Blogger auszeichnen: Sie schreiben aus Spaß an der Sache, rütteln auf, sind meinungsstark und gehen insbesondere ihren eigenen Weg.

David Schraven und Stefan Laurin haben am Freitag bekannt gegeben, dass es die Ruhrbarone bald auch als Print geben wird. Am kommenden Donnerstag erscheint das erste Ruhrbarone-Magazin und kann im im ausgewählten Zeitschriftenhandel gekauft und auch online bestellt werden. Ich halte das für eine großartige Sache und freue mich schon darauf, das Magazin in Händen zu halten. Glückwunsch und viel Erfolg an die Kollegen — und würde ich im Pott wohnen, bei der Release-Party wäre ich gerne dabei. ;-)

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Deutschland und der Krieg: Die nächsten Toten kommen bestimmt

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Agenda 2013 | einspruch.org

Deutschland huldigt seinen Soldaten, so könnte man zumindest meinen, wenn man heute die etablierten Medien liest. Es scheint so, als würde ganz Deutschland um drei tote Soldaten trauern. Während tote Zivilisten in Afghanistan, auch verschuldet durch deutsche Soldaten, bei Medien und Politikern in der Regel ein Achselzucken hervorrufen, scheint seit der Bundestagswahl eine neue PR-Agentur für das Verteidigungsministerium tätig zu sein. Man sucht das Heil ab sofort in der Offensive und kann sich auf die Unterstützung der lüsternen Presse freuen. Kriege bedeuten Blut und Tote — und dementsprechend Schlagzeilen. So perfide, so wahr.

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Die Arroganz des Journalismus am Beispiel “Wir-in-NRW”

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Foto: F!XMBR

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben ich nicht nur die Ruhrbarone, sondern auch Wir-in-NRW als die Tops-Blogs aus dem Pott bezeichnet. Für Wir-in-NRW war das ein Fehler. In Wir-in-NRW manifestiert sich für mich nicht nur die Arroganz und Abgehobenheit eines ganzen Berufsstandes, sondern offensichtlich auch gänzliches Versagen beim Schutz der eigenen Informanten. Passend zum NRW-Wahlkampf erschien das so genannte Blog Wir-in-NRW auf der Bildfläche.

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Die Panik der NRW-CDU

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Bild: Agenda 2013

Es hat den Anschein, als würde die NRW-CDU so langsam Panik bekommen. Die etablierten Medien berichten davon, dass Anzeige gegen Unbekannt erstattet wurde. Die Hintergründe sind heute bei den Ruhrbaronen zu finden – es ist bezeichnend, dass unsere so genannten Journalisten kein Wort über die Hintergründe berichten:

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Des Kaisers neue Kleider – Das Clap-Magazin im neuen Design

ClapBulo und Daniel können stolz sein und Mia Pfisterer hat großartige Arbeit geleistet. Das Clap-Magazin selbst und die hauseigene Webseite vom Clap-Club haben einen neuen Anstrich verpasst bekommen. Die Schrift sticht dabei ganz besonders hervor, die Typografie gefällt mir ganz besonders, die farbliche Abstimmung im gesamten Magazin passt ebenso, auch Simon Flöters Illustrationen passen hervorragend ins Bild. Dazu die wunderbaren Fotos von Alexander von Spreti, spannend geschriebene — immer mit einem Augenzwinkern — Reportagen von Bijan Peymani machen das Clap-Magazin nicht nur zu einem Magazin für Neugierige, Eitle und Schadenfrohe, sondern zu etwas besonderem im medialen langweiligen und oft nur kopierten Einheitsbrei. Bulo und Daniel schreiben im Editorial, Clap sei erwachsen geworden. Das gesamte Team kann stolz auf das Baby sein. Man nimmt sich und die Branche nicht allzu ernst – insbesondere diese Eigenschaft macht Clap einzigartig.

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derFreitag — Die schönste Zeitung der Welt

Ehre wem Ehre gebührt. Der Freitag wurde als World’s Best Designed Newspaper ausgezeichnet. Weltweit standen 240 Zeitungen zur Wahl, neben dem Freitag haben die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die New York Times den Preis gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an Jakob Augstein und sein Team. Es bleibt zu wünschen, dass dieser wunderbare Text von Jakob Augstein für das SZ Magazin keine Utopie bleibt, sondern Antriebfeder für die Freitag-Redaktion.

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Erstelle Dein eigenes Buch in der Wikipedia

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Foto: F!XMBR

Es gibt etwas neues von der Wikipedia – und diesmal ist es durchaus positiv. Martin Haase machte gestern per Identi.ca darauf aufmerksam, dass man sich aus Artikeln der Wikipedia nun sein eigenes Buch zusammenstellen kann. Das Buch lässt sich per PDF abspeichern oder in gedruckter Version bei PediaPress bestellen. Das ist ja mal eine spannende Sache. Warum ist darauf noch kein Verlag gekommen? Das neue Spielzeug macht wirklich Spaß.

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Be Google und der Journalismus öffnet seine Tore

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Foto: F!XMBR

Der Axel-Springer-Verlag setzt jetzt auf Paid Content. Soweit, so lächerlich. Wir erinnern uns an die Diskussionen im Vorfeld dieser Entscheidung – Google ist evil, das vermeintlich Böse, welches den Verlagen den Content stiehlt. Wie sieht also der Umgang mit Google nach der Umstellung auf Paid Content aus? Man mag es kaum glauben – aber Google darf selbstverständlich weiterhin den Inhalt der Webseiten indizieren. Heißt für die Nutzer: Die Inhalte des Hamburger Abendblatts oder der Berliner Morgenpost sind weiterhin frei in diesem komischen Internet verfügbar. Es gibt zwei vier Wege, wie die User auch weiterhin die Artikel frei lesen können – sofern sie denn diesen so genannten Qualitätsjournalismus aus dem Axel-Springer-Verlag wirklich lesen wollen.

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Der heutige Journalismus – Realsatire pur

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Foto: F!XMBR

Die Antworten der Legitimisten und Neokonservativen bewegen sich im Medium eines Zeitgeistes, der nur noch defensiv ist; sie drücken ein Geschichtsbewusstsein aus, das seiner utopischen Dimension beraubt ist. Das sind die Worte vom Soziologen und Philosophen Jürgen Habermas. Dieser Satz passt jedoch nicht nur auf die Legitimisten und Neokonservativen, sondern ebenso auf den Journalismus der heutigen Zeit. Verlage, Manger und Redakteure haben seit über einem Jahrzehnt die Zeichen der Zeit verschlafen – das Internet wurde zuerst nicht ernstgenommen, dann dachte man, es reiche weiter zu senden, um nun festzustellen, dass dieses komische Internet seine eigenen Regeln entwickelt hat. Wenn das Hamburger Abendblatt aus dem Axel-Springer-Verlag sich nun in einem Artikel voller Selbstmitleid auf ein Zitat Habermas’ beruft, dann ist das Realsatire pur.

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Die Heuchelei und das Versagen der Medien am Beispiel Afghanistan

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Wenn man heute die Zeitungen aufschlägt, traut man kaum seinen Augen. Die ZEIT fragt, was in der Kundus-Affäre vertuscht wurde und benutzt das Wort Kriegsverbrecher in einem Artikel über Oberst Klein. Die SZ hat in den letzten Tagen ein ganzes Feuerwerk an Artikeln veröffentlicht. Sie spricht vom Betrug an der Öffentlichkeit, kritisiert Kriegsminister zu Guttenberg  — selbst der sehr geschätzte Heribert Prantl spielt mit. Da muss man schon fragen, wie viel Heuchelei ein Land und eine Demokratie von Seiten der Medien ertragen kann. Deutschland befindet sich im Krieg – seit Jahren und nicht erst seit der Bundestagswahl oder dem Bombardement der Tanklastzüge. Deutsche Soldaten sterben und töten seit Jahren am Hindukusch Taliban und Zivilisten – während die Medien die Mär von der Ausbildung der heimischen Polizei verbreitet haben.

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