Schlagwort ‘Internetzensur‘

Lieber Herr Christoph Meinel

Sie sind Direktor des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (Potsdam) und sollten dementsprechend ein wenig Kenntnis von IT-Technik mitbringen. Heute haben Sie sich in die Debatte um die Internetzensur eingeschaltet. Heise schreibt dazu: Der Wissenschaftler kritisierte Aussagen, wonach die Sperrung von Kinderpornographie-Seiten im Internet das Grundrecht auf Informationsfreiheit gefährdet. Wer dies behaupte, schüre irrationale Ängste, dass Websperren auf weitere Inhalte im Internet ausgedehnt werden.

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Größer als die FDP

Gestern noch haben mehr Menschen die Petition unterschrieben, als die Grüne Mitglieder hat (46.000). Spätestens morgen werden wir die Mitgliederzahl der FDP übertreffen (65.000). Nächstes Ziel sollte die Linke (72.000) sein. Bei den Damen und Herren Politikern scheinen die Nerven so langsam blank zu liegen. Dieter Wiefelspütz, der von den etablierten Medien — mir völlig schleierhaft — immer als Innenexperte zitiert wird, antwortete auf Abgeordnetenwatch auf die Fragen zu seiner Internetkompetenz doch sehr befremdlich: Sehr geehrter Herr, was soll denn ein «Computer» sein, was soll «Internet» sein? Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend. DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was? Mit freundlichen Grüßen Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB. Diese Arroganz ist fast unerträglich und eines Politikers unwürdig. Leider in Deutschland Normalität.

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20.00h-Tagesschau vom 08. Mai 2009

Die 60.000 werden heute vielleicht noch erreicht. Grund genug für die Tagesschau, das Thema Online-Petition, Netzsperren und Internetzensur in der 20.00h-Tagesschau auf Platz 2 zu setzen. Der Einleitungssatz ist fragwürdig: Eine so genannten Online-Petition gegen die geplante Sperrung von Kinderpornografieseiten im Internet hat innerhalb weniger Tage mehr als 50.000 Unterstützer gefunden. Nein, darum geht es nicht, liebe Tagesschau. Müsst Ihr denn auf die Politpropaganda hereinfallen? Der Don Dahlmann hat das hier noch einmal wunderbar aufgeschrieben. Dieser Einleitungssatz ruiniert fast den gesamten Beitrag, auch wenn später gesagt wird, dass die Initiatoren und Mitzeichner betonen, der Missbrauch von Kindern müsse verhindert werden, die geplanten Maßnahmen seien dafür aber ungeeignet.

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Größer als die Grünen

Die Petition: Internet — Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 haben aktuell gut 56.000 Menschen unterzeichnet. Damit sind mehr Unterschriften zusammengekommen, als die Grüne Mitglieder hat (46.000). Nächstes Ziel muss das Überflügeln der FDP sein (65.000). In solchen Maßstäben muss man denken und es den Menschen auch begreiflich machen. Das ist ein großer Erfolg, mit dem ich persönlich nie gerechnet hätte. Schön zu sehen, dass mich das Internet auch mal positiv überrascht. Chapeau. :)

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Eine Zensur findet bereits statt

Wer noch nicht unterschrieben hat, bitte hier entlang: Petition: Internet — Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009. Im Rahmen dieser Petition war es durchaus spannend das zugehörige Bundestagsforum zu beobachten. Leider wurden dort immer wieder Links zensiert (und ja, hier spreche ich von Zensur, es ist der Staat, der seine eigenen Bürger zensiert), zum Schluss wurde das Einstellen von neuen Themen unterbunden.

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Grüne Schizophrenie

Dass Union und SPD unwählbar geworden sind, die FDP lassen wir mal außen vor, ist mittlerweile vielen Menschen bewusst geworden. Vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich auch bei den Linken nur schütteln, erscheinen die Grünen als letzter Ausweg. Man ist geneigt, dem zuzustimmen. Bis, ja bis die Damen und Herren in Grün an der Macht sind. Unvergessen, wie sie als Steigbügelhalter einer neoliberalen Rot-Grünen Regierung dieses Land tief gespalten haben, die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet haben, Kinder– und Altersarmut gefördert haben, die Heuschrecken ins Land geholt haben, von den heute noch kaum absehbaren Folgen für die Mittelschicht, die Agenda 2010 mit dem Angriff auf die Menschenwürde, Hartz IV, ganz zu schweigen. Im Moment lässt sich diese Haltung wieder wunderbar beobachten. Wir haben gesehen, wie die Grünen im Gleichschritt mit Otto Schily unsere Bürger– und Freiheitsrechte massiv abgebaut haben — nach der Bundestagswahl wurden die Grünen urplötzlich zu Bürgerrechtlern. Natürlich ist da das Thema Netzsperren eine schöne Sache für die Grünen, sich in Szene zu setzen. Auf der Homepage der Grünen lassen sich gleich vier Artikel finden:

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Zensurremix — Ursula von der Leyen, Brigitte Zypries & Karl-Theodor zu Guttenberg ft. Special Guests

Es ist vollbracht. Unsere Regierung hat heute die Büchse der Pandora geöffnet. Staatlicher Willkür und Zensur sind nun Tür und Tor geöffnet. Aus wahltaktischen Gründen hat Bundesfamilienministerien von der Leyen heute im Huckepack mit Wirtschaftsminister Guttenberg und Justizministerin Zypries diesem Land ein Stück seiner Freiheit geraubt. Heute wurden wieder einmal Grenzen überschritten, Grenzen, die sonst nur in anderen Ländern überschritten werden. Oder auch nicht — sind deutsche Gesetze gegen die Bürgerinnen und Bürger doch ein wahrer Exportschlager. Zu allen Zeiten. Nach dem VDS Remix nun also der Zensurremix. Ursula von der Leyen, Brigitte Zypries & Karl-Theodor zu Guttenberg ft. Special Guests.

Hintergrundmusik: T r y ^ dThe final Rewind unter dieser Creative Commons-Lizenz stehend. Werkzeuge: Audacity und MP3Gain.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Download: Mp3 (3,0 MB) | OGG 5,0 MB

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