Schlagwort ‘Hartmut Mehdorn‘

Ein Neuanfang für die Bahn?

DBDer gute Herr Mehdorn wird bald seinen Vornamen zurückerhalten. Er wird nicht mehr Bahnchef Mehdorn heißen, sondern wieder seinen Geburtsnamen Hartmut Mehdorn tragen dürfen. Er hat heute angekündigt, von seinem Posten als Bahnchef zurückzutreten — um nach eigenen Aussagen Schaden vom Unternehmen Deutsche Bahn abzuwenden. Der Rücktritt Mehrdorns gleicht seinem gesamten Wirken in der Öffentlichkeit und bei der Deutschen Bahn. Keine Spur von Selbstkritik, keine Reflektion des eigenen Handelns. Die anderen sind selbstverständlich schuld, er selbst hat sich nichts vorzuwerfen. Das ist natürlich Unsinn, stand er doch einem Unternehmen vor, von dem das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit noch eine Menge hätte lernen können. Der Daten– und Spitzelskandal sagt eine Menge über die Führung des Hartmut Mehdorn aus, aber auch über unseren Zeitgeist, wie ein modernes Unternehmen zu führen ist.

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Bahnchef Mehdorn

Ich werde ihn nicht wirklich vermissen, wenn er denn in den nächsten Tagen seinen Posten räumen muss.

Neuer Daten-Skandal bei der Bahn: Der Konzern hat Angestellte weit stärker ausgeforscht als bisher bekannt. Bei einer Aktion wurden sogar die Daten aller Mitarbeiter mit Adressen und Bankverbindungen von Geschäftspartnern abgeglichen. Konzernchef Mehdorn hat das der Öffentlichkeit und der Belegschaft bislang verschwiegen — der Aufsichtsrat ist empört.

SZ — Mehdorn verschweigt weiteren Daten-Skandal

Jedoch, wie das immer so ist, wird es nur ein Bauernopfer sein. Wenn er denn überhaupt gehen muss. Die Bahnprivatisierung auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wird spätestens 2010 kommen, und auch sonst wird sich nichts ändern – am gesamten Verhalten der Bahn. Wie auch. Der Papst und unsere tölpelhafte Kanzlerin haben mittlerweile die Headlines erobert. Datenschutz, etwaige Datenskandale, geschweige denn irgendwelche Internetseiten oder gar Twitter interessieren da draußen keinen Menschen.

extra3 — Der Mehdorn-Song
Toll! – Kapitalismus für Profis
extra3 — Olivia bei der Bahn
ZDF — Machenschaften der Transnet
Lafontaine — Würstchen treten nie zurück

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Die Glaubwürdigkeit der Bahn und des Bahnchefs Mehdorn

Die letzten Tage waren sicherlich nicht einfach für Bahnchef Mehdorn. Da kam doch tatsächlich heraus, dass die Bahn 173.000 Mitarbeiter ausspioniert hat, er sich dafür überrachenderweise jede Menge Kritik eingefangen hat, und sich nach und nach die Politik von ihm distanzierte, auch Politiker, die ihn vorher noch hofiert haben und sich in seinem vermeintlichen Erfolg gesonnt haben. Angefangen bei Wolfgang Tiefensee, zum Schluss war es unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Heute musste dann der ewig unter Strom zu stehende Bahnchef zurückrudern. Die Jubelperserpresse im gesamten Land veröffentlicht die Entschuldigung Mehdorns:

Der Chef der Deutschen Bahn beugt sich dem Druck der Öffentlichkeit. Nach massiver Kritik wegen der Datenaffäre hat sich Hartmut Mehdorn in einem Mitarbeiterschreiben an die Beschäftigten gewandt. Darin räumt er «falsch verstandene Gründlichkeit» bei dem umstrittenen Datenabgleich ein — und fügt hinzu: «Aus heutiger Sicht waren wir hier übereifrig.“

SZ — Falsch verstandene Gründlichkeit

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