Schlagwort ‘Heribert Prantl‘

Nannen

In den nächsten Tagen wird — mal wieder — ein Satz die Runde machen: Henri Nannen würde sich im Grab umdrehen. Die Bild-Zeitung ist heute in der Kategorie Investigative Recherche mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet werden. Das Team der SZ um Hans Leyendecker sollte ebenfalls ausgezeichnet werden, Leyendecker lehnte aber ab, da er nicht gemeinsam mit der Bild ausgezeichnet werden wollte.

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Dekadenz in Reinkultur

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Ist doch gar nicht so schlimm. Diesen Satz erwartet Frank Schirrmacher nach seinem Bekenntnis, auf der Party Ackermanns im Bundeskanzleramt gewesen zu sein. Diesem Gefallen darf man ihm nicht tun. Im Gegenteil. Der Artikel beweist, wie tief der Journalismus in Deutschland wirklich gesunken ist, er offenbart auf erschreckender Weise die Verstrickungen auf zwischen Politik, Wirtschaft und eben dem, so muss man es sagen, gönnerhaften Journalismus. Mathias Döpfner, Kai Diekmann und Stephan Sattler und viele andere bekannte Persönlichkeiten waren laut Frank Schirrmacher anwesend. Der Artikel belegt wie sehr sich der Journalismus in diesem Land mittlerweile demokratiegefährdend entwickelt hat. Auch führt er den Artikel seines Kollegen Heribert Prantl ad absurdum, der in den Blättern für deutsche und internationale Politik über die Systemrelevanz des Journalismus philosophiert.

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Podcast des Tages: SR 2 — Fragen an den Autor, Heribert Prantl — Der Terrorist als Gesetzgeber vom 21.09.08

PodcastWie der Zufall so spielt, habe ich gerade vor ein paar Tagen das Buch Der Terrorist als Gesetzgeber. Wie man mit Angst Politik macht von Heribert Prantl durchgelesen. Wie schon bei Peter Schaar — Das Ende der Privatsphäre: Der Weg in die Überwachungsgesellschaft war für den interessierte und kundigen Leser kaum etwas Neues dabei. Die Argumentationen und Sachverhalte wurden noch einmal ins Gedächtnis gerufen, an der einen oder anderen Stelle die Kenntnisse vertieft — wer aber für Datenschutz und Privatsphäre eintritt, sich mit der Thematik befasst, wer die Texte Heribert Prantl’s in der SZ verfolgt, für den hält das Buch kaum eine Überraschung bereit. Mit einer Einschränkung — und dass dieser Text, auf den er sich bezieht, leider nicht online in deutscher oder englischer Sprache auffindbar ist, ist umso tragischer: Osservazioni sulla tortura heißt die Streitschrift gegen die Folter von Pietro Vierri, die dieser im 18. Jahrhundert veröffentlichte.1 Prantl sieht erschreckende Parallelen zwischen damals und heute — damals war es die Angst vor der Pest, heute ist es die Angst vor dem Terrorismus. Damals wie heute reichte ein bloßer Verdacht und die Panik bricht los. Über Jahrhunderte wurde Folter von den sogenannten zivilisierten Ländern verachtet — heute sprechen diverse Kreise von einer Pflicht zur Folter, wenn man dadurch zum Beispiel Leben retten kann. Heribert Prantl hat am Wochenende Jürgen Albers Rede und Antwort gestanden.

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  1. Italiener hier? Hat wer Lust und Interesse, den Text zu übersetzen? []

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Égalité

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit — liberté, égalité, fraternité ist der Wahlspruch der französischen Republik. Es scheint, als hätte das deutsche Parteiensystem zumindest die Gleichheit aufgesogen — alle Parteien nähern sich immer mehr der 20%-Marke an, wie Heribert Prantl auch feststellt. Über den Zustand der SPD muss man nicht mehr viel schreiben, die Linke nähert sich mit großen Schritten, aber auch das grüne Gemüse und die gelben Arbeitgebervertreter sind nicht mehr fern. Lediglich die Union hält sich noch bei gut 30% — was ebenso die Schwäche der ehemals großen Volksparteien aufzeigt. Bei dem derzeitigen Zustand der SPD, den Sympathien, die Kanzlerin Merkel besitzt, sollte die Union eigentlich bei weit über 40% stehen. Dass dem nicht so ist, zeigt, dass die Union ebenso schwach ist, wie die SPD — die Fehler und werden halt nur nicht öffentlich ausgeschlachtet. Der Kampagnenjournalismus trifft seit 6 Jahren die SPD — es ist wirklich ein großes Wunder, dass die Union nicht SED-Werte aufzeigt. Im nächsten Jahr werden von den Parteien 14 Wahlen ausgefochten — auf Bundesebene wird man sich wieder auf eine Große Koalition einigen, auf Länderebene, kommunal wird man das eine oder andere Experiment wagen um 2013 etwas völlig Neues dem deutschen Volk zu präsentieren. Die Vorzeichen stehen schon heute auf Schwarz-Grün, noch ziert sich das grüne Gemüse ob Jamaika — aber auch das wird in naher Zukunft kommen. Die Westerwell’sche Ideologie ist den Grünen wahrlich nicht fremd.

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Heribert Prantl — auch die vermeintlich Guten bekennen ab und zu Farbe und zeigen ihr wahres Gesicht

Das Wasser scheint der SZ bis zum Hals zu stehen. Die Angriffe auf das böse und gefährliche Internet nehmen kein Ende — Oliver hatte hier mal einen Text von Johannes Boie in der Luft zerrissen . Seit Monaten ist immer und immer wieder davon zu lesen, wer wie wo die SZ übernimmt — es scheint, als würde diese Diskussion die Redakteure besonders motivieren, den vermeintlichen Feind, das Internet, die Blogs, das Web 2.0 anzugreifen. Wie schrieb Oliver es schon — eine Angstpsychose. Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach liebe SZ — liefert qualitativ guten Inhalt, und schon wird kein Weblog in irgendeiner Weise mit Euch konkurrieren können. Es liegt an Euch — vielleicht lasst für einen Neuanfang einfach mal die lächerlichen Bildergallerien weg, dann unterhalten wir uns über die Qualität der von Euch geschriebenen Artikel. Ich mein, wenn Heribert Prantl über den Terror, den Polizeistaat und George Orwell schreibt, ist ja durchaus großes Potential zu erkennen — doch abseits dieses Themas, oh graus, oh graus. Schuster bleib bei Deinen Leisten, will man Euch zurufen. Hans Leyendecker ist auch nur noch ein Schatten seiner selbst.

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Der einsame Wolf

Heribert Prantl leitet das Ressort Innenpolitik der SZ — und anders als die restlichen Innenexperten dieses Landes fällt Prantl immer wieder aus der Reihe. Mahnende, ausgewogende, kritisierende Worte sind bei Prantl dort zu finden, wo seine Kollegen den Jubelperser für die große Koalition und die Innenminister dieses Landes spielen. Heute hat er sich mal wieder dem Thema Wolfgang Schäuble und seinem Schaffen gewidmet — zusammenfassend kommt Prantl zu dem Schluß dass unser Rechtsstaat umgebaut werden soll. Die Kritik, die wir nicht erst seit gestern äussern, kommt auch bei Prantl zum Tragen.

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