Schlagwort ‘Google‘

Bruce Schneier: die Zukunft der Privatsphäre

Bruce Schneier spricht über die Zukunft der Privatsphäre. Via Open Rights Group

Ein Jahr später, wir veröffentlichten dieses Video letztes Jahr zur gleichen Zeit auf F!XMBR, ist Post-Privacy en vogue, sprich eine Art «Biedermeier» der digitalen Elite. Anstatt zu kämpfen, gibt man klein bei, postuliert allerlei abstruse Theorien, allen voran jener Michael Seemann (aka mspr0) mit seinem ganz persönlichen Kontrollverlust, nicht zu vergessen Zeitgenossen wie Jens Best oder auch Jeff Jarvis. Ich möchte gar nicht das Augenmerk auf jene richten, dazu ist die Zeit zu schade und deren Beiträge mehr oder weniger substanzlos. Vielmehr haben diese Vertreter der «erweiterten Öffentlichkeit» exemplarischen Charakter, interessanter hingegen ist obiger Vortrag Bruce Schneiers, der das Gut Privatsphäre thematisiert und den fundamentalen Anspruch des Einzelnen auf dieses Gut verdeutlicht, ebenso wie die sich zusehends manifestierende Bedrohung diesem gegenüber.

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YouTube kippt das Zeitlimit

Als Google vor gut 4 Jahren YouTube übernahm, war die negativste Begleiterscheinung, dass man bei YouTube plötzlich vor einem Zeitlimit von 10 Minuten, später 15 Minuten stand. Google Video hatte dies noch liberaler gehandhabt, kannte kein Zeitlimit. So musste man auf andere Plattformen, wie Burdas Resterampe Sevenload, ausweichen, wenn man beispielsweise Vorträge vom Chaos Communication Congress verbreiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen wollte. Nach 4 langen Jahren hat Google nun endlich YouTube an die Realität angepasst — und das Zeitlimit für YouTube gekippt. Ältere Accounts sind bereits umgestellt, nach und nach werden alle User Videos ohne Zeitlimit auf YouTube einstellen können. 35 Stunden Material werden derzeit pro Minute weltweit auf YouTube hochgeladen — ein unendlicher Fundus an Wissen und Kultur. Bei all den unzähligen Web-2.0-Diensten verbringe ich heute so manchen Abend auf der alten Dame YouTube, suche, genieße und denke an alte Zeiten… 😉

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Streetview: wenn die Vernunft abhanden kommt

Wie viele unserer Leser sicherlich mitbekommen haben, nehmen wir einen kritischen Stand gegenüber Google ein, ebenso gegenüber diversen anderen Firmen/Konzernen, die wirtschaftliche Effizienz u.a. Dinge über den Menschen stellen.1 Wir würzen diese Standpunkte teils mit Polemik, lassen aber auch nicht die Fakten außer acht. Kurzum, wir bieten unsere Meinung feil, versuchen auch nicht die naturgegebene Subjektivität mittels einem Schein von «Objektivität» zu überdecken.

Just brachte ich beispielsweise wieder einmal meine Kritik gegenüber der GEMA zu Wort, indem ich diese Nutznießer anderer Leute Eigentums als Krämerseelen brandmarkte. Nun, das ist nicht neues, aufmerksame Zeitgenossen haben kein Problem damit, denn die Rechteinhaber und eigentlichen Verwerter sind andere. Man muß sich nun also die Kritik anhören, daß man hier einerseits Google verdamme und andererseits als Helden der Masse bejubele. Die Kritik an Streetview, soll also mittels meiner Kritik an der GEMA als «Heuchelei» entlarvt werden. Nun, wie ich schon früher bemerkte, ist Google ebenso in die Pflicht genommen entsprechende Dinge, die sie kostenfrei verwerten seitens hinzugefügter Werbung, angemessen zu vergüten. D.h. im Klartext, wenn ein Vertrieb die Rechte eines Künstlers verwertet und jene mit Google einen Deal haben, dann hat die GEMA keinerlei Ansprüche anzumelden auf irgendwelche zusätzlichen Vergütungen. Per Gesetz ist dies natürlich anders geregelt, was jedoch nicht bedeutet, daß ich diesen Punkt nicht kritisieren darf.

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  1. diese Publikation bietet eine Suche, wer mag darf diese einsetzen []

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frohlocket … Streetview lief just vom Stapel

Wir brauchen ein Vermummungsverbot im Internet.

Axel E. Fischer, CDU, Homeboy der Entpixler-Gemeinde

Man kann es mit Streetview Wahnsinn umschreiben oder schlicht sagen: «Streetview-Entpixler würden Axel E. Fischer wählen!» :-)

oder …

Diese «nützlichen Idioten», die Google kostenlos zuarbeiten, können oder wollen nicht kapieren, dass durch die «Verdatenbankung» Panoramafreiheit zum Persönlichkeitsrechtproblem wird.

… just bei Rebellen ohne Markt in den Kommentaren vernommen.

Bild: Wikimedia Commons

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Google nun mit Screenshot-Blödsinn

Ich denke ja, die «neueste» Technik von Google sei mindestens schon seit 2 Jahren veraltet und war unter «völlig unnütz» abgelegt worden. Aber gut, Nachzügler gibt es überall — Google nun also mit Screenshot-Vorschau…

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Post-Privacy oder die Selbstaufgabe

In letzter Zeit vernimmt man desöfteren die Mär, um die sogenannte «Post-Privacy», also diese Zeit «nach der Privatsphäre». Hauptsächlich wird diese von jenen propagiert, die ein existenzielles Interesse an den zu «befreienden» Daten besitzen, diese in eine «erweiterte Öffentlichkeit» überführen möchten — «freie Fahrt, für freie Surfer». Daß in diesem Bereich Journalisten wie Jeff Jarvis federführend sind oder andere gar glauben mit der Diskussion um einen stetigen Kontrollverlust quasi eine selbsterfüllende Prophezeiung losstoßen zu können, ist somit recht einleuchtend.

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Evernote mit der täglichen Arbeit verknüpft

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Wie ich bereits schrieb, erleichtert Evernote an der einen oder anderen Stelle die Arbeit am Rechner — ich möchte aber genauso wenig wie Oliver meine alte Kladde vermissen. Evernote kommt noch mit einem weiteren Vorteil daher: es lässt sich sehr gut mit anderen Programmen verbinden, auch und gerade mit Programmen, die nicht in der hauseigenen Galerie von Evernote zu finden sind.

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Google Street View — Wenn Realität auf Journalismus trifft

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Foto: F!XMBR

Donnerstag — wenn nicht gerade in einem Land fern der Heimat die Welt untergeht, freut sich der Journalismus in Deutschland über jede neue Schlagzeile. Heute hat Google bekannt gegeben, dass 244.237 Haushalte Einspruch gegen Google Street View eingelegt haben und ihr Haus verpixelt sehen wollen. Die Medien nehmen diesen Ball natürlich dankend auf — vom Spiegel über Springer bis zur FAZ, überall ist zu lesen, dass «nur» 244.237 Widersprüche bei Google eingereicht wurden. Das wären «nur» 3% der Haushalte. Man kann schon eine gewisse Enttäuschung in den Medien herauslesen — und doch sind weitaus mehr Haushalte betroffen, als die kolportierten 244.237 Widersprüche. Wie so oft übernehmen die Medien unwidersprochen, ohne zu hinterfragen die Zahlen und die Argumentation eines Unternehmens. Werfen wir doch einmal einen kleinen Blick auf die Realität.

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Was Google uns nicht alles lehrt

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Google: don’t be evil

via consumer watchdog

Sicherlich schauen wir hier eine Menge Polemik, andererseits ist das Stockholm-Syndrom bei vielen Fanboys Googles stark ausgeprägt. Don Alphonso erklärt das Problem

Update:

Die Arroganz und das Halbwissen von Googles CEO kennt natürlich keine Grenzen: Geschichte hat die Deutschen ängstlich gemacht. Oder, Erfahrung macht klug.

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Liebe selbst ernannte Netzelite

Unsere gesellschaftliche, menschliche und insbesondere netzpolitische Entwicklung ist viel weiter fortgeschritten als die Eure. Ihr seid die Neandertaler der digitalen Generation. Oder um es wie Marcus Schwarze von der Hannoverschen Allgemeinen (HAZ) zu sagen:

Ach, liebe Netzaktivisten, wir sind schon viel weiter als ihr. Die Umsichtigkeit einer Vorabfrage ist höher einzuschätzen als die Umsicht eines technisch ausversierten Streetview-Autos. Nicht alles technisch Mögliche ist rücksichtslos umzusetzen, da mögt ihr noch so gnadenlos drauflos knipsen. Ihr seid noch bei Hysterie und Häme, die ihr uns Kritikern vorwerft. Straßenöffentlichkeit ist etwas anderes als Netzöffentlichkeit. Tatsächlich bauen wir bereits an dem rücksichtsvollen Street-View-kompatiblen Datennetz, das Rücksicht auf Belange vieler Unbeteiligter nimmt und dennoch das neue Geschäftsfeld der location based services, der neuen Werbeflächen im lokalen virtuellen, nicht über Gebühr behindert.

Mein Unbehagen: das eines intensiven Google-Nutzers

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