Schlagwort ‘Internet‘

Die Sterilität von Google+

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Krankenhäuser sind eine tolle Sache. Sie retten Leben, kümmern sich um Verletzte und Kranke, Schwestern und Pfleger arbeiten oft für einen Hungerlohn, um anderen Menschen zu helfen. Und doch gibt es kaum einen Menschen, der gerne ins Krankenhaus geht — ob nun als Patient oder auch nur als Besucher. Allein der Gedanke an den Geruch lässt viele Menschen übel werden, die vermeintliche Sterilität, überall Kranke, Verwirrte und Menschen, die stöhnen und schreien. Man möchte den Ort des Pflichtbesuches so schnell wie möglich wieder verlassen. Google+ könnte mit seinem Klarnamenradikalismus das Krankenhaus im Social Web werden. Dem täglichen Pflichtbesuch steht der innere Gedanke gegenüber, den Ort wieder verlassen zu wollen.

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F!XMBR exklusiv: Google verbietet Anonymität in «Sparks Island»

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(F!XMBR) Wie F!XMBR exklusiv erfahren hat, erlaubt Google Inc. ab sofort nur noch Klarnamen im hauseigenen Swingerclub auf dem Betriebsgelände in Mountain View, Kalifornien. Vor ein paar Tagen war die Welt von Google-Programmierer Andy Brunner [Anm.: Name von der Redaktion geändert] noch in Ordnung: Einmal die Woche besuchte er den Swingerclub «Sparks Island» auf dem Betriebsgelände Googles — um sich den Freuden des Lebens hinzugeben. Während er mit anderen Kolleginnen und Kollegen Entspannung suchte, trug er ständig eine Guy-Fawkes-Maske, seine Anonymität war ihm ob seines kleinen Geheimnisses sehr wichtig, sie blieb somit gewahrt. Sein Arbeitgeber hat diesem Gebaren nun einen Riegel vorgeschoben: Wie F!XMBR zugespielt wurde, sind die Arbeitsverträge der Google-Mitarbeiter rückwirkend zum 30.06.2011 ergänzt worden, selbst langjährige Swingerclub-Gänger wurden genötigt, diese zu unterschreiben. Wer sich weigerte, so eine anonyme Quelle gegenüber F!XMBR, dem soll mit einem Facebook-Profil gedroht worden sein.

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You lost, Facebook!

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Cem gerade auf Google+: You lost, Facebook. Within a week. And you won’t come back again. That’s it. Ist das wirklich so? Ich denke, es ist noch viel zu früh, um eine Prognose abzugeben. Sicher, Google hat mit Google+ einen Traumstart hingelegt — noch nie habe ich es erlebt, dass ein neues Projekt, ein neuer Web-2.0-Dienst von allen Seiten diese positive Resonanz und Kritik eingeheimst hat. Es scheint so, als wäre Google+ das Netzwerk, auf das viele gewartet haben. Noch vor zwei Wochen war Facebook unantastbar, für den Börsengang sollte eine Bewertung von 100 Mrd. Dollar angestrebt werden. Heute befindet sich der Platzhirsch in der Defensive, der Videochat in Kooperation mit Skype wirkt, wie eine panische Reaktion auf Google+ und die Hangouts, obwohl Facebook sicherlich schon lange vor Google+ an der Entwicklung gearbeitet hat. In Diskussionen rund um das Internet wird häufig zwischen Onliner und Offliner unterschieden — tun wir das auch hier.

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Google+ — ein erstes Zwischenfazit

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Vier Tage treibe ich mich nun schon auf Google+ rum, Zeit also für ein kleines Zwischenfazit. Es bleibt dabei: Google ist ein großer Wurf gelungen. Wie wichtig Google+ für Google selbst ist, zeigt sich an kleinen, aber wichtigen Feinheiten: Bei fast allen Google-Diensten ist Google+ mittlerweile in der Navigationsleiste links an erster Stelle, die Suche nach dem eigenen Namen liefert als Top-Ergebnis das Google+-Profil, nicht die eigene Homepage, und ansonsten so schweigsame Google-Mitarbeiter diskutieren auf Twitter und Google+ selbst mit den Nutzern. Ein dickes Plus gibt es für Google, wie es mit Beschwerden über Datenschutzlücken umgeht: Bisher war es möglich, Beiträge, die nur den eigenen (erweiterten) Kreisen zur Verfügung gestellt worden, auch öffentlich zu teilen. Dies hat Google binnen kürzester Frist abgestellt. Beiträge, die vom Nutzer nicht öffentlich eingestellt werden, können nicht mehr öffentlich geteilt werden. Nun kann man argumentieren, dass man einen Screenshot erstellen kann, und diesen dann verbreiten kann. Keine Frage. Wer am Netz partizipiert, muss immer damit rechnen, dass seine Inhalte verbreitet werden. Darum geht es aber nicht. Google nimmt Datenschutz bei Google+ durchaus ernst. Sie haben auf die erste, größere Beschwerde innerhalb weniger Tage reagiert und die «Lücke» abgestellt. Es musste nicht einmal Ilse Aigner einschreiten.

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Google+ has arrived

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Ich weiß ja nicht, ob ihr es schon mitbekommen habt: The eagle has landed, Google+ has arrived. Mein erster Eindruck, gestern überspitzt formuliert: «Facebook fühlt sich an, wie Sex mit Deiner Ehefrau, der Du vor 20 Jahren Dein Jawort gegeben hast. Routiniert, aufeinander eingespielt, man schaut jeden Tag mal vorbei. Google+ fühlt sich an, wie Sex mit einer 18-Jährigen. Aufregend, neu, Du kannst ihr noch jede Menge beibringen, willst gleich nochmal.» Nach den Fehlschlägen Wave und Buzz ist Google+ für Google die letzte Chance, ein soziales Netzwerk zu etablieren. Es scheint, als hätten sie aus den eigenen Fehlschlägen, sowie Diaspora und Facebook gelernt.

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Twitter und Facebook schalten RSS ab

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Foto: kk+ | CC-Lizenz

Via Cem wurde ich gerade auf einen Artikel bei Stay N Alive aufmerksam. Leise und weitestgehend unbemerkt haben Twitter und Facebook den RSS-Feed abgeschaltet. Während bei Facebook kein Feed mehr möglich ist, ist es bei Twitter (undokumentiert) noch möglich. Cem fragt, ob sich die beiden Großen von der Share Economy verabschieden, durch die sie selbst groß geworden sind. Gegenfrage: Ist es nicht ein zwingend notwendiger Schritt? Während Facebook profitabel läuft, das natürlich auch nur durch die Besuche auf der Webseite und der Werbeklicks, ist Twitter immer noch auf der Suche nach einem Geschäftsmodell. Um es mal polemisch auszudrücken: F!XMBR läuft wirtschaftlicher als Twitter.

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Mozilla in der Abmahnfalle

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Newsletter sind in der Regel eine Seuche und nichts weiter als Spam — egal ob sie nun von Web.de, GMX oder auch Web-2.0-Diensten wie beispielsweise Xing verschickt werden. Gerade wurde ich über Facebook auf den neuen Newsletter von Mozilla aufmerksam. Ich habe mich gerne angemeldet. Überrascht war ich aber über die Tatsache, dass dies nicht über das Opt-in-Verfahren geschieht. Vielleicht kann jemand Mozilla den dringenden Rat geben, auf Opt-in umzustellen. Gerade in Deutschland sind Abmahnanwälte eine Seuche und werden sich auf solche Angebote stürzen. Das wissen wir nicht erst seit GvG.

Spam: GvG droht Bundeskanzler
Bundesgerichtshof stärkt Opt-in-Regelung für E-Mail-Marketing

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Der «Zündfunk» zur «Digitalen Gesellschaft»

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Screenshot: digitalegesellschaft.de

Der «Zündfunk» hat Markus Beckedahl und meine Wenigkeit zur «Digitalen Gesellschaft» befragt.

Christian Sickendieck:
Der Verein «Digitale Gesellschaft» muss sich der digitalen Gesellschaft, also den Menschen die am Internet partizipieren, öffnen. Es kann nicht sein, dass das eine geschlossene Gesellschaft wird. Letztlich sehe ich Lobbyarbeit auch per se kritisch. Lobbyarbeit hat immer den Ruch, etwas im Hinterzimmer auszuklügeln ohne dass die Breite der Gesellschaft beteiligt wird. Dadurch, dass sie sich selbst als Lobbyorganisation präsentiert und den gleichen Weg geht, legitimiert sie andere Lobbyorganisationen und das halte ich für einen fatalen Irrweg.

Okay, beim nächsten Mal versuche ich dann, es besser auszuformulieren. 😉 Nichtsdestotrotz finde ich es schon gut, dass der Redakteur Christian Schiffer und der «Zündfunk» genau das Argument von mir in den Beitrag mit reingenommen hat, über das wir bisher noch gar nicht gesprochen haben: das kritische Hinterfragen von Lobbyorganisationen (und die Folgen für unsere Demokratie und Gesellschaft) per se.

Nachtrag: Eine (leicht) geänderte Fassung des Beitrages lief heute auch auf BR5 im Computermagazin. Diesmal sogar mit Podcast:)

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Lassen wir die «Digitale Gesellschaft» selbst zu Wort kommen

Der Hauptkritikpunkt an der «Digitalen Gesellschaft» war an vielen Stellen die Namensgebung. Der Name suggeriert, dass es eine digitale Gesellschaft gibt,1 und dass Markus Beckedahl und seine Mitstreiter in Zukunft alle Menschen, die am Internet partizipieren, vertreten. Anmaßung war dabei noch die gemäßigte Kritik. Doch sehen wir uns obiges Video an und hören, was die «Digitale Gesellschaft» selbst zu sagen hat.

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  1. Seit Jahren nun wird versucht, Medien und Politikern zu erklären, dass es nicht *die* Netizens oder *die* digitale Gesellschaft gibt. Und dann dieser Name… m( []

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Die «Digitale Gesellschaft» ist nicht die digitale Gesellschaft

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Screenshot: digitalegesellschaft.de

Markus Beckedahl und ein paar Mitstreiter haben in Berlin den Lobbyverband Digitale Gesellschaft gegründet. Transparenz, Offenheit, Miteinander — das, was das Internet in seinem Ursprung ausmacht, findet man aber bei der «Digitalen Gesellschaft» nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Intransparenz und ein Closed Shop sind die Grundpfeiler der selbsternannten Lobbyisten. Interessierte sind für «Zahlemann und Söhne», sowie für die alltägliche Arbeit eingeladen. Vielleicht kann man es polemisch in einem Satz zusammenfassen: Markus Beckedahl hat sein eigenes Kaiserreich geschaffen. Doch nicht nur das, es gibt weitaus mehr Kritikpunkte.

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Ich und mein Firefox 4.0

Firefox 4.0 steht in den Startlöchern, der erste Release Candidat wurde veröffentlicht, d. h. es werden zur finalen Version nur noch Fehler beseitigt. Mit einem Browser, egal welcher nun verwendet wird, und ich möchte keinen Browser War in den Kommentaren sehen, verhält es sich wie mit einer Hassliebe: mal verteidigt man ihn gegen jegliche Kritik, mal ist man selbst der größte Kritiker. Ich nutze den Firefox hauptsächlich, weil ich ihn weitestgehend so einstellen kann, wie ich es wünsche, auch wenn der IE und Chrome an dieser Stelle schon aufgeholt haben. Ich bin halt eine treue Seele. Dazu gehören Änderungen über about:config, als auch das eine oder andere Addon.

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