Schlagwort ‘Heuchelei‘

Wie die Farce um Wulff eine weitere Lebenslüge der Bundesrepublik entlarvt

Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland ist per Amt parteiunabhängig. Er ist überparteilich, neutral und Präsident aller Deutschen. Nach jeder Wahl bemühen sich alle Parteien zu versichern, egal wie sehr sie vorher um das Amt gestritten haben, dass der nun gewählte Bundespräsident selbstverständlich auch ihr Präsident sei. Dazu gehört auch, dass der Bundespräsident seine jeweilige Parteimitgliedschaft ruhen lässt. Die Farce um Christian Wulff entlarvt die Worte des Berliner Politbetriebes als das, was sie sind: Pure Heuchelei.

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Die Flattr-Gang: die Rumänen-Gang 2.0

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Die Bettler, die man in deutschen Großstädten immer wieder sieht, sind heutzutage weitestgehend organisiert. Sie werden von Schwerstkriminellen ausgenutzt, oft sogar extra aus Osteuropa eingeschleust um auf den bekannten Meilen in Hamburg, Berlin und anderen Städten Geld einzutreiben. Oftmals sind es Kinder, Menschen mit Behinderungen – und der obligatorische Hund darf auch nicht fehlen. Hauptsache Mitleid wird erzeugt und der Rubel rollt. In den meisten Fällen haben die Bettler selbst nichts vom Geld, sie werden von Hintermännern zu ihrem Einsatzort gefahren, am Abend abgeholt und das Geld wird einkassiert. Wenn man es zynisch sehen will, kann man davon sprechen, dass selbst die Bettelei in Deutschland professionalisiert wurde. Im (deutschen) Internet wird man mittlerweile auch an jeder Stelle angebettelt. Die neue Wunderdroge des Web 2.0 nennt sich Flattr.

Die Flattr-Gang ist die Rumänen-Gang 2.0.

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Google und die Aktivisten

Jetzt gehen Streetview-vernarrte Netzpolitiker, Nerdkücken und selbsternannte Gurus dazu über Kritiker von Google als technophobe, den Medien hörige Zeitgenossen zu verunglimpfen. Weil Google ja genau diese Presse auf deren Terrain angriff und sich diese nun bitterlich mittels einer Hetzkampagne zu wehren versucht.

Einige dieser Netzaktivisten verbreiten ihre seltsame Vorstellung von Netz & Co nun gar auch auf der SIGINT10 und ähnlichen Veranstaltungen. Man erkennt Parallelen zum oft gewirkten Todschlagargument des Hasses auf die Siegermächte seitens der Deutschen, wenn es denn dieses Volk wagte bzw. wagt den großen Bruder einer Kritik zu unterziehen. Diese Antipathie war sicherlich kurz nach dem Krieg, mitunter auch noch in den 70ern teils vorhanden … aber bis dato? Dennoch dient historisch argumentierter Antiamerikanismus immer noch als gefällige Maulschelle für Kritiker.

Ähnlich verhält es sich auch mit Google, Microsoft und Co. Ein sachlicher Diskurs wird oftmals auf beiden Seiten mittels Dogmen kompensiert. Sicherlich kann man nicht diese oder jene Neigung Einzelner von der Hand weisen, auch ist die offene Abneigung der Presse gegenüber Google ein legitimer Einwand, aber dann gleich Sippenhaft für alle Kritiker? Und dies nur weil die datenschwangere Notgeilheit obsiegt?

Das Dogma ist nicht anderes als ein ausdrückliches Verbot, zu denken.

Ludwig Feuerbach

Diese Verklärung Googles und anderer Konzerne seitens dieser wannabe-Aktivisten, die mittels allerlei Sprechblasen und sonstigen verbalen Klimmzügen aufmerksame Zeitgenossen mundtot machen möchten, ist jedenfalls nicht sinngebend. Wenn dies die Zukunft solcher Veranstaltungen ist, Wirrköpfen eine Plattform zu stellen, dann ist dies der Anfang vom Ende eines jeden solchen Aktivismus. Und ein konsequenter Umgang mit eben dieser Privatsphäre des Einzelnen schaut völlig anders aus.

Die informationelle Selbstbestimmung, die vom CCC und diversen anderen Organisationen fortwährend angeführt wird, endet nicht bei Cookies, IPs und Mailadressen. Nein, diese umschließt den kompletten Wirkungskreis eines Individuums und Ausnahmen davon sollten auch weiterhin wohldurchdachte Ausnahmen bleiben, die keinesfalls per Dekret durchgesetzt werden. Ein Persilschein für ein opt-out Verfahren führt jedenfalls derlei Anliegen ad absurdum.

Addendum: ein Artikel diesbezüglich auf F!XMBR anno 2008

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Google Streetview, Nerds und ihre Spielzeuge

Was man just schön beobachten kann ist die Praxis der Heuchelei in Reinkultur. Man nehme einen Konzern wie Google, lasse diesen einfach mal ein paar Daten sammeln und diese der Allgemeinheit zu Verfügung stellen. Nerds aller Couleur werfen stante pede jeglichen Datenschutz über Bord, können sie doch fortan ebenso an diesen Daten teilhaben und diese mit diversem technischen Spielzeug verwerten.

Dies war auch der große Fehler Schäubles, hätte er denn mal die gesammelten Daten zur Nutzung durch die Allgemeinheit zur Aussicht gestellt! Wieviel Ärger wäre ihm und der Regierung erspart geblieben, denn wirklich stinkig werden die Nerds nur, wenn man ihnen nicht ihr Spielzeug gönnt. Dann wird wortgewaltiger Pathos von der Kanzel niedergeschmettert, der Untergang des Abendlandes herbeizitiert. Kultur! Freiheit! Und doch, letztendlich geht es nur um den ureigenen Spieltrieb. Google mag alles dem Nerd überlassen, jetzt ist nicht mehr der Datenschutz das here Gut, nein nun ist es die Kultur und der Fortschritt! Und jene, die da für ein opt-in-Verfahren plädieren, sind augenblicklich die Feinde, die es vehement zu bekämpfen gilt.

Googles kürzlicher Fauxpas läßt sich vortrefflich mit technischen Spitzfindigkeiten1 erklären, auch kann man vice versa Google zum Erzfeind erklären — beides täuscht jedoch über die massive Schieflage des Datenschutzes hinweg in Deutschland und wie wenig der Einzelne überhaupt versteht, was es denn bedeutet Privatsphäre zu genießen. Mit einem technischen Pragmatismus jedenfalls, ist dem Menschen keinesfalls geholfen.

Wer hier vermeint ein Übermaß Polemik zu schauen, hat damit sicherlich bedingt recht. Wer jedoch glaubt die Realität zu vermissen, sollte erst einmal den Computer für einen Tag abschalten und selbige in ihrer Gänze ungefiltert genießen.

Addendum: ein Artikel diesbezüglich auf F!XMBR anno 2008

  1. die keinesfalls uninteressant sind und wie immer von Kris Köhntopp in aller Ausführlichkeit erklärt werden []

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Rhetorik die gen Pranger treibt

Wer die Anstrengungen der Familienministerin «Missbrauch des Missbrauchs von Kindern» bezeichne, handele verantwortungslos. Kinderpornografie im Internet nehme zu, werde immer brutaler und die Opfer würden immer jünger, schreibt Falk. Mit «fadenscheinigen Argumenten» werde trotz dieser «grauenvollen Tatsachen» versucht, die Pläne von der Leyens zu torpedieren.

heise

Im Namen von derlei Abscheulichkeiten fällt und fiel es schon immer recht leicht Kritiker staatlicher Obsessionen zu stigmatisieren. Die deutsche Geschichte springt einen dabei geradezu an, aber ansonsten war und ist das natürlich übliche Praxis — insbesondere in Demokratien, denn nur dort muß man in der Regel tatsächlich Gründe anführen. Plausibilität oder gar Logik sind dafür natürlich nicht Voraussetzung, im Gegenteil Todschlagargumente rhetorisch geschickt gesetzt bringen da so manchen Kritiker zu Fall. Nicht das jener klein bei geben würde, aber man kennt natürlich sein Staatsvolk und weiß sehr wohl welcher Hebel betätigt werden muß, um Wellen der Empörung gen Kritiker zu senden.

Und welcher Kritiker steht schon gerne als indirekter Wegbereiter in der Öffenlichkeit? Der Mißbrauch von anfallenden Daten — heutzutage längst Legion — steht demgegenüber einem mehr als fraglichen Erfolg von derlei Zensurgelüsten seitens staatlicher Organe. Ach ja und der übliche Hinweis auf andere, ominöse Erfolge diverser Nachbarstaaten … Glaubwürdigkeit macht sich da gewiß nicht breit ob dieser Heuchelei, vor allem in Anbetracht des Wissens um die tatsächlichen Erfolge dieser anderen, welche mehr im Bereich allgemeiner Zensur denn dem obigen Kampf angesiedelt sind.

–vox clamantis in deserto

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