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Tatort Internet: F!XMBR veröffentlicht exklusiv Chatprotokoll

Cyber-Grooming immer perverser! Jetzt auch auf Twitter! Es ist unglaublich, was abseits der Öffentlichkeit im Tatort Internet passiert! Wir fordern die Vorratsdatenspeicherung und die Netzsperren, damit die Ermittlungsbehörden endlich Perverse wie @Farlion und @csickendieck hinter Gitter bringen können! Stephanie zu Guttenberg und Udo Nagel haben mindestens den Pulitzerpreis, den Oscar und den Friedensnobelpreis verdient! Liebe Politiker: Schützt endlich unsere Kinder! Und überhaupt:

Wir fordern Weltfrieden!

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Eine Gemeinschaftsproduktion von Farlion und F!XMBR… :)

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Stephanie zu Guttenberg — das neue Seite-1-Girl der Bild

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Foto: F!XMBR

Die RTL2-Sendung «Tatort Internet», von dieser Seite aus nur noch Tatort Redaktion genannt, steht weiter in der Kritik. Mittlerweile wurde mindestens eine weitere Person identifiziert und medial Jagd auf sie gemacht. Der Leiter eines Kinderdorfes wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe von der Caritas suspendiert und mit Hausverbot belegt. Seitdem fehlt von ihm jede Spur, laut der SZ befürchten Vertraute, er könne sich etwas angetan haben. Die Caritas erhob schwere Vorwürfe gegen die Sendung, weil sie selbst über Monate nicht über den ehemaligen Angestellten informiert worden sei. Es ist schon eine Ironie der Geschichte, dass sich die Verantwortlichen der Sendung mit den Persönlichkeitsrechten der Betroffenen verteidigt haben. Das ist eine Heuchelei sondergleichen. Heute wurde dann reagiert, wie der STERN berichtet. «Am Donnerstag vor Ausstrahlung werden die Sendekopien an die betreffenden Strafverfolgungsbehörden weitergegeben», so RTL2. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass bisher nicht einmal die Ermittlungsbehörden die von RTL2 erstellten Bilder bekommen haben. Wenn nicht hier, wo liegt dann der Beweis, dass es nur um Quote und um das Anprangern der Beschuldigten geht? Die Aufnahmen verbleiben weiterhin Monate im Archiv, bevor sie weitergegeben werden, RTL2 möchte hier offensichtlich unter Mithilfe von Stephanie zu Guttenberg einen mittelalterlichen Pranger gegen vermeintliche Kinderschänder etablieren.

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Tatort Redaktion — der Lynchmob wird losgelassen

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Foto: F!XMBR

Eigentlich wollte ich zu dem infantilen Boulevarddreck «Tatort Internet» kein Wort schreiben. In der Sendung wird mit dem Thema Kindesmissbrauch Quote gemacht, Kindern und Eltern wird nicht im Ansatz geholfen. Höhepunkt der Fälle in «Tatort Internet» ist die Bloßstellung von Männern, die sich per Chat mit Kindern verabredet haben. Es geht in der Sendung nicht um Hilfe oder um Aufklärung für Familien, für Kinder, der Skandal steht im Vordergrund. Das beweist allein die Kooperation mit der BILD. Die Sendung hat mehrere Ziele: Stephanie zu Guttenberg soll als First Lady aufgebaut werden, die zufälligerweise gerade ein albernes Buch zu dem Thema geschrieben hat, der von ihr unterstützte Verein «Innocence in danger» soll beworben werden und es wird massiv politischer Druck aufgebaut, damit die so genannten Netzsperren und die Vorratsdatenspeicherung endlich umgesetzt werden. Die Sendung ist schlicht und ergreifend perfide, sie konterkariert das hohe Gut der Pressefreiheit. Was sich in «Tatort Internet» unter dem Deckmantel des Journalismus abspielt ist kaum in Worte zu fassen und mit «Tatort Redaktion» diplomatisch umschrieben.

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Wie Alice im Wunderland, sie sich fühlten

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Screenshot: spiegel.de

Kleiner Gag am Sonntagmorgen: Wir fühlten uns wie Kinder, auf die es Süßigkeiten regnet. Lieber SPIEGEL, ich glaube ja doch, dass die korrekte Übersetzung «Wir fühlten uns wie Alice im Wunderland» lautet. Ich kann mich aber auch irren und hoffe einfach nur, dass es heute keine Katzen und Hunde regnet… 😉

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Schirrmacher schafft sich ab

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Foto: F!XMBR

Frank Schirrmacher hat sich wieder einmal in die Sarrazin-Debatte eingeschaltet – und wieder einmal kann man über seinen Einwand nur mit dem Kopf schütteln. Ich persönlich werde aus Frank Schirrmacher nicht schlau. Er gilt als intellektueller Meinungsmacher, was ich persönlich anzweifle. Er hat ein gutes Buch geschrieben – aber auch fragwürdige Thesen unter die Menschheit gebracht wie das Methusalem-Komplott. Aufhänger für Schirrmachers neuesten Sarrazin-Artikel ist das «Eingeständnis» der Bundeskanzlerin, sie habe Sarrazins Buch nicht gelesen, die öffentliche Debatte reiche ihr aus, um sich ein Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Schirrmacher nimmt dies zum Anlass zu einem Rundumschlag gegen die Politik, insbesondere Angela Merkel. Ich hätte mir nie träumen lassen, einmal die Bundeskanzlerin zu verteidigen – doch der neueste dreifache Rittberger des Frank Schirrmacher lässt einem keine andere Wahl.

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Jetzt sind sie dran, die Moslems. Jetzt sind sie fällig. Ich schwöre es Ihnen.

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Wie die BILD einen Bürgerkrieg herbeiredet

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Es wundert nicht, dass die BILD in den letzten Wochen den Fantasy-Roman Sarrrazins beworben hat – mit unzähligen Artikeln, Interviews und Vorabdrucken. Die BILD steigerte die eigene Auflage, Sarrazin wird ein reicher Mann, das Land rutscht weiter nach rechts. Einen besseren Coup kann es für den Axel-Springer-Verlag kaum geben. Mission accomplished. Ich habe mir gestern Abend tatsächlich das erste Mal Beckmann angeschaut. Eines wurde mehr als deutlich: Sarrazin reduziert die Gesellschaft auf Zahlen – noch nie habe ich einen Menschen mit einer derartigen sozialen Kälte erlebt. Am interessantesten waren die Einlassungen des Berliner Streetworkers Thomas Sonnenburg und der die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Beide sagten unisono, dass das Buch unsere Gesellschaft spalten könne, den Frieden gefährde. Und das nicht in der typischen Politikeraufgeregtheit, die Einschätzung beruht auf die eigene, tägliche Arbeit mit denen, um die es geht. In dem Moment wusste die gesamte Runde bei Beckmann kaum etwas zu erwidern, bis wieder Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden.

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Rassismus bleibt Rassismus – eine Replik (Update)

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Foto: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat heute in Berlin offiziell seinen Fantasy-Roman vorgestellt. Nach Vorabdrucke im SPIEGEL und der BILD diskutiert Deutschland bereits seit Tagen über jüdische Gene, vererbte Dummheit und Rassismus. Natürlich meldet sich auch Methusalem Frank Schirrmacher zu Wort, Herausgeber der FAZ – und vermag seine Begeisterung für Thilo Sarrazin kaum zu verbergen. Schirrmacher schwadroniert über eine Neudefinition unserer Kultur, die intellektuellen Fähigkeiten Sarrazins und vergisst dabei den entscheidenden Punkt: Rasissmus bleibt Rassismus. Kameldung bleibt Kameldung. Auch wenn man es in Gold verpackt. Eine Replik.

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Tiefer geht nimmer: Mathias Müller von Blumencron auf einer Stufe mit Franz-Josef Wagner

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Bild: F!XMBR

Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben: der rechte Pöbel feiert seinen Helden – die Vorabdrucke im SPIEGEL und in der BILD lassen jedem Stammtischrassisten feuchte Träume bekommen. Endlich einmal das Höchste der sexuellen Gefühle, wenn schon keine Frau in der Nähe ist. Franz-Josef Wagner von der BILD dankte Thilo Sarrazin heute für seine Meinung und die ausgesprochene Wahrheit, verklärt so Rassismus zu einem Meinungsbeitrag und macht sich diesen Rassismus zu eigen – die BILD selbst macht Sarrazin zum Klartext-Politiker.

Rassismus ist in Deutschland wieder en vogue und wird als Meinung deklariert.

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BILD enthüllt: Sozialschmarotzer lügen seit Jahren

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(via)

Nur wenige Hartz-IV-Empfänger faulenzen

Sie kümmern sich um ihre Kinder, pflegen Angehörige, bilden sich weiter, nehmen an Fördermaßnahmen teil — oder arbeiten und brauchen trotzdem Arbeitslosengeld II für den Lebensunterhalt: Mehr als die Hälfte der fünf Millionen Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren fangen mit ihrer Zeit etwas an. Das zeigte eine repräsentative Studie des Instituts für Arbeitsmarkt– und Berufsforschung (IAB). […]

Die Motivation der meisten Hartz-IV-Empfänger sei hoch, stellen die Forscher fest: «Sie weisen der Arbeit einen hohen Stellenwert zu». Sie empfehlen zur besseren Vermittlung keine «härtere Gangart gegenüber den Grundsicherungsempfängern», wie sie schreiben, sondern ein «individuelles Eingehen» auf die persönliche Situation.

SPIEGEL Online: Nur wenige Hartz-IV-Empfänger faulenzen

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Journalismus in Deutschland. Warum noch über Selbstverständliches nachdenken.

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Viele Dinge in meinem Feedreader beschäftigen sich heute mit Google Street View. Mir sind da unter anderem zwei Artikel ins Auge gesprungen, bei denen ich ziemlich sprachlos war. Der Spiegel schreibt: «Google Street View. Die lächerliche Angst vorm bösen Blick. Google will den Kartendienst Street View nun auch in Deutschland starten. Und schon empören sich die Datenschützer. Doch ihre Aufregung ist nicht mehr als die provinzielle Furcht vor der allgegenwärtigen Öffentlichkeit — und in einer offenen, global vernetzten, kommunikativen Welt nicht zeitgemäß.» Ein unfassbar lächerlicher Artikel mit der Grundargumentation, dass Datenschutz nicht mehr zeitgemäß sei. Die Kollegen vom Stern möchten da natürlich nicht zurückstehen: «Umstrittener Google-Dienst. Street View? Ja bitte! Google fotografiert für Street View die Straßen dieser Welt. Die Kritiker toben und kritisieren den Online-Dienst, übersehen aber dabei den Nutzen und Spaßfaktor des kostenlosen Services.» Beim Stern argumentiert man also mit «Ein bisschen Spaß muss sein». Journalismus ist das nicht.

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