Schlagwort ‘Information‘

Paid Content funktioniert

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Foto: F!XMBR

Kai Diekmann hat einmal das «kostenlose Internet» einen «verfluchten Geburtsfehler» genannt. Unzählige Beispiele zeigen mittlerweile, dass diese Aussage und der Kampf der Verleger falsch ist und sie sich auf einem Irrweg befinden. Paid Content funktioniert, allerdings nicht so, wie es sich Verleger und Contentindustrie vorstellen und «uns» aufzwingen wollen. Das Internet revolutioniert die Kommunikation und unsere Demokratie. Noch nie war es einfacher, an Informationen zu kommen und selbst Informationen zu senden. Im neuen Informationszeitalter ist jeder Teilnehmer des Internets nicht nur schlichter Empfänger, sondern auch Sender. Allein dies zu akzeptieren, wird bei Verlagen und Contentindustrie sicherlich noch einige Zeit dauern — es steht zu befürchten, dass sie dies nie verstehen werden und weiter Druck auf die Politik ausüben, damit diese die Kontrolle über das Internet endlich herstellt. Dass dieser Kampf nicht zu gewinnen ist, werden sie irgendwann lernen müssen — bis dahin werden noch viele Zeitungen und Zeitschriften mit der Ausrede «das Internet sei schuld» eingestellt werden. Doch ist es nicht die Schuld des Internets, das Internet bevölkert nicht in erster Linie Raubkopierer, sondern Menschen, also potentielle Kunden. Wenn es Verleger und Contentindustrie nicht endlich schaffen, die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, werden sie weiter einen langsamen und qualvollen Tod sterben.

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Das Versagen des Journalismus

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Foto: F!XMBR

Es besteht die Gefahr, dass unsere Demokratie zur Folklore verkommt. Zu diesem Schluss kommt Harald Schumann in der Zeit. Sein Artikel «Die Einflüsterer der Republik» zeigt, wie sehr sich unsere Republik von einer Demokratie entfernt, wie unser Parlament Lobbyisten aus der Wirtschaft nur noch als Erfüllungsgehilfe dient. Und doch zeigt der Artikel nur die halbe Wahrheit. Die Frage nach dem heutigen Journalismus wird nicht gestellt. Journalisten werden nach Artikel 5 unseres Grundgesetzes besonders geschützt, ihnen kommt in einer Demokratie eine besondere Funktion, die der Kontrolle der Mächtigen, zu. Versagt unsere Demokratie also gerade in ihrem Innersten, so ist es eine direkte Folge des Versagens des Journalismus. Wird unser Parlament von mächtigen Einflüsterern gesteuert, so ist der Journalismus der verlängerte Arm des Marketings und für die PR zuständig.

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Openleaks — coming soon…

openleaks

Openleaks — coming soon

Interview mit Daniel Domscheit-Berg beim Freitag.

Wieso erinnert mich das System an PrivacyBox.de?

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Wir befinden uns im Krieg

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Foto: F!XMBR

Befinden wir uns um Krieg? Das mag auf den ersten Blick weit hergeholt sein — und doch kämpfen weltweit die Menschen gegeneinander, virtuell wie real. Auf der einen Seite Politik und Medien, die den alten Status Quo bewahren möchten, auf der anderen Seite diejenigen, die das Informationszeitalter mit seinen positiven und auch negativen Begleiterscheinungen akzeptiert haben. Wikileaks ist derzeit in aller Munde — nach der Veröffentlichung der Diplomaten-Depeschen fordern in den USA namhafte Politiker die Tötung von Julian Assange. Und ja, wir sprechen von den USA, das große demokratische Vorbild der westlichen und freien Welt. Wikileaks ist dabei nur die Spitze des Eisberges. In Europa stehen Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung auf dem Plan, im Iran schaffen es Oppositionelle immer wieder, Informationen via Internet außer Landes zu bringen. Weltweit kämpfen Regierungen verbissen gegen das Internet, sei es in Deutschland, dem Iran, den USA oder in Nordkorea. In diktatorischen Staaten und den USA müssen Aktivisten wie Julian Assange damit rechnen, getötet zu werden — soweit ist es in Deutschland noch nicht, jedoch ist der Jugendmedienschutzvertrag der erste Schritt, um unliebsame Aktivisten der Existenz zu berauben. Anwälte und Gerichte werden es möglich machen.

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Wollt Ihr mal ein paar Flugzeuge in Echtzeit verfolgen?

Auf RadarVirtuel.com lassen sich weltweit Flugzeuge in Echtzeit beobachten, die gerade in der Luft sind. Zu den einzelnen Flugzeugen lassen sich per Mausklick Informationen abfragen, wie zum Beispiel Flugnummer, Geschwindigkeit, Start– und Zielflughafen. Ziel des Projekts: «Our goal is to make available online the largest real-time aircraft traffic coverage.» Schon jetzt kann man viel Zeit damit verbringen, die Flieger zu verfolgen. Grandios. :)

radarvurtuel

Bonus: Für Hamburger: Hafenradar, Hamburgs Schiffe in Echtzeit.

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Der Wikileaks-Coup? Markstein für Freiheit abseits der alten Medien?

Ist dies denn tatsächlich so? Was haben wir denn hier feines? Nun im Moment ereifern sich diverse Blogger und Netcitizens an dem «Wikileaks-Coup». Viele strenggeheime Frontberichte werden da feilgeboten, die uns vor allem eines zeigen: der Krieg ist tatsächlich ein Krieg, kein Polizeieinsatz, kein Blitzkrieg, Blumenfeldzug etc. pp. Da sterben Soldaten, Zivilisten, das alles ist brutal, da werden Fehlentscheidungen getroffen, Krieg eben. Krieg den ich pauschal verabscheue, Krieg den ich eben nicht zu relativieren vermag.

Anders die Medien, diese verkauften uns den Krieg noch für Jahre als Notwendigkeit, als Polizeieinsatz, als humanitärer Einsatz und verdingten sich damit als willige Steigbügelhalter opportuner Regierungen. Jetzt, nachdem diese Daten offen gelegt wurden, schreit der gemeine Netcitizen nach diesen zuvor gescholtenen Medien, eine Expertise möchte man sehen und zwar von jenen «Experten», denen man ansonsten nicht einmal zutraut, daß diese sich alleine die Schuhe zubinden können. Da wird plötzlich die tagesschau als Markstein für Qualität erkoren, ob der Erwähnung von Wikileaks. Welch «Nobilitierung», zuvor als fleischgewordene Propaganda-Maschinerie verschrien, nun wieder fit genug um ultrageheime Frontberichte mundgerecht fürs geifernde Volks zu analysieren. Auch Microsoft erlangte anno tobak «echte Größe», nachdem die Tagesschau mittels Erwähnung von Windows 95 diesen Konzern adelte. q.e.d.

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News!

Ein Abgesang auf TV-News, bei denen der Zuschauer in der Regel danach ebenso schlau ist wie zuvor. Man kann sich zwar einbilden, dies sei in Deutschland anders, andererseits spricht dies auch nur für die anhaltende Wirkung stetigen TV-Konsums. Von Darcy Prendergast.

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Volksenzyklopädie Wikipedia

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In folgendem Artikel nehme ich Bezug auf die jüngsten Ereignisse, die keinesfalls Einzelfälle darstellen, sondern allenfalls die berühmt-berüchtigte Spitze des Eisbergs aufzeigen.

Imagine a world in which every single person on the planet is given free access to the sum of all human knowledge. That’s what we’re doing.

Jimmy Wales

Was ist die Summe allen Wissens, die Wales in diesem Interview ansprach? Meine Vorstellung davon, die irgendwelcher anderen? Oder sind es mehr die machtvollen Gefüge, mit denen sich Historiker in der Regel ausschließlich beschäftigen? Sind es herausstechende Leistungen, die die Menschheit vorwärts bringen? Wer kann diese Fragen überhaupt beantworten? Kein Mensch. Betrachten wir den Kulturhistoriker, in meinen Augen, neben dem Archäologen, die Idealform des Geschichtswissenschaftlers: jener Kulturhistoriker kennt keine wirklichen Relevanzkritierien, alles interessiert, winzige Details können große Zusammenhänge erklären, können Aufschluß geben bezüglich der schier grenzenlose Bandbreite dessen was wir als Kultur bezeichen. Zusammenhänge werden dort beleuchtet, der Mensch per se betrachtet, geistige Strömungen analysiert und selbst wenn auch die große Politik nicht wirklich primären oder gar , wie usus bei Historikern, absoluten Stellenwert genießt, tangiert diese dennoch, ist sie doch ebenso Bestandteils des Lebens, der Kultur.

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Wikileaks: Wie Geheimdokumente den Weg in die Öffentlichkeit finden

In den letzten Monaten gab es einige spektakuläre Veröffentlichungen von Geheimdokumenten — oder zumindest Dokumente, deren Erzeuger nicht davon begeistert ist, dass sie an die Öffentlichkeit kamen.

Interne Präsentationen, Behördenunterlagen oder Excel-Sheets mit heiklen Informationen finden über Wikileaks den Weg an die Öffentlichkeit. Wichtiges Werkzeug zur freien Berichterstattung oder Plattform zum Verrat von Firmen– und Staatsgeheimnissen?

Chaosradio erklärt, wie Wikileaks funktioniert, welche Informationen man dort findet und wie man selbst «etwas loswerden» kann. Wir geben euch wichtige Hinweise fürs «Whistleblowing», also Tippgeber, Informanten, die ihr Wissen an die Öffentlichkeit bringen wollen, ohne selbst in Gefahr zu geraten.

CR149

Weitere Informationen:

Wikileaks
Cryptome

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… wenn man keine Ahnung hat

Nein, es geht nicht darum, Mauern und Sperren zu errichten gegen den ungefilterten Fluss von Informationen, Ideen, Meinungen. Es drohen weder Zensur noch »chinesische Verhältnisse«. Es geht darum, die Debatte um das Internet zu entideologisieren und das Netz als einen Raum zurückzuerobern, in dem die Geltung des Rechts so selbstverständlich akzeptiert wird wie im richtigen Leben. In dem die Achtung der Menschenwürde nicht hinter der Freiheit des Stärkeren zurücktreten muss.


die Zeit

… dann wird man Journalist und versucht mittels des Anscheins von Vernunft abermals eine Tirade gen infantile Netzjünger zu schmettern. Abermals deswegen, weil schon Legionen von Quotenschreibern sich dieser Praxis ergaben, sprich dem Netz die Schuld am hausgemachten Versagen zuwiesen, von Vernunft fabulierten und tatsächlich eine Vorwärtsverteidigung gegenüber den eigenen Pfründen exerzierten. Wer, wenn nicht der großartige Journalismus, vermeint denn ansonsten in einem quasi rechtsfreien Raum zu existieren und tatsächlich jede der Quote geschuldete Niederung mit dem Schlagwort Pressefreiheit verteidigen zu müssen? Wer, wenn nicht eben dieses Meinungsmonopol, glaubt denn mittels eigens ersonnener und der Quote genehmen Regeln, verkauft als ethische Grundsätze, diese Rechtssystem fortwährend unterwandern zu können? Exakt jene Journaille, die auch mittels derartiger Artikel nur allzu deutlich die Perfidität dieses aufbrechenden Meinungsmonopols unterstreicht.

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pointiert informiert: Clap Club

clap club

Welch ein Magazin, 20 Ausgaben nun gibt sich das Magazin für Neugierige, Elite und Schadenfrohe die Ehre und versorgt die stetig anschwellende Leserschaft mit pointierten Informationen aus der Welt der Reichen, Mächtigen und manchmal auch Schönen. Mir verbleibt nur ein Danke, ein Danke für viele Ausgaben amüsanter, als auch gehaltvoller Informationen. Hey ich lobe hier den sterbenden Print 😉 Wären alle Vertreter dieser Branche derart profund in ihrem Metier, bräuchte man sich kaum Sorgen zu machen. Weiter so :-)

Bild: clap club Print-Ausgabe 20 / Verfremdung: F!XMBR

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